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Jürgen Weissenborn beschrieb, mit welchen Experimenten Sprachwissenschaftler schon bei Säug
lingen das Sprachverständnis prüfen können.
Bunte Mischung beim Dies academicus
Dicht gefüllt war der enge Hörsaal, in dem der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter Eisenberg über die Rechtschreibrefom sprach. Was der renommierte Fachmann, der selbst eine Zeitlang an der Reform mitgearbeitet hat, nun über das Ergebnis zu sagen hatte, interessierte von den Studierenden bis zu Besuchern aus der Stadt ein breites Publikum. Auch die anderen Vorträge waren gut besucht. Schließlich war für fast jeden Geschmack etwas in dem breiten Themenangebot des Dies academicus dabei.
Daß beispielsweise Zitronenduft in Kaufhäusern den Umsatz fördert, konnte man bei dem Organiker Prof. Dr. Martin Peter erfahren. In seiner Vorlesung über die„Chemische Sprache der Natur“ entschlüsselte er die Botschaften von Schmetterlingen und Insekten, aber auch die Wirkung von Düften und Aromen(Schokolade!) auf das menschliche Gehirn. Der Physiker Prof. Dr. Jürgen Kurths stellte das Phänomen der Synchronisation vor, das offen oder verborgen im Herzen oder im Kopf auftreten kann. Über Multimedia und das Potential des Internets als Mittel, um schneller und effizienter zu lernen, sprach der TU-Informatiker Dr. Klaus Rebensburg. Auf seinem Laptop surfte er durch die Verzweigungen seiner Homepage, was die Zuschauer auf einer Projektionsfläche mitverfolgen konnten. Rebensburg war bei dieser Veranstaltung zum Honorarprofessor der Uni Potsdam ernannt worden.
Daß Kinder schon sehr früh einen Begriff von grammatischen Strukturen haben, demonstrierte der Psycholinguist Prof. Dr. Jürgen Weissenborn mit seinen Studien. Mit
Blickzuwendung oder heftigem Schnullersaugen zeigen schon Säuglinge, daß sie sich für Sprache interessieren und bestimmte Laute wiedererkennen. Auch wenn die ersten eigenen Zwei-Wort-Sätze(„Lisa Ball“) noch im Telegrammstil formuliert seien, könne das Kleinkind durchaus grammatisch wichtige Beiwörter, die es von anderen hört, verstehen und einordnen.
Die Juristen haben mit Vorträgen über die Neuregelung des Kindschaftsrechts und zur Drogenproblematik zwei aktuelle Themen aufgegriffen. Weitere Vorträge wurden zu Themen der Soziologie, Geschichte Kunst oder zur Literatur angeboten. Prof. Dr. Klaus Schöler von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät beleuchtete kenntnisreich und anregend die Bedeutung der Universität Potsdam für die Region. ar
König Fußball regierte auf dem Sportplatz
„Die Einbindung des Hochschulsportfestes in die große Uni-Sommerfete hat sich für uns auch diesmal gelohnt“, lautet das Fazit Jürgen Rabes, amtierender Leiter des UniZentrums für Hochschulsport, zum Verlauf des diesjährigen Sport-Highlights. Wieder fanden sich zahlreiche Akteure ein, um bei Sport und Spiel Entspannung zu finden. Einige Disziplinen verzeichneten sogar Teilnehmerrekorde.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stand dabei König Fußball, Immerhin 28 Mannschaften waren es, die ums beliebte runde Leder kämpften. Die Veranstalter registrierten damit eine Rekordbeteiligung. Als ähnlich attraktiv erwies sich schon fast traditionell der Volleyball. Beachtliche 18 Mann
schaften stritten hier um den Sieg.„Mehr Teams hätten den Organisations-Rahmen gesprengt“, begründet Rabe das festge setzte Limit des Teilnehmerfeldes. Das Tur nier fand auf sechs Plätzen zugleich statt Unter den am Netz antretenden Teams be hauptete sich im übrigen auch eine reine Mitarbeiter-Auswahl. Auf steigendes Inter esse stieß nicht unerwartet der Streetball 1998 gab es so viele Teilnehmer wıe noct nie. Elf Mannschaften nahmen die Jagd ir Richtung Korb auf.
Einer schönen Gepflogenheit folgend, er hielten am Ende der Wettkämpfe die jeweils drei Erstplazierten Pokale und Sektflaschen In Empfang nehmen konnten sie nach er folgreichen Begegnungen die Spieler de Teams„Die Kaputnix 04“,„FC Arsenal Küm merling 90 e.V.“,„Die Pfostenlecker“(Fuß ball),„Gremlins“, ‚Volleyhollics“,„Scheif egal“(Volleyball),„Balla-Balla“,„Dream team“ und„FC Babelsberg III“(Streetball) Wer sich nicht in jenen eher klassischer Sportarten ausprobieren wollte, hatte wäh rend des Festes trotzdem Gelegenheit zun Mitmachen oder zumindest Aufnehmen vor Anregungen. Spaß an der Freude boten bei spielsweise Badminton-Matches, Aerobic und Karatevorstellungen. Ein Fahrrad-Haus stellte zudem Modelle vor, die zur Testfahr animierten. Der eigenen Bewegungslus konnte Mann, Frau oder Kind schließlich au der Hopseburg nachgehen. Zur Verfügunc gestellt hatte sie die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam.
Mit von der Partie war gleichfalls ein Stanc der Deutschen Angestellten Krankenkasse Die Einrichtung ist seit dem Winterseme ster 1996/97 Partner des Zentrums für Hoch schulsport und unterstützt dessen Mitarbei ter bei zahlreichen Vorhaben. PG
Im Streetball gab es so viele Teilnehmer wie noch nie.
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PUTZ 6/98