Fortsetzung von )\ Seite 15
; Presse, Projekte und Research sowie weiteren „Links“ zum Euro geordnet. Prof. Dr. Paul J. J. Welfens betonte, daß moderne Wirtschaftswissenschaft neben Lehre und Forschung auch die Internet-Präsentation als Schnittfläche zur interessierten Öffentlichkeit braucht. Insbesondere Vertreter der europäischen Generaldirektion für Wirtschaft und Finanzen, aber auch Unternehmer zeigten großes Interesse an der EIIW-Homepage. Die EITIW-Homepage, die wöchentlich aktualisiert wird, soll auch künftig einen deutlichen Euro-Schwerpunkt haben, ebenso jedoch andere Forschungsbereiche und projekte abdecken. Abhängig vom Echo des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission könnten weitere EU-bezogene Info-Fenster mit speziellen Angeboten und Links aufgebaut werden. Das EIIW plant, gleichfalls im Multimedia-Bereich länerfristig— mit Partnern aus Wissenschaft nd Industrie— aktiv zu werden. Für die branenburgischen Unternehmen dürften aktule Euro-Infos in den kommenden Monaten esonders wichtig werden. Das Europäihe Institut für internationale Wirtschaftsbeehungen an der Universität Potsdam wird s Ansprechpartner grundsätzlich zur Verfügung stehen. Paul J.J. Welfens
Abb.: zg.
ae ee
Q
, 8.
Biosensoren für Medizin und Umwelt
Das Innovationskolleg„Biomolekulare Erkennungssysteme für die biochemische Analytik“ der Universität beteiligte sich an der Präsentation in Brüssel mit einer computergestützten interaktiven Dia-Show. Die Besucher des Standes wurden damit über die am Innovationskolleg beteiligten Einrichtungen im Raum Brandenburg/Berlin, deren wissenschaftliche Kooperationsbeziehungen in Europa und ausgewählte Forschungsschwerpunkte informiert.
Abb.: Bernd Kallies
Die Wissenschaftler im Innovationskolleg beschäftigen sich seit drei Jahren mit der Gewinnung, Charakterisierung und Modifizierung von Enzymen, Antikörpern und Nukleinsäuren, die als zentrale Elemente in Biosensoren Verwendung finden können. Solche Biosensoren eignen sich besonders für die medizinische Diagnostik und zur Anayse von Umweltbelastungen. Wissenschafter des Innovationskollegs haben in Brüssel zum Beispiel einen von ihnen entwickelten Sensor vorgestellt, der die Phenolkonzentraion in Gewässern und Abwässern messen kann. Durch die Teilnahme des Innovationskollegs an der Brüsseler Veranstaltung wurde nicht nur die Naturwissenschaft an der Universität Potsdam repräsentiert, sondern auch Institute der Humboldt-Universität zu Berlin, eine Gruppe am Deutschen Institut für Ernährungswissenschaften Bergholz-Rehbrücke, Wissenschaftler des Max-DelbrückCentrums Berlin-Buch, des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung Berlin-Adlershof und des Blaue-Liste-Instituts für Molekulare Pharmakologie. Bernd Kallies
Transgene Pflanzen als Molekülfabrik
Die Universität Potsdam stellte in Brüssel die Arbeiten von Biowissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm vor. Als Beispiel wurde eine transgene Kartoffelpflanze gezeigt, bei der ein Enzym des Stärkestoffwechsels unterdrückt worden ist, so daß in den Kartoffelknollen praktisch keine Stärke mehr produziert wird. Diese Pflanze unterscheidet sich auch in ihrem Aussehen stark vom Wildtyp.
In der Regel sehen transgene Pflanzen jedoch genauso oder sehr ähnlich aus wie ihre Wildtypen. Molekularbiologische Methoden
Neue Schwerpunktprogramme der DFG Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird Anfang 1999 neue Schwerpunktprogramme einrichten. Ziel des Förderverfahrens ist die zumeist auf sechs Jahre befristete, überregionale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungseinrichtungen und -disziplinen mit einem gemeinsamen Oberthema. Dabei handelt es sich um: Geisteswissenschaften(Formen und Wege der Akkulturation im östlichen Mittelmeerraum und Schwarzmeergebiet in der Antike, Umstrittene Zentren: Konstruktion und Wandel sozio-kultureller Identitäten in der indischen Region Orissa), Medizin/ Biowissenschaften(Angiogenese, Molekulare Analyse der Phytohormonwirkung, Strukturelle Grundlagen der Energie
VEN
INFORMATIONEN ZUR FORSCHUNGSFÖRDERU
erlauben auch die gezielte Übertragung e nes pflanzenfremden Gens oder einer Gen gruppe in einen fremden genetischen Kon text. Dies kann sogar über Artgrenzen hin weg geschehen. Dabei kann das Gen einem anderen Organismus entstammen oder neu konzipiert worden sein. Auf diese Weise kön nen gentechnisch veränderte Organisme gewonnen werden, die über neuartige bio chemische Fähigkeiten verfügen.
Damit eröffnet sich ein breites Spektrun von biotechnologischen Anwendungen. Die gentechnisch veränderten Pflanzen könn ten sich in Zukunft zur Produktion von neu artigen und biotechnologisch interessanter Makromolekülen nutzen lassen, die bisheı noch nicht als Ausgangsprodukte von Pflan zen zur Verfügung standen. ar
Die transgene Kartoffelpflanze des Max-Planck Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie produziert in ihren Knollen praktisch keine
Stärke mehr. Foto: mpim[
wandlung durch mikrobielle Enzyme, Ra dikale in der enzymatischen Katalyse, Mo lekulare Motoren), Naturwissenschafter (Halbleiter- und Metallcluster als Baustei ne für organisierte Strukturen, Kollektive Quantenzustände in elektronisch eindi mensionalen Übergangsmetallverbindun gen, Quanten-Informationsverarbeitung) Ingenieurwissenschaften(Grundlagen und Verfahren verlustarmer Informationsverar beitung, Sicherheit in der Informations und Kommunikationstechnik, Erweiterung der Formgebungsgrenzen bei Umform prozessen, zelluläre metallische Werkstof fe, Sozionik: Erforschung und Modellie rung künstlicher Sozialität).
Nähere Informationen im Internet(http:// www.dfg.de) oder im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter, Tel. 0331/977-1778. ri.>»
Seite 16
„PUTZ 5/98