„UNiversal“ AUF DEM WEG ZU DEN EHEMALIGEN
Maria Kröhnke engagiert sich für Alumni-Betreuung
Im März dieses Jahres sah man sie an der
Uni erstmals, nun liegt bereits die zweite Nummer der Nachkontakte-Zeitung„UNI
| versal“ des Akademischen Auslandsam
tes vor. Sie soll sich zu einer festen Grö
_ ße bei der Alumni-Betreuung entwickeln.
Mehr als 100„Ehemalige“ aus allen Erd
teilen, aber vorwiegend aus Europa, be
laundeten ihr Interesse an weiteren Kon
| takten mit ihrer Potsdamer Gastuni. Zwei| mal jährlich erscheinend, vermittelt„UNI— versal“ den ehemaligen Studierenden
und Gastwissenschaftlern Neues über
| die Hochschule ebenso wie über die Re
csion in deutscher und englischer Spra
| che. Zur Umsetzung des Anliegens fand
eich eigens für die Herausgabe dieser Zeitung ein Redaktionskollegium zusammen. Maria Kröhnke, Studentin der Ger_ manistik, Soziologie und Psychologie im
3. Semester, hat entscheidenden Anteil
_ am Gelingen des Projektes. Mit ihr sprach
Dr. Barbara Eckardt für PUTZ.
PUTZ: Wie entstand die Idee, für die Alumni eine spezielle Zeitung ins Leben zu rufen? Maria Kröhnke: Die Idee dazu hatte Antje jürger aus dem Akademischen Auslandsamt. Sie war die erste Leiterin des Projektes nd hat mich auch als studentische Hilfskraft engagiert. Jetzt führt Dr. Regina Neum das ’rojekt fort. Nachdem wir über ein Jahr daran gearbeitet hatten, wollten wir Fortschritte erreichen. Zunächst erstellten wir Frageböjen, um herauszufinden, welche Wünsche die Alumni haben. Später verschickten wir lie PUTZ, Vorlesungsverzeichnisse und Intormationen über Konferenzen an Interessenten. Außerdem richteten wir Internet-Seiten ein, um das Projekt bekannt zu machen. Wir überlegten weiter, was wir den bereits nit uns in Kontakt befindlichen Alumni anbieten könnten. So entstand die Idee, eine Zeitung herauszugeben. PUTZ: Wie kamen Sie auf den Namen UNIversal? Maria Kröhnke: Das war eine spontane
Idee von mir. Durch die Schreibweise UNIversal entsteht Zweideutigkeit: die Verbindung von Uni und„umfassend“ bzw.„weltweit“. Das trifft genau unser Anliegen. Die Zeitung ist eine Publikation der Uni und wird aufgrund der Adressaten in alle Welt verschickt. Der universelle Charakter zeigt sich auch in der Auswahl der Beiträge. PUTZ: In der ersten Ausgabe von„UNIversal“ riefen Sie Ihre Leser dazu auf, sich mit Rückmeldungen jeder Art an das Redaktionskollegium zu wenden. Wie war die Reaktion darauf?
Maria Kröhnke: Die Resonanz war leider relativ mager. Wir haben allerdings keinerlei negative Reaktionen erhalten. Einige Alumni hörten von der Zeitung und fragten nach. Wir wünschen uns natürlich Rückmeldungen, sowohl kritische als auch lobende. Denn wir wollen schon erfahren, ob unser Konzept auf die Wünsche und Bedürfnisse der Alumni zugeschnitten ist.
PUTZ: Welche Ideen wollen Sie in den folgenden Ausgaben verwirklichen?
Maria Kröhnke: Wir haben uns im Redaktionskollegium vorgenommen, jede Nummer zukünftig unter ein bestimmtes Thema zu stellen. Für die September-Ausgabe wählten wir ‚Wasser“ als verbindendes Element. Wir behalten die Rubriken(ANFANGs, NachKONTAKTE, UNIweit, STADTnah, WISSENswert, KunterBUNT) bei, ordnen ihnen jedoch Beiträge mit Inhalten zu, die die Thematik Wasser direkt oder indirekt berühren. So gibt es diesmal beispielsweise Beiträge über vegetationskundliche und -geschichtliche Untersuchungen im Feuchtgebiet Untere Havel, das Projekt„Gemeinsames Tauchen von Behinderten und Nichtbehinderten“, den Uni-Stützpunkt Hermannswerder, das Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung. Das Aussehen des Titelbildes verändert sich insofern, als das dort abgedruckte Inhaltsverzeichnis mit zu den Themen passenden Fotos ergänzt wird. Das soll auch in der Zukunft beibehalten werden.
PUTZ: Vielen Dank für das Gespräch.
Die Nachkontaktezeitung„UNIversal“ des Akademischen Auslandsamtes ist auch im Internet unter http://www. uni-potsdam.de/u/verwaltung/dezernat2/AAA/NACHKONTAKTE/UNIversal abrufbar.
„SCHNUPPERKURS” EINMAL ANDERS
Schulprojektwoche am Uni-Sprachenzentrum
Zwei Partner kamen Ende Juni zusammen: auf der einen Seite das Potsdamer Leibniz-Gymnasium im Rahmen eines Schülerprojekts„Deutsch-russische Beziehungen im Wandel der Zeiten“, zu dem auch ein Schüleraustausch mit Jungen und Mädchen in Miass(Ural) gehört; auf der anderen Seite das Sprachenzentrum der Universität Potsdam. Die Uni-Einrichtung strebte seit längerem danach, Schüler mit den Möglichkeiten der Russischausbildung an der Hochschule bekannt zu machen. Was lag also näher, als beide Anliegen miteinander zu verbinden.
In der Zusammenarbeit entstand ein Konzept für die gemeinsame Durchführung der Schulprojektwoche Ende Juni/Anfang Juli am Sprachenzentrum. Während sich die zuständige Lehrerin Hella Drohla gemeinsam mit den Schülern konzeptionellen Fragen des Projekts, der Kontaktaufnahme zu Gesprächspartnern in Potsdam und Umgebung sowie der Materialsammlung widmete, übernahmen Dr. Doris Flischikowski, Koordinatorin für slawische Sprachen am Uni-Zentrum, und ihre Mitarbeiterinnen die sprachliche Begleitung der Projektarbeit. Auf der Grundlage russischsprachiger Texte aus der Presse und dem Fernsehen erarbeiteten die jungen Leute Fakten und Argumentationen zum Thema„Russen und Deutsche in der Region Berlin-Brandenburg“. Ergänzt wurde dies durch ein Interview, das sie mit einer rußlanddeutschen Studentin aus der Alma mater führten. Der Vorbereitung hierzu dienten beispielsweise auch Recherchen im Internet zur Situation der Rußlanddeutschen in Rußland sowie spezielle Partnerübungen im Sprachlabor. Bei ihren jetzigen Treffen im September und Oktober in Potsdam und Miass befaßten sich die Jugendlichen dennoch nicht ausschließlich mit dem Projektthema. Zeit blieb genug, um gemütlich beisammen zu sitzen und zur Gitarre zu singen. Die Potsdamer jedenfalls hatten sich während ihrer Projektwoche offensichtlich gut vorbereitet.
Auch drei russische Schüler beteiligten sich im übrigen daran und stellten ihr Arbeitsergebnis vor. Aus der Videothek des Sprachenzentrums hatten sie den russischen Spielfilm „Interdewuschka“ ausgewählt und für Mitschüler inhaltlich und sprachlich aufbereitet. Die interessante Einführung und die benutzten Filmszenen gaben schließlich den AusSchlag dafür, daß der Film im Russischunterricht in diesem Schuljahr, so der Wunsch der Teilnehmer, ausführlicher behandelt wird. Doris Flischikowski
PUTZ 7/98
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