MATHENACHWUCHS AUS ALLER WELT NACH POSTDAM EINGELADEN
Schüler stellten eigene Arbeiten und Ideen auf dem„Junior Mathematical Congress” vor
120 mathematikbegeisterte Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren waren gekommen, als das Institut für Mathematik der Universität Potsdam in diesem Sommer parallel zum großen Weltkongreß der Mathematiker einen Satellitenkongreß für Schülerinnen und Schüler veranstaltete. Die Mädchen und Jungen aus allen Teilen Deutschlands, aus Ungarn, Frankreich, Rußland, der Ukraine, Moldova, Polen, Runänien, der Schweiz und sogar aus Kasachstan und Taiwan widmeten sich vom 17. bis zum 22. August 1998 intensiv der Mathematik. Sie hörten Vorträge internaional bekannter Mathematiker, unter ihıen Prof. Dr. Friedrich Hirzebruch, Ehrendoktor der Potsdamer Universität, und :onnten an der Eröffnungzeremonie des International Congress of Mathematics“ n Berlin teilnehmen.
\m ersten Konferenztag lernten sich die Teilıehmer bei einer Eröffnungparty in der Mena kennen. In den folgenden Tagen stellten je die Ergebnisse ihrer eigenen BeschäftiJung mit mathematischen Fragestellungen n 24 Vorträgen und in Posterrepräsentatio
Schüler beschäftigen sich mit einem mathematischen Puzzle: Aus Quadraten unterschiedlicher Größe
entsteht so ein großes Quadrat.
nen vor. Die Kommunikation(meist auf Englisch) klappte problemlos, Freundschaften wurden geknüpft. Dazu trugen auch eine abendliche Fahrt auf der Havel, ein Ausflug nach Berlin und ein Crillabend in Petzow bei.
SOMMERSPRACHKURS„SANS SOUCI‘98*
In diesem wie im vergangenen Jahr trafen sich im August für drei Wochen ausländische Abiturienten, Studierende und Hochschullehrer verschiedener Fachrichtungen zum Internationalen Sommersprachkurs„Sans Souci“ an der Universität Potsdam. Diesmal stand der Kurs unter dem Motto„Potsdam in Brandenburg an der Schwelle eines neuen Jahrtausends— Traditionen und Projekte“, Die 43 Teilnehmer aus 18 Ländern waren Stipendiaten des Akademischen Austauschdienstes(DAAD), freie Bewerber oder kamen von Partnerhochschulen der Potsdamer Hochschule. Das Akademische Auslandsamt und das Institut für Germanik der Uni boten wie
der ein umfang- und abwechslungsreiches Programm. Es beinhaltete die Schwerpunktkurse: Politische, wirtschaftliche und juristische Konzepte einer Region als Bindeglied zwischen Ost und West; Kunstgeschichte und KunstentwickJung in der Region Brandenburg sowie Sprache und Literatur auf dem Weg in die Zukunft. Die Kursanten verbesserten nicht nur in Vorlesungen, Seminaren und Übungen ihre Sprachkenntnisse. Sie hatten ebenso Begegnungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, erkundeten die Stadt(unser Foto) und die nähere Umgebung, besuchten Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen. B.E./Foto: Fritze
Foto: Tribukeit
Bei der Abschlußveranstaltung wurden besonders aktive Teilnehmer mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet, und Dr. Peter Körtesi(Miskolc) lud zum Mathematischen Sommercamp 1999 nach Ungarn ein.
Der Kongreß wurde vom Institut für Mathematik zusammen mit dem brandenburgischen Landesverein zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V. organisiert und stand unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Herbert Knoblich. Wichtig war die Unterstützung des brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Stadtverwaltung Potsdam, der Firmen SUN, Max Bögl, Texas Instruments, Casio, der Berliner Volksbank, des Cornelsen-Verlages und des MNU e.V. Dank der Spenden einer Reihe von emeritierten Mathematik-Professoren konnten auch Jugendliche aus Osteuropa am Kongreß teilnehmen.
Dank für die Mühe der Organisation war die Begeisterung der Mädchen und Jungen, der Motivationsschub, den sie für die schöne und auch anstrengende Beschäftigung mit Mathematik mit nach Hause nahmen.
Die e-mail eines Teilnehmers, die die Organisatoren nach dem Kongreß erreichte, bringt das wohl auf den Punkt:„...noch einmal vielen Dank für den Mathekongreß und dafür, daß Sie mir die Gelegenheit gegeben haben, so viele Mathe-Leute kennenzulernen. Ich fange wahrscheinlich mit Ungarisch an und meine Apathie und meine NullbockHaltung in der Schule sind guten Vorsätzen gewichen.“ Vielleicht sind viele dieser hochmotivierten und leistungsbereiten jungen Leute bald Studenten der Universität Potsdam. Marlen Fritzsche
PUTZ 7/98
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