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(1.1.2019) 07
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MATHENACHWUCHS AUS ALLER WELT NACH POSTDAM EINGELADEN

Schüler stellten eigene Arbeiten und Ideen auf demJunior Mathematical Congress vor

120 mathematikbegeisterte Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren waren gekommen, als das Institut für Mathema­tik der Universität Potsdam in diesem Som­mer parallel zum großen Weltkongreß der Mathematiker einen Satellitenkongreß für Schülerinnen und Schüler veranstaltete. Die Mädchen und Jungen aus allen Teilen Deutschlands, aus Ungarn, Frankreich, Rußland, der Ukraine, Moldova, Polen, Ru­nänien, der Schweiz und sogar aus Ka­sachstan und Taiwan widmeten sich vom 17. bis zum 22. August 1998 intensiv der Mathematik. Sie hörten Vorträge interna­ional bekannter Mathematiker, unter ih­ıen Prof. Dr. Friedrich Hirzebruch, Ehren­doktor der Potsdamer Universität, und :onnten an der Eröffnungzeremonie des International Congress of Mathematics n Berlin teilnehmen.

\m ersten Konferenztag lernten sich die Teil­ıehmer bei einer Eröffnungparty in der Men­a kennen. In den folgenden Tagen stellten je die Ergebnisse ihrer eigenen Beschäfti­Jung mit mathematischen Fragestellungen n 24 Vorträgen und in Posterrepräsentatio­

Schüler beschäftigen sich mit einem mathematischen Puzzle: Aus Quadraten unterschiedlicher Größe

entsteht so ein großes Quadrat.

nen vor. Die Kommunikation(meist auf Eng­lisch) klappte problemlos, Freundschaften wurden geknüpft. Dazu trugen auch eine abendliche Fahrt auf der Havel, ein Ausflug nach Berlin und ein Crillabend in Petzow bei.

SOMMERSPRACHKURSSANS SOUCI98*

In diesem wie im vergangenen Jahr trafen sich im August für drei Wochen ausländische Abi­turienten, Studierende und Hochschullehrer verschiedener Fachrichtungen zum Internatio­nalen SommersprachkursSans Souci an der Universität Potsdam. Diesmal stand der Kurs unter dem MottoPotsdam in Brandenburg an der Schwelle eines neuen Jahrtausends Tradi­tionen und Projekte, Die 43 Teilnehmer aus 18 Ländern waren Stipendiaten des Akademischen Austauschdienstes(DAAD), freie Bewerber oder kamen von Partnerhochschulen der Potsdamer Hochschule. Das Akademische Auslandsamt und das Institut für Germanik der Uni boten wie­

der ein umfang- und abwechslungsreiches Pro­gramm. Es beinhaltete die Schwerpunktkurse: Politische, wirtschaftliche und juristische Kon­zepte einer Region als Bindeglied zwischen Ost und West; Kunstgeschichte und Kunstentwick­Jung in der Region Brandenburg sowie Sprache und Literatur auf dem Weg in die Zukunft. Die Kursanten verbesserten nicht nur in Vorlesun­gen, Seminaren und Übungen ihre Sprach­kenntnisse. Sie hatten ebenso Begegnungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, er­kundeten die Stadt(unser Foto) und die nähere Umgebung, besuchten Sehenswürdigkeiten und kulturelle Veranstaltungen. B.E./Foto: Fritze

Foto: Tribukeit

Bei der Abschlußveranstaltung wurden be­sonders aktive Teilnehmer mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet, und Dr. Peter Körtesi(Miskolc) lud zum Mathematischen Sommercamp 1999 nach Ungarn ein.

Der Kongreß wurde vom Institut für Mathe­matik zusammen mit dem brandenburgi­schen Landesverein zur Förderung mathe­matisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V. organisiert und stand unter der Schirmherrschaft des Land­tagspräsidenten Dr. Herbert Knoblich. Wichtig war die Unterstützung des bran­denburgischen Ministeriums für Wissen­schaft, Forschung und Kultur, der Stadtver­waltung Potsdam, der Firmen SUN, Max Bögl, Texas Instruments, Casio, der Berliner Volksbank, des Cornelsen-Verlages und des MNU e.V. Dank der Spenden einer Rei­he von emeritierten Mathematik-Professo­ren konnten auch Jugendliche aus Ost­europa am Kongreß teilnehmen.

Dank für die Mühe der Organisation war die Begeisterung der Mädchen und Jungen, der Motivationsschub, den sie für die schöne und auch anstrengende Beschäftigung mit Mathematik mit nach Hause nahmen.

Die e-mail eines Teilnehmers, die die Orga­nisatoren nach dem Kongreß erreichte, bringt das wohl auf den Punkt:...noch ein­mal vielen Dank für den Mathekongreß und dafür, daß Sie mir die Gelegenheit gegeben haben, so viele Mathe-Leute kennenzuler­nen. Ich fange wahrscheinlich mit Ungarisch an und meine Apathie und meine Nullbock­Haltung in der Schule sind guten Vorsätzen gewichen. Vielleicht sind viele dieser hoch­motivierten und leistungsbereiten jungen Leute bald Studenten der Universität Pots­dam. Marlen Fritzsche

PUTZ 7/98

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