der verbundenen, viergeschossigen Einzelgebäuden, die sich mit ihrer Bauhöhe unterhalb der Baumwipfel halten. Die Fassade der modernen Bauten benutzt die gleichen gelben Klinker mit roten Zierstreifen wie die historischen Gebäude. So lehnt sich der Neubau mit seinen Stilelementen unter Wahrung des Landschaftsschutzes an die Solitärbauten der traditionsreichen Institu‚je des Telegrafenberges an. GFZ
Wissenschaftsrat zum Teilzeitstudium
Seit einigen Jahren zeichnet sich der Trend ab, daß die Studierenden die für das Studiım aufgebrachte Zeit zugunsten von Erwerbstätigkeiten reduzieren. Mit den Empfehlungen zur Differenzierung des Studiıms durch Teilzeitstudienmöglichkeiten trägt der Wissenschaftsrat diesen Veränderungen im Studierverhalten Rechnung.
Für Studierende mit Familienpflichten und für diejenigen, die eine Verbindung mit beruflicher Praxis während ihres Studiums ıalten oder aufbauen wollen, sollten daıach Teilzeitstudienmöglichkeiten eröffnet werden. Niveau, Art und Umfang der Stuldienanforderungen sollten dabei insgezamt nicht von einem vergleichbaren Vollzeitstudium abweichen. Deshalb sei auch Jei Teilzeitstudien eine zeitliche Obergrenze notwendig. Nach Auffassung des Wiszenschaftsrates kann sie die für ein Vollzeitstudium vorgesehene Regelstudienzeit ım bis zu zwei Drittel überschreiten. Die vom Wissenschaftsrat empfohlene Moduarisierung von Studiengängen in Verbinlung mit Leistungspunktsystemen erhöht lie Transparenz der Studiengangsstruktur, stärkt die Selbstverantwortung der Studie‚enden und ermöglicht die Anerkennung von in der beruflichen Praxis erbrachten, studiengangsbezogenen Leistungen. Auch lie Einführung eines Studiensystems mit gestuften Abschlüssen kann die Möglichkeiten der individuellen Studien- und Berufsplanung erweitern. WR
Neue Personalstellenstatistik vorgelegt
Im Jahr 1996 standen den Hochschulen 323.259 Personalstellen zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr ist der Stellenbestand leicht zurückgegangen. Dies geht aus den Zahlen der neuesten Umfrage des Wissenschaftsrates bei den Ländern hervor, die in dem Band„Personalstellen der Hochschulen 1996“ veröffentlicht sind. Die seit 1992 deutlichen Stellenverluste in den neuen Ländern haben sich in abgeschwächter Form fortgesetzt. In den alten Ländern hat sich der Stellenbestand auf dem Niveau der Vorjahre gehalten. Die Statistiken zeigen, daß sich die Personalstellenstruktur an den
Hochschulen der neuen Länder sukzessiv an die des früheren Bundesgebietes angeglichen hat. Die Entwicklung des Stellenbestandes verlief nach Hochschularten unterschiedlich. So ist der Stellenbestand an den Fachhochschulen seit 1992 kontinuiertlich gestiegen. 1996 gab es gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 973 Stellen(3,7 Prozent) auf 27.287. In den neuen Ländern hat sich die Stellenentwicklung mit dem im wesentlichen abgeschlossenen Ausbau der Fachhochschulen verlangsamt. Trotz Stellenrückgangs hat sich die Betreuungsrelation an den Hochschulen seit Anfang der 90er Jahre geringfügig verbessert. Auf eine Stelle wissenschaftliches Personal entfielen im Jahr 1991 in den alten Ländern noch 21 Studierende; 1996 waren es für das gesamte Bundesgebiet 18 Studierende. Mit dem sukzessiven Stellenabbau in den neuen Ländern bei gleichzeitig steigenden Studentenzahlen nähert sich die Betreuungsrelation für das Bundesgebiet langsam an die ungünstigen Werte der alten Länder vor der deutschen Vereinigung an.
Auch an den Fachhochschulen ist die Zahl der Studierenden pro Stelle wissenschafftliChes Personal zurückgegangen, von 28 im Jahr 1993 auf 26 in 1996. Während sich in den neuen Ländern die Betreuungsrelationen mit der Nachfrage nach dieser Hochschulart verschlechtert haben, führten in den alten Ländern spezielle Ausbauprogramme für Fachhochschulen zu günstigeren personellen Ausstattungszahlen.
Die Veröffentlichung„Personalstellen der Hochschulen 1996“(Drs. 3502/98) kann bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates schriftlich angefordert werden. pm.
Hochschulbau bleibt unterfinanziert
Der Wissenschaftsrat hat in Mainz Empfehlungen für den Hochschulbau in den Jahren 1999-2002 verabschiedet. Im Ergebnis beziffert das Gremium den Finanzbedarf für empfohlene Vorhaben von 1999 bis zum Jahr 2002 auf 15,8 Mrd. DM. Allein für 1999 sind danach 4,7 Mrd. DM erforderlich. Davon entfallen rund 32 Prozent auf die Medizin und rund 17 Prozent auf die Fachhochschulen. Zu den empfohlenen neuen Vorhaben zählen beispielsweise der erste Bauabschnitt für das Klinikum Jena-Lobeda und ein Neubau für die Universitätsbibliothek in Greifswald.
Die Finanzsituation der Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau bleibt auch weiterhin außerordentlich angespannt. Zwar liegt das Empfehlungsvolumen um rund 600 Mio. DM unterhalb dessen, was für das erste Jahr des vorausgegangenen Rahmenplans empfohlen worden war. Diese Reduktion geht jedoch fast vollständig zu Lasten der Großgeräte, deren Finanzanteile gegen
über den Anmeldungen der Länder erstmals deutlich gekürzt wurden. Der Wissenschaftsrat reagiert damit auf die Praxis des zuständigen Bund-Länder-Gremiums, das in den vergangenen Jahren die vom Wissenschaftsrat erforderlich erachteten Finanzansätze für Großgeräte zuletzt um mehr als 50 Prozent gekürzt hatte, um den festgeschriebenen Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung einhalten zu können. Der Bund hat den Empfehlungen zum Rahmenplan für den Hochschulbau in der Sache, nicht jedoch im Hinblick auf das für erforderlich erachtete Mittelvolumen von 4,7 Mrd. DM zugestimmt. Für das erste Jahr des Rahmenplans werden voraussichtlich nur 3,6 Mrd. DM zur Verfügung stehen. Darüber hinaus zeichnet sich ab, daß die Einbeziehung von Finanzierungskosten bei Leasingvorhaben in die Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau zu erheblichen zusätzlichen Belastungen des ohnehin unterkritischen Mittelkontingents von 3,6 Mrd. DM führen wird. Der Wissenschaftsrat hat von Beginn an auf diese Gefahr hingewiesen, sich jedoch mit seinem Anliegen, Zinslasten auch bei Leasingvorhaben aus dem Etat der Finanzminister zu finanzieren, nicht durchsetzen können. WR
DAAD-Außenstelle eröffnet
Am 9. Juni 1998 wurde in Warschau die AuBenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes(DAAD) offiziell eröffnet. Polen sei für den DAAD mittlerweile der wichtigste Partner in Mittel- und Osteuropa geworden, so DAAD-Präsident Berchem bei der Einweihung.
Bereits vor 40 Jahren vergab der DAAD die ersten Stipendien an polnische Studierende für einen Studienaufenthalt in der Bundesrepublik. Bis 1970 wurden insgesamt rund 600 Personen gefördert. Im Laufe von nur zehn Jahren stieg schließlich die Zahl der Studienaufenthalte um das Fünffache auf insgesamt 3.200. Seit dem Inkrafttreten des deutsch-polnischen Vertrages im Jahre 1991 sind es inzwischen jährlich rund 3.200 Wissenschaftler, Graduierte und Studenten, deren Studien und Forschungen der DAAD im jeweils anderen Land fördert. Dabei entfallen circa 75 Prozent auf den Aufenthalt polnischer Gäste an deutschen Hochschulen und Forschungsstätten sowie 25 Prozent auf den von Deutschen an polnischen Universitäten. Von 322 unterschiedlichsten Kooperationen zwischen deutschen und polnischen Hochschulen fördert der DAAD 130 vertraglich besiegelte Partnerschaften. Zur Zeit arbeiten 26 DAAD-Lektoren im Fachgebiet Deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde an polnischen Universitäten und Hochschulen. Damit ist Polen im Vergleich zu den übrigen Ländern Mittel- und Osteuropas Spitzenreiter. pm.
PUTZ 6/98
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