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(1.1.2019) 07
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ZIELVEREINBARUNG ZUR STRUKTURANPASSUNG ZWISCHEN DER UNIVERSITÄT UND DEM WISSENSCHAFTSMINISTERIUM

Erstmals wurde vom neuen Steuerungs­instrument der Zielvereinbarung zwi­schen Universität und Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) Gebrauch gemacht.

Anlaß war die Festlegung eines Stellen­abbaus auf der Grundlage der Ausstat­tungskennziffern des Hochschulentwick­lungsplans zur Ausstattung mit wissen­schaftlichem, nichtprofessoralen Pesonal für die Universität. Das MWFK verlangte von der Universität auf der Berechnungs­grundlage einer Struktur von 209 Professu­ren eine personenscharfe Zuordnung der nicht in die Struktur einzuordnenden Mitar­beiter zu einem Überhang und schließlich den Abbau von 105 Stellen bis zum Jahr 2001. Ziel der Universität war es demgegen­über, eine Sonderfinanzierung der Mitarbei­ter im Überhang neben der Finanzierung der Strukturstellen bis zum natürlichen Ab­bau zu erreichen.

Dieses Ziel der Universität konnte wegen der schwierigen Finanzlage des Landes und der Vorgabe des Parlaments zum Stellenabbau im Öffentlichen Dienst des Landes nicht rea­lsiert werden, Da feststand, daß die Zuwei­Sung neuer Stellen für den Strukturausbau nicht erwartet werden konnte, galt es, einen Umbaukorridor für die Universität zur Weiter­führung des Strukturausbaus und zur Förde­rung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus freiwerdenden Stellen des Überhangs zu sichern.

Mit dem Abschluß der Zielvereinbarung konnte nunmehr erreicht werden, daß der Personalabbau nach Maßgabe der zur Ver­fügung stehenden sozialverträglichen In­strumente bis zum Jahr 2001 auf 90 Stellen begrenzt wird. Im übrigen sind betriebsbe­dingte Kündigungen ohne Rückgriff auf sozialverträgliche Instrumente zu vermei­den. Ferner darf die Universität aus den frei werdenden Stellen jede dritte Stelle, also insgesamt 30 Stellen, als Umbaukorridor zur Ausstattung neuer Professuren behal­ten. Die Vereinbarung enthält darüber hin­aus eine Bemühensklausel für das Ministe­rum, fünf weitere Stellen zusätzlich zur Ver­fügung zu stellen. Für die Ausbauziel­planung ist vereinbart, jährlich mindestens fünf neue Professuren auf der Grundlage der prioritären Strukturplanung von vorläu­fig 190 Professorenstellen auszustatten. Für die Hochschulleitung ist diese Zielver­einbarung ein vertretbarer Kompromiß. Es ist zwar nicht gelungen, den Bedarf von noch rund 50 im Haushalt fehlenden Struk­turstellen wissenschaftlichen Personals für die Verwirklichung der prioritären Struktur von vorläufig. 190 Professoren zu decken.

Dieser Bedarf setzt sich zusammen aus den nach dem Hochschulentwicklungsplan den einzelnen Professuren zugeordneten Wis­senschaftlerstellen und den durch Beru­fungszusagen vor Erlaß des Hochschulent­wicklungsplans für eine Professur gebun­denen rund sechs Wissenschaftlerstellen. Die Universität gewinnt jedoch mit der Ver­einbarung Planungssicherheit für den wei­teren Strukturausbau bis zum Jahre 2001. Die Zielvorgabe der Einrichtung von jähr­lich fünf Professuren ist im Hinblick auf die mittelfristige Finanzplanung des Landes realistisch, im Hinblick auf den Investitions­bedarf und den Bedarf an laufenden Mitteln für diese Professuren, insbesondere bezo­gen auf die Mathematisch-Naturwissen­schaftliche Fakultät, sogar ehrgeizig. Zu bedenken war hierbei auch, daß die einge­gangenen Verpflichtungen bei bereits ab­geschlossenen Berufungsverfahren, auch

UNI POTSDAM MIT NEUEM VERTRAGSPARTNER

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu ver­stärkter Zusammenarbeit der Universität Pots­dam mit außeruniversitären Forschun gseinrich­tungen wurde noch im vergangenen Monat gesetzt. Nachdem bereits einer der Direktoren des GMD(Gesellschaft für Mathematik und Da­tenverarbeitung)-Forschungsinstituts für Rech­nerarchitektur und Softwaretechnik Berlin eine Honorarprofessur an der Uni bekleidet, erfolgte jetzt der Abschluß eines Kooperationsvertrages Zwischen dem GMD-Forschungszentrum für Informationstechnik und der Hochschule. Das Papier unterzeichneten Prof. Dr. Wolfgang Lo­schelder(Mitte) für die Universität und Prof. Dr. Stefan Jähnichen(l.) sowie Dr. Heinz-Georg Sundermann(r.) für die neue Partnereinrich­tung. Zum GMD-Forschungszentrum für Infor­

bei der personellen Ausstattung, noch nic t voll erfüllt sind. Die Universität hat sich mit der Zustimmung zur Begrenzung des wei. teren Ausbaus ab 1999 entschieden, dem qualitativen vor dem quantitativen Ausbau Priorität zu geben. Ausschlaggebend{ den Abschluß dieser Zielvereinbarung wa auch, daß die Universität für die Laufzeit de Vereinbarung beim wissenschaftlichen Per. sonal von weitergehenden Stellenkürzun­gen ausgenommen bleibt.; Die Zukunft muß zeigen, ob es mit dem neu: en Instrument der Zielvereinbarung gelingt, Planungssicherheit für einen Zeitraum z gewinnen, der über die nächste Steuerschät­zung und über das laufende Haushaltsjah hinausreicht. Die Nagelprobe auf den pclhi­tischen und vertraglichen Bindungswille des Ministeriums für Wissenschaft, For­schung und Kultur kann mit dieser Zielver­einbarung gemacht werden. Alfred Klein

- Te

; N mationstechnik GmbH, einer Großforschungs­stätte des Bundes mit Sitz in St. Augustin bei Bonn, gehören insgesamt acht Institute. Die nun vertraglich fixierte Zusammenarbeit betrifft in Potsdam vorrangig das Institut für Informatik. Kern der Vereinbarung ist neben der geme1n­samen Nutzung von Gegenständen und Einrich­tungen und der Möglichkeit zur Mitwirkung von GMD-Mitarbeitern in der Lehre auch die ge­meinsame Berufung einer Professur für Neuro­nale Netze/Zeitreihenanalyse. Das Fachgebiet beschäftigt sich mit der Klassifikation und Ana­Iyse vorhandener Datenreihen mittels Neuro­naler Netze, wie sie beispielsweise bei Wetter­beobachtungen und Schadstoffmessungen an­fallen, auch um Vorhersagen daraus ableiten zu können. RG./Foto:Tribukeit

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