KOOPERATION MIT ÄGYPTISCHER UNIVERSITÄT
Mitte August weilte eine Delegation der Universität Zagazıg an der Potsdamer Hochschule. Beide Einrichtungen verbindet seit 1995 ein Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit bei archäologischen Grabungen in Tel Batsa. Der Vizepräsident der ägyptischen Universität, Prof. Dr. Ahmed Hashem Bassiony(2.v.r.), Prof. Dr. Fansı R. Hassanien(l.) und Dr. Mahmoud Omar
vom Institut für Nahöstliche Studien(r.) trafen sich mit Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder(Mitte) und Dr. Christian Tietze (2.v.1.) aus dem Historischen Institut zu Vertragsverhandlungen. Prof. Loschelder brachte seine Erwartung zum Ausdruck, daß sich die zukünftige Zusammenarbeit auf weitere Fachgebiete ausweitet, B.E./Foto: Fritze
IN FAKULTÄTENTAG AUFGENOMMEN
Auf der Plenarversammlung des Philoso. phischen Fakultätentages in Saarbrücken wurden Ende Juni dieses Jahres die beiden Philosophischen Fakultäten der Universität Potsdam als Mitglieder aufgenommen. Mit Potsdam als 45. Mitglied sind rund zwei Drittel aller Universitäten mit Geisteswissenschaften Mitglied.
Der Philosophische Fakultätentag wurde 1968 gegründet. Er versteht sich als Cie Vertretung der Philosophischen Fakultäten und der ihnen entsprechenden FachberaiChe der wissenschaftlichen Hochschulen in der Bundesrepublik. In seinen Entschließungen erläutert und begründet der Phi!osophische Fakultätentag seine Vorstellungen, seine Kritik und seine Vorschläge zur Bewältigung eines weitgefaßten Spektrums an Problemen in Forschung, Lehre und Su dium im Bereich der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer, deren Studium m der Erlangung des philosophischen Doktorgrades abgeschlossen werden kann. De Germanist Prof. Dr. Hans-Jürgen Bachorsk wird als ständiger Delegierter die Philosophischen Fakultäten der Potsdamer Hochschule im Fakultätentag vertreten. 29.
„VIELFALT STATT EINFALT“
Potsdamer Studierende Preisträger im Landeswettbewerb gegen Fremdenfeindlichkeit
Brandenburg hat wegen rechtsextremistischer Straftaten negative Schlagzeilen. Daß aber auch über Positives berichtet werden kann, zeigte das Ergebnis des Wettbewerbs ‚Vielfalt statt Einfalt“. Ausgezeichnet wurden dabei am 19. August 1998 Jugendgruppen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich öffentlich gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren. Zu den Preisträgern gehören Studentinnen und Studenten der Universität Potsdam mit ihrem Projekt„Jiddische Lieder und Texte“. Als Belohnung für ihr Engagement sind sie in das Generalkonsulat des Staates Israel eingeladen worden.
In der vom Juso-Landesverbandsvorsitzenden, Harald Sempf, und der brandenburgischen Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Dr. Regine Hildebrandt, verliehenen Urkunde wird
die Hoffnung ausgedrückt, daß das Projekt zum Verständnis der Kulturen und Menschen beitragen möge. Das’ist auch die erklärte Absicht des Studiengangs„Jüdische Studien“, denn Unkenntnis fördert Vorurteile, und Antisemitismus und Fremdenfeind
Die Lehrbeauftragte Elvira Grözinger(l.) und die Studentin Vera Oelbracht(2. v1.) erhielten stellvertretend für alle Mitwirkenden am Projekt„Jiddische Lieder und Texte” eine Urkunde im Wettbewerb„Vielfalt statt Einfalt“. Hier bei der Auszeichn ung mit Ministerin Dr. Regine Hildebrandt(3.v.r.), Juso-Landesverbandsvorsitzendem Harald Sempf(2.v.r.) und der Generalkonsulin des Staates Israel, Miryam Shomrat.
Foto: Tribukeit
lichkeit werden von Vorurteilen genährt Im Studium erwerben die Studierenden Hebräisch- und Jiddischkenntnisse, die den Zugang zur jüdischen Kultur, auch der von den Nationalsozialisten vernichteten, ermöglichen.
Nachdem der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Karl Erich Grözinger und die Lehrbeauftragte für Jiddisch, El'nra Grözinger, mit Jiddisch-Studenten und einem israelischen Theaterregisseur bereits ein jiddisches Stück Berlin und Potsdam aufgeführt haben, wurde das Projekt„Jiddische Kultur in Osteuropa“ mit jiddischen Liedern und Texten unter der Leitung der Sängerin und Schauspielerin Jalda Rebling ein Semester lang fortgefüh — inzwischen gestützt auf die jiddische Bibliothek und de Nachlaß des Bukarester Dramaturgen und jiddische Schriftstellers Israil Bercovicl der gegenwärtig im Bereic Religionswissenschaft bearbeitet wird. E.G.
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PUTZ 7/98