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(1.1.2019) 03
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BUNDESLIGA IM VISIER

Schon seit dem vorletzten Spieltag Anfang März dieses Jahres steht es fest: die USV­Volleyballer der Universität Potsdam sind Meister in der Regionalliga Nordost. Damit scheint der Weg nun frei in die 2. Bundesli­ga. Noch allerdings gilt es zumindest eine Hürde zu nehmen. Das Scheitern bei etwai­gen Relegationsspielen nämlich kann jenen Aufstieg schnell stoppen. Die acht Spieler um Trainer Volker Knedel sowie Mann­schaftsleiter Jürgen Rabe sehen jedoch der sportlichen Herausforderung durchaus optimistisch entgegen. Mehr Sorgen berei­tete ihnen schließlich in der Vergangenheit die finanzielle Situation.Den notwendigen Etat für Startgebühren, Schiedsrichterge­bühren und anderes haben wir längst nicht zusammen, erläutert Rabe noch Mitte März und meint damit fehlende 20.000 DM in der Kasse.

Finanzielle Unterstützung hat jetzt zum Glück der USV Potsdam signalisiert. Der Verein zahlt die das Bundesliga-Projekt begleiten­den Pflichtkosten. Jenes grüne Licht eröffnet zugleich möglicherweise die Chance, die Mannschaft personell zu verstärken. Erste Verhandlungen hierfür versprechen Hoff­nung. Etwa drei neue Spieler sollen hinzu­kommen. Klarheit herrscht dagegen über die veränderte Spielstätte. Statt in Golm tre­ten die Akteure künftig in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee ans Netz. Geplant sind die Relegationsspiele für die Zeit vom 24. bis 26. April98. Ausgetragen werden sie nur, wenn alle vier Regionalliga­Vertreter tatsächlich melden. Die im Nord­westen Deutschlands stattfindenden Mat­ches bringen dann für ein Team das Aus. Mannschaft und Umfeld aus Potsdam jeden­falls brennen trotz dieser noch zu meistern­den Klippe auf die Auseinandersetzung mit den Gegnern der höheren Spielklasse. PG.

Jens Fischer aus dem USV-Sechser in voller Aktion, Foto: Tribukeit

ERFOLGREICHES ABSCHNEIDEN

Bei den jüngsten internationalen Deutschen Hallenhochschulmeisterschaften im Janu­ar dieses Jahres stellten einmal mehr auch Potsdamer Leichtathleten ihr Können unter Beweis. Die an der Uni Potsdam studieren­den jungen Leute nahmen immerhin insge­samt fünf Medaillen mit nach Hause. Gleich zweimal stand Claudine Szendrei auf dem Ehrenpodest. Sie holte sich mit 5,80 Meter im Weitsprung Bronze, das ersehnte Gold gab es schließlich für 12,79 Meter im Drei­sprung. Knapp am Sieg vorbei lief dagegen Jörg Regenaermel über die 400 Meter. Die Uhr blieb bei 48,56 Sekunden stehen. Das reichte für Platz zwei. Sein Team-Gefährte Holger Laube belegte auf dieser Strecke Rang acht. Über 60 Meter Hürden gewann Jens Buchholz mit einer Zeit von 8,17 Sekun­den Bronze. Zum guten Abschneiden der Mannschaft trug auch die Bronzemedaille in der Olympischen Staffel bei. Für die Uni Potsdam gingen hier Jörg Regenaermel, Kai-Uwe Meier, Jens Buchholz und Holger Laube an den Start. PG.

LANDESMEISTERTITEL FÜR KATHLEEN KATSCHER

Eigentlich hätte sie gar nicht an der Landes­meisterschaft im Schach der Altersklasse U20 teilnehmen können, denn für die an der Uni Potsdam im dritten Semester Biologie studierende Kathleen Katscher(19) vom USV Potsdam standen Klausurarbeiten an. Sie erhielt jedoch vom Veranstalter in Guben die Chance, drei ihrer Partien vorzuspielen. So konnte Kathleen bereits am Anreisetag ihre erste Partie am Abend absolvieren. In einer dramatischen Begegnung bezwang sie zu mitternächtlicher Stunde Nadine Brock, die bereits Bundesligaerfahrung in der Mann­schaft von Chemie Guben hat und somit ein schwerer Brocken war. Mit einer Energie­leistung gelang es schließlich dem in Thü­nngen beheimateten Energiebündel Kath­leen, trotz des zeitlichen Handicaps aus ins­gesamt sieben Runden sechs Punkte zu ho­len und verlustlos den Landesmeistertitel in der AK U20 zu erringen. Damit verwies sie die Titelverteidigerin Julia Dahms aus Rathenow, die mit 5,5 Zählern durchs Ziel ging, auf den Ehrenplatz. Für Kathleens Vereinskameradin Nina Schumer lief das Turnier dagegen nicht ganz so gut, wie sie es sich selbst vorgestellt hatte. Sie teilte sich aufgrund erreichter 3,5 Punkte mit Nadine Brock aus Guben und Antje Lehmann aus Rüdersdorf die Plätze drei bis fünf. FürKati ist das ihr bisher größter Schacherfolg. Nun freut sie sich schon auf die Deutsche Mei­sterschaft in der AK U 20, die im Sommer ausgetragen wird. Siegfried Augustat

GIPFELSTURM AUF DEN ACONCAGUA

Das neue Jahr begann für die Potsdamer Anett Franke und Thomas Kotsch mit einem besonderen Höhepunkt. Die beiden begei­sterten Bergwanderer erklommen mit zwei Freunden in Südamerika den Aconcaqua, der mit seinen fast 7000 Metern die Gren­ze zwischen Chile und Argentinien über­ragt. 1897 erstmals bezwungen, ist der Aconcagua trotz heftiger Stürme und Wind­geschwindigkeiten bis über 200 Kilometer pro Stunde Anziehungspunkt für zahlreiche Bergsteiger. Die Idee, den Aconcaqua zu besteigen, wurde von den an der Uni Pots­dam ausgebildeten Sportlehrern 1996 auf einer Himalaja-Tour geboren. Das Jahr 1997 nutzten sie dann zur Vorbereitung: Organi­sation aller Formalitäten, Streckenplanung, Konditions- und Bergtraining, Besteigung des fast 5000 Meter hohen Mt. Blanc u.a. Viertausender.

Anfang Januar 1998 stürzten sich die vier Freunde, jeder mit ca. 25 bis 30 kg Gepäck auf dem Rücken, ins Bergabenteuer. Fünf­zehn Tage dauerte das UnternehmenAcon­cagua, wobei die meiste Zeit, dreizehn Tage, für den Aufstieg gebraucht wurde, um sich in der Höhe gut akklimatisieren zu kön nen. Gestartet auf 2400 Meter Höhe, erreich ten die Sportler nach vier Tagen das Basis lager am Plaza Argentina. Das Wetter zeigte sich von verschiedenen Seiten mal So nenschein, blauer Himmel und 30 bis 35°C mal wolkenverhangener Himmel und Sturm der an den Zelten rüttelte. Nach dreizehn Tagen wagten die Vier den Gipfelsturm über die linke Polish Glacier Route. Ausgelaugt und später als erwartet, nach ca. 13 Stunden erreichten die gebürtigen Sachsen am 23 Januar 1998 den Gipfel. Die 6960 Meter stell ten für die Bergsteiger eine große Herausfor derung dar. Ist doch das Erreichen des Gip fels nicht selbstverständlich. Treten weder Höhenkrankheit noch Maternialprobleme ein so spielt vor allem das Wetter eine wichtige Rolle. Treffen hier die Sportler falsche Ent scheidungen, kann das für ihre Gesundheit Probleme bringen, mitunter sogar das Le ben kosten. T.K

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