Heft 
(1.1.2019) 03
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Räumlichkeiten zu viele Zuschauer. Man­Che Vorstellungen mußten deshalb zweimal gezeigt werden.

Das Figurentheater Wilde und Vogel, Stuttgart, tritt bei UNI-DRAM 98 mit dem StückExil. Eine Hamletfantasie auf.

Da dem Festival vor allem der Ruf einer begeisternden Arbeitsatmosphäre voraus­eilt, die sich auf alle Besucher überträgt, ist es angeraten, sich frühst­möglich Karten zu besorgen. Kartenbestellungen sind tele­fonisch unter 03311/719139 möglich. Gerade im Jubilä­umsjahr ist zu vermuten, daß selbst ein noch so abwechs­lungreiches und langes Rund-um-die-Uhr-Programm aus Vorstellungen, Perfor­mances, Workshops, Diskus­sionsrunden, Konzerten und dem Theater-Nacht-Cafe mit Klaviermusik nicht allen, die mitfeiern wollen, Einlaß ver­spricht. Miranda

Foto: Wilde

BILDER ALS QUELLEN DER ERZIEHUNGSGESCHICHTE

Es gibt kaum Elemente des Alltagslebens, in denen Bilder, Fotos oder Filme heute nicht in großem Facettenreichtum vorkom­men. Sie gehören zweifellos zu den verbrei­tetsten Ausdrucksmitteln, wirken aber auch ihrerseits gezielt oder unbeabsichtigt auf den Betrachter zurück. Als Quellen histori­scher Forschungen werden visuelle Dar­stellungen jedoch nicht so stark herangezo­gen, wie man denken könnte. Die Heraus­geber des BuchesBilder als Quellen der Erziehungsgeschichte bedauern insofern auch die eher stiefmütterliche Behandlung von Bildern in ihrem Fache. Nach wie vor wird sich in der erziehungshistorischen Forschung beinahe ausnahmslos auf textli­che Quellen gestützt und dem reichlich überlieferten Bildmaterial selten mehr als eine bloß illustrative Bedeutung zugewie­sen. Dies nahm die Historische Kommissi­on der Deutschen Gesellschaft für Erzie­hungswissenschaft zum Anlaß, um mit ihrer Jahrestagung 1995 auf ein noch weitgehend offenes Forschungsfeld aufmerksam zu machen. Die Ergebnisse der Tagung liegen nun vor. Herausgeber der Dokumentation sind die Mitarbeiter des Instituts für Päd­agogik der Universität Potsdam Prof. Dr. Hanno Schmitt, Jörg-W. Link und Dr. Frank Tosch.

Es gelingt den Autoren des Bandes, der Le­serin und dem Leser den hohen Infor­mationsgehalt und vor allem eigenen Wert visueller Quellen vor Augen zu führen. Die 18 Beiträge decken einen zeitlich wie thema­tisch verhältnismäßig breiten und vielfältigen Raum ab, der pädagogisch relevante Bild­quellen seit der Frühen Neuzeit aufgreift. Von der Aufklärungspädagogik bis zur DDR­Schule und vom Schulwandbild bis zu den Illustrationen in historischen Fibeln reicht

das Spektrum der Beiträge:Daniel Nicol­aus Chodowiecki als Illustrator der Auf­klärungspädagogik, ‚Verbundene Bilder: Das Tableau in den Erziehungsvorstellun­gen des 18. Jahrhunderts,Bilder vom Le­sen- Bilder für Leser in Volksaufklärung und Publizistik des 18. und frühen 19. Jahrhun­derts,Das Fotoarchiv des Hamburger Schulmuseums zur Dokumentation der Reformpädagogik im Hamburg der Wei­marer Republik,KinderSchule Zukunfts­Schule. Eine Bremer Versuchsschule in ih­ren Bildern,Bildliche Darstellungen zum Thema Reformpädagogik, Geschlechter­verhältnis und Koedukation,Schulwand­

Johann Peter Hasenclever: Jobs als Schulmeister(1844)

bilder als Quellen schul- und bildungshisto­rischer Forschung,Das Wandbild als Mit­tel der Verstandes- und Gesinnungsbildung im Volksschulunterricht des Kaiserreichs, Der Schutzengel- ein pädagogisches Miß­verständnis...,Zur Bedeutung der Emble­matik für die Historische Pädagogik,Das Kind in der Karikatur,Mädchen und Jun­gen, Lehrerinnen und Lehrer auf Schul­fotografen 1928 bis 1961...,Die DDR-Schu­le in den achtziger Jahren im Spiegel eines Fotosatzes,Der Blick des Fotografen..., Reflexionen über die Dichte der überliefer­ten bildiichen Darstellungen von Erziehung und Unterricht am Beispiel Österreich,Bil­der als Quellen bildungshistorischer For­schung in der Bibliothek für Bildungs­geschichtliche Forschung....

Eröffnet wird der Band mit zwei Einführun­gen in die methodischen Grundlagen der Bildkunde, die die verschiedenen Frage­stellungen beleuchten und die Möglich­keiten historisch angemessener Erkennt­nisgeWinnung durch Bilder kritisch reflek­tieren:Historische Erkenntnis durch Bil­der? Zur Methode und Praxis der Histori­schen Bildkunde undJobs als Schulmei­ster. Pfage der Interpretation und Quel­lenwert, Dabei führt Heike Talkenberger auf 13 Seiten immerhin in sechs verschie­dene Methoden der Bildinterpretation ein, wobei es Nicht immer ganz leicht ist, bei den sich mitunter ähnelnden Ansätzen den Überblick zu bewahren. Jedoch gehen die Einzelbeiträge dann auch jeweils ausführ­lich auf ihte methodische Herangehens­weise ein, und das rasche Eintauchen in dieBildgerwelten vergangener Tage wird zu einer besonderen Stärke des Buches. Die exemplarischen und nicht zuletzt>»

Abb.: Repro

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PUTZ 3/98