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(1.1.2019) 07
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KOOPERATION MIT ÄGYPTISCHER UNIVERSITÄT

Mitte August weilte eine Delegation der Uni­versität Zagazıg an der Potsdamer Hochschule. Beide Einrichtungen verbindet seit 1995 ein Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit bei archäologischen Grabungen in Tel Batsa. Der Vizepräsident der ägyptischen Universität, Prof. Dr. Ahmed Hashem Bassiony(2.v.r.), Prof. Dr. Fansı R. Hassanien(l.) und Dr. Mahmoud Omar

vom Institut für Nahöstliche Studien(r.) trafen sich mit Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder(Mitte) und Dr. Christian Tietze (2.v.1.) aus dem Historischen Institut zu Vertrags­verhandlungen. Prof. Loschelder brachte seine Erwartung zum Ausdruck, daß sich die zukünf­tige Zusammenarbeit auf weitere Fachgebiete ausweitet, B.E./Foto: Fritze

IN FAKULTÄTENTAG AUFGENOMMEN

Auf der Plenarversammlung des Philoso. phischen Fakultätentages in Saarbrücken wurden Ende Juni dieses Jahres die beiden Philosophischen Fakultäten der Universität Potsdam als Mitglieder aufgenommen. Mit Potsdam als 45. Mitglied sind rund zwei Drittel aller Universitäten mit Geisteswis­senschaften Mitglied.

Der Philosophische Fakultätentag wurde 1968 gegründet. Er versteht sich als Cie Vertretung der Philosophischen Fakultäten und der ihnen entsprechenden Fachberai­Che der wissenschaftlichen Hochschulen in der Bundesrepublik. In seinen Entschlie­ßungen erläutert und begründet der Phi!sophische Fakultätentag seine Vorstellun­gen, seine Kritik und seine Vorschläge zur Bewältigung eines weitgefaßten Spektrums an Problemen in Forschung, Lehre und Su dium im Bereich der geistes- und sozialwis­senschaftlichen Fächer, deren Studium m der Erlangung des philosophischen Dok­torgrades abgeschlossen werden kann. De Germanist Prof. Dr. Hans-Jürgen Bachorsk wird als ständiger Delegierter die Philoso­phischen Fakultäten der Potsdamer Hoch­schule im Fakultätentag vertreten. 29.

VIELFALT STATT EINFALT

Potsdamer Studierende Preisträger im Landeswettbewerb gegen Fremdenfeindlichkeit

Brandenburg hat wegen rechtsextremisti­scher Straftaten negative Schlagzeilen. Daß aber auch über Positives berichtet werden kann, zeigte das Ergebnis des Wettbewerbs ‚Vielfalt statt Einfalt. Aus­gezeichnet wurden dabei am 19. August 1998 Jugendgruppen, In­itiativen und Einzelper­sonen, die sich öffentlich gegen Fremdenfeind­lichkeit engagieren. Zu den Preisträgern gehö­ren Studentinnen und Studenten der Universität Potsdam mit ihrem Pro­jektJiddische Lieder und Texte. Als Beloh­nung für ihr Engagement sind sie in das General­konsulat des Staates Isra­el eingeladen worden.

In der vom Juso-Landes­verbandsvorsitzenden, Harald Sempf, und der brandenburgischen Mini­sterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Dr. Regine Hildebrandt, verliehenen Urkunde wird

die Hoffnung ausgedrückt, daß das Projekt zum Verständnis der Kulturen und Men­schen beitragen möge. Dasist auch die er­klärte Absicht des StudiengangsJüdische Studien, denn Unkenntnis fördert Vorurtei­le, und Antisemitismus und Fremdenfeind­

Die Lehrbeauftragte Elvira Grözinger(l.) und die Studentin Vera Oelbracht(2. v1.) erhielten stellvertretend für alle Mitwirkenden am ProjektJiddische Lieder und Texte eine Urkunde im WettbewerbVielfalt statt Einfalt. Hier bei der Auszeichn ung mit Ministerin Dr. Regine Hildebrandt(3.v.r.), Juso-Landesverbandsvorsitzendem Harald Sempf(2.v.r.) und der Generalkonsulin des Staates Israel, Miryam Shomrat.

Foto: Tribukeit

lichkeit werden von Vorurteilen genährt Im Studium erwerben die Studierenden Hebräisch- und Jiddischkenntnisse, die den Zugang zur jüdischen Kultur, auch der von den Nationalsozialisten vernichteten, ermöglichen.

Nachdem der Religionswis­senschaftler Prof. Dr. Karl Erich Grözinger und die Lehr­beauftragte für Jiddisch, El'ra Grözinger, mit Jiddisch-Stu­denten und einem israeli­schen Theaterregisseur be­reits ein jiddisches Stück Berlin und Potsdam aufge­führt haben, wurde das Pro­jektJiddische Kultur in Ost­europa mit jiddischen Lie­dern und Texten unter der Leitung der Sängerin und Schauspielerin Jalda Rebling ein Semester lang fortgefüh inzwischen gestützt auf die jiddische Bibliothek und de Nachlaß des Bukarester Dra­maturgen und jiddische Schriftstellers Israil Bercovicl der gegenwärtig im Bereic Religionswissenschaft bear­beitet wird. E.G.

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