REKTOR IN ST. PETERSBURG
Seit Jahren verbindet die Universität Potsdam mit der Russischen Staatlichen Pädagogischen Universität A.I. Herzen St. Petersburg eine Hochschulpartnerschaft. Kürzlich weilte nun der Rektor der Potsdamer Uni, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder(rechts), in Begleitung von Prof. Dr. Norbert Franz aus dem Institut für Slavistik auf Einladung der russischen Einrichtung zu einem mehrtägigen Besuch in der Stadt an der Newa. Aus diesem Anlaß setzten Prof. Loschelder und Prof. Dr. Gennady Bordovsky, Rektor der Herzen-Universität(links), ihre Unterschriften unter den nun verlängerten Partnerschaftsvertrag. Die Kooperation soll künftig verbreitert und vertieft sowie die einzelnen Fächer stärker einbezogen werden. Ziel ist es auch, in die bestehende Zusammenarbeit zwei andere Hochschulen St. Petersburgs einzubeziehen, die Hochschule für Wirtschaft und Finanzen und die Universität St. Petersburg. B.E./ Foto: zg.
PRINCETON-MATHEMATIKERIN HIELT„EULER-VORLESUNG“
Jedes Jahr wählen Berliner und Potsdamer Mathematiker für die festliche Euler-Vorlesung im Schloßtheater des Neuen Palais von Sansscucı einen besonders renommierten Wissenschaftler aus. In diesem Jahr wurde Prof. Dr. ngrid Daubechies eingeladen, die Euler-Vorlesung zu halten. Sie sprach über„Surfing with velets“(Surfen auf kleinen Wellen). Wavelets sind kleine Kurvenstückchen, die als mathemaisches Werkzeug benutzt werden können, mit lem sich zum Beispiel riesige Datenmengen lrastisch komprimieren lassen. International )ekannt wurde Daubechies durch das nach ihr )jenannte Daubechies-Wavelet, das als wissenhaftlicher Durchbruch gilt und große Forthritte in der Signal- und Bildverarbeitung
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ermöglicht hat. Bereits als junge Physikerin hat Daubechies herausragende Beiträge zu den mathematischen Grundlagen der QuantenphySik geleistet. Die vielseitige Wissenschaftlerin bringt ihr mathematisches Verständnis aber auch in ingenieurwissenschaftliche Probleme ein und arbeitete mehrere Jahre im ForschungsJabor von Bell. Heute lebt Daubechies mit ihrem Mann und zwei Kindern in den USA. Sie lehrt an der Princeton-University und leitet als Direktorin das Programm„Applied and Computational Mathematics“. Neben zahlreichen Auszeichnungen für ihre wissenschaftlichen Leistungen erhielt sie auch einen Preis für die stilistische Brillanz und Klarheit ihres Lehrbuchs„Ten Lectures on Wavelets“. ar/Foto: Fritze
KOOPERATIONSVERTRAG UNTERZEICHNET
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e Universität Potsdam ist für ihre Kooperation nıt außeruniversitären Forschungseinrichtunn bekannt. Mitte Juni wurde nun ein weiterer hritt auf diesem Weg gegangen. Die bereits aktizierte Zusammenarbeit zwischen der Chschule und dem Zentrum für Zeithistorihe Forschung Potsdam e.V.(ZZF) erhielt eine rtragliche Grundlage. So unterzeichneten orektorin Prof. Dr. Bärbel Kirsch(rechts) für dıe Uni und Prof. Dr. Christoph Kleßmann(links) für das Zentrum den Vertrag. Bärbel Kirsch hofft dadurch auf neue Impulse„des bisher schon als Bereicherung erlebten gemeinsamen Wirkens“. Das ZZF sei ein Pfund, mit dem die Uni wuchern könne, zeigt sich Christoph Kleßmann überzeugt. Seit kurzem wird übrigens der Vorstand des Zentrums durch Prof. Dr. Konrad H. JaTausch verstärkt.
Ziel der jetzt abgeschlossenen Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre entsprechend den Empfehlungen des WisSenschaftsrates zur Förderung der GeisteswisSenschaftlichen Zentren vom November 1994 zu Entwickeln und zu pflegen. Schwerpunkt dieser Kooperation ist die interdiszıplinäre Erforschung der Zeitgeschichte, insbesondere der Geschichte der DDR in vergleichender Perspektive. Vor allem geht es um den wissenschaftlichen InforMations- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame
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selseitige Nutzung von Einrichtungen beispielsweise auf den Gebieten der EDV und des Biblio
Forschung, Lehraufträge, Gastvorlesungen, gemeinsame Berufungen, die Förderung des wıis
senschaftlichen Nachwuchses sowie die wech- thekswesens.
B.E./Foto: Tribukeit
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