Heft 
(1.1.2019) 06
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Deutsch-Russische Begegnungen im Zeitalter der Aufklärung

Die Stiftung Preußische Schlösser und Cär­ten zeigt noch bis 16. August 1998 in der Orangerie im Neuen Garten in Potsdam die AusstellungDeutsch-Russische Begegnun­gen im Zeitalter der Aufklärung. Anhand von Reproduktionen zeitgenössischer Dokumen­te und Porträts aus deutschen und russi­schen Archiven und Bibliotheken berichtet die Ausstellung über die Begegnungen von Deutschen und Russen im Zeitalter der Auf­klärung. Sie wurde initiiert vom Schriftsteller und Menschenrechtler Lew Kopelew, der seit 1982 an der Wuppertaler Universität ein Projekt zur Erforschung deutsch-russischer Fremdenbilder leitete. Nach Wupptertal, Berlin, Halle, Speyer, Gotha, Eutin, Darm­stadt, Köln und München ist die Exposition nun in Potsdam zu sehen. Sie war das letzte große Projekt von Lew Kopelew, der damit das Anliegen verband:Deutsche und Rus­sen müssen endlich die wahre Geschichte der gegenseitigen Beziehungen kennenler­nen. Deshalb wandert unsere Ausstellung von Stadt zu Stadt in Rußland und Deutsch­land. Sie soll das Licht der Aufklärung aus­strahlen, die Ideen der geschwisterlichen Verbindungen zwischen unterschiedlichen Völkern. Heutzutage sind die Erkenntnisse aus der Vergangenheit, die Traditionen der freundschaftlichen Verbindungen zwischen Leibniz und Peter dem Großen, zwischen dem russischen Universalgelehrten Lomo­nNOoSsow und seinen deutschen Kollegen und Freunden eben die guten Lehren der Ge­schichte, die eine fniedliche und humane Gegenwart und Zukunft aufzubauen helfen. Die Ausstellung ist täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Ein­tmitt ist frei. Stiftung

Allegorie auf die Versöhnung Friedrichs II. mit König Adolf Friedrich von Schweden und dem

russischen Zaren Peter II.(1762). Abb.: zg.

Grundsteinlegung für Internationales Begegnungszentrum

Kürzlich legte der brandenburgische Wis­senschaftsminister Steffen Reiche den Grundstein für das Internationale Begeg­nungszentrum(IBZ). Wissenschaftler und Gastwissenschaftler der Potsdamer Hoch­schulen erhalten auf dem Campus der Fach­hochschule in der Pappelallee ein neues Domizil. Gegenwärtig verfügen die Hoch­schulen nur über geringe Unterbringungs­möglichkeiten für Gäste. Räumliche Mög­lichkeiten für die Kommunikation der interna­tionalen Gastwissenschaftler untereinander und mit ihren deutschen Kollegen fehlen völlig. Das Objekt soll zum Jahresende 1998 übergeben werden. Die Innutzungnahme ist für Anfang 1999 vorgesehen.

Das IBZ Potsdam wird über 24 Wohneinhei­ten verfügen, davon vier Einraum-, fünf Zweiraum-, vier Dreiraum- und eine Vier­raumwohnung. Hinzu kommen 120 qm Be­gegnungsfläche. Das IBZ Potsdam wurde aus Mitteln des Hochschulentwicklungs­programms(HEP) finanziert und auf ver­traglicher Basis von der Alexander von Humboldt-Stiftung vorbereitet und ausge­führt. Der finanzielle Aufwand ohne Grund­stück beträgt ca. 5,1 Mio. DM.

Bei der Grundsteinlegung betonte Minister Reiche:Erst die persönlichen Begegnun­gen und Beziehungen zwischen Wissen­schaftlern und nicht schon deren bloße Kom­munikation, selbst mittels Bildtelefon oder Videokonferenzschaltung schaffen eine an­genehme und erfolgreiche Atmosphäre. Aufgabe des IBZ sei nicht allein die Lösung der Wohnprobleme der Gastwissenschaftler. Vielmehr bilde erst die Verbindung des Woh­nens mit den räumlichen Möglichkeiten des Gedankenaustausches die Voraussetzung für ein intensives Gespräch. MWFK

Institut für Medienpraxis und Medienwissenschaft gegründet

Neu etabliert in der Potsdamer Wissen­schafts- und Forschungslandschaft hat sich das Erich Pommer Institut e.V. für Medien­praxis und Medienwissenschaft(EPI). Fi­nanzielle Förderung kommt von der AGICOA Urheberschutz GmbH. Die Instal­lierung des Instituts geht auf eine Initiative der Landesregierung Brandenburg zurück. Hauptanliegen des EPI ist die praxisnahe Weiterbildung am Standort Babelsberg. Ge­meinsam mit seinen Partnern aus Wissen­schaft und Praxis wird das Institut markt- und praxisorientierte Fortbildungskonzepte ent­wickeln. Aufgabenschwerpunkte sind zu­nächst Medienmanagement und Medien­recht.

Als Forum von Medien, Politik, Wirtschaft,

Kultur und Wissenschaft will man sich auch mit medienpolitischen Fragestellungen be schäftigen und so eine institutionalisierte, unabhängige Politikberatung ermöglichen Den Mitarbeitern der Einrichtung geht es um ein flexibles Reagieren auf neue Ent wicklungen. Grundlage hierfür bildet die Vernetzung mit Medienunternehmen und Hochschulen sowie eine schlanke Organi sation. Bei der Entwicklung seiner Weiter bildungsprogramme arbeitet das EPI mi zahlreichen Partnern, wie beispielsweise der Universität Potsdam, der Freien Univer sität Berlin, der Hochschule für Film unc FernsehenKonrad Wolf in Potsdam-Ba belsberg, dem Studio Babelsberg, den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg unc vielen anderen zusammen. Ein erstes Semi nar gemeinsam mit dem IHK Bildungszen trum Potsdam zuExistenzgründung in Medienbereich findet Ende Septembeı statt. Die Entwicklung eines internationaler AufbaustudiengangsMedienmanagement beginnt im Herbst dieses Jahres.

Das Institut ist nach dem wichtigsten Ba belsberger Produzenten der zwanziger Jah re benannt. Pommer war verantwortlich: Filme wieDas Cabinet des Dr. Caligarıi Die Nibelungen,Der Blaue Engel,Me tropolis,Die Drei von der Tankstelle Nach seiner Emigration 1933 arbeitete er ir Frankreich, England und den USA und för derte nach 1945 den Wiederaufbau de deutschen Filmindustrie. mt

Neubauten des GeoForschungsZentrums eingeweiht

Am 2. Juni dieses Jahres übergab Dr. Jürger Rüttgers, der Bundesminister für Bildung Wissenschaft, Forschung und Technologie im Beisein des brandenburgischen Mini sterpräsidenten, Dr. Manfred Stolpe, unc Wissenschaftsminister Steffen Reiche Neu bauten des GeoForschungsZentrums. Drei einhalb Jahre baute größtenteils heimi schen Firmen an einem der größten Vorha ben in Potsdam. 83 Mio. DM kostete da: neue Zentrum. Weitere zwölf Mio. DM wur den in ein Nebengebäude investiert, wel ches zentrale Einrichtungen des Wissen schaftsparkes, wie Kongreßzentrum, Hör saal und Kantine, beherbergt. Die ungefäh' 570 Mitarbeiter des Zentrums arbeiteter seit der Gründung der Institution 1992 in verschiedenen Gebäuden auf dem gesam ten Telegrafenberg und in Potsdam. Die da maligen Räumlichkeiten entsprachen nicht den Anforderungen an einen modernen Laborbetrieb. Mit dem modernen Neubau schufen die Bauherren nun die Vorausset­zung für ein gemeinsames Dach der Geo­wissenschaftler.

Die neuen Institutsgebäude bestehen aus sechs durch Brückenbauwerke miteinan­

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PUTZ 6/98