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(1.1.2019) 07
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JE BESSER DER UNTERRICHT, UMSO QUALIFIZIERTER DIE STUDIERENDEN

Schulen und Universität kooperieren

Eine Gesellschaft, in der die Jugend kei­ne beruflichen Perspektiven hat, vergeu­det ihr wichtigstes Zukunftspotential und verspielt das Vertrauen ihrer Bürger­Innen. Die Brandenburgische Landes­rektorenkonferenz(BLRK) sieht es des­halb als ein vorrangiges Ziel an, mitzuhel­en, die Jugendarbeitslosigkeit mit ihren Folgeproblemen, wie berufliche und poli­tische Perspektivlosigkeit, abbauen zu helfen.

Die drei Universitäten, die Filmhochschule und fünf Fachhochschulen des Landes Brandenburg können nach Auffassung ih­rer Rektoren mit vielfältigen Angeboten wesentlich zur Entschärfung des Problems auf dem Arbeitsmarkt beitragen.

In enger Zusammenarbeit mit den Berufs­peratungszentren der Arbeitsämter, Bera­ungslehrern an den Schulen sowie Vertre­tern aus Unternehmen und Gewerkschaf­en entwickelten die Hochschulen attrakti­ve und zukunftsträchtige Studienangebote. Die BLRK will deshalb auf die Chancen aufmerksam machen, die der Hochschul­standort Brandenburg den jungen Men­schen des Landes eröffnet.

Auch die Universität Potsdam kann in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Aktivitäten verweisen. So erhalten potentielle Interessen­ten gezielt Auskünfte über das Studienan­gebot der Hochschule. Die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung informieren auf der Grundlage der Wünsche und Vorstel­\'ungen der zukünftigen Studierenden über Studienmöglichkeiten. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, sich für die Schwer­punkte zu entscheiden, für die sie die besten Voraussetzungen mitbringen und die ihnen

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Das Helmholtz-Gymnasium in der Potsdamer Kurfürstenstraße gehört zu den Schulen, mit denen die Universität Potsdam enge Kontakte pflegt. Foto: Tribukeit

Zahlreiche Projekte, von der Praktikantenausbildung bis zur konkreten Unterrichtsgestaltung,

verbinden verschiedene Potsdamer Schulen mit der Universität,

günstige Berufsperspektiven eröffnen. Die zahlreichen Veranstaltungen des jährlich im Frühjahr stattfindenden Hochschulinforma­tionstages finden bei Hunderten von Schüle­innen und Schülern Anklang. Ebenso wie beim Schnupperstudium können die jungen Leute dabei nicht zuletzt das Flair einer Uni­versität in vielen Bereichen kennenlernen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Kon­takte zu Schulen der Region. An Gymnasi­en, Realschulen, Gesamtschulen, Grund­schulen und Oberstufenzentren absolvieren Lehramtsstudierende verschiedener Seme­ster ihre Praktika. Gemeinsam mit dem Institut für Mathema­tik arbeitet das Helmholtz-Gymnasium seit über einem Jahr an der weiteren Qualifizie­rung des Mathematik-Unterrichts, um Schüler besser auf selbständiges und pro­blemorientiertes Lösen von Aufgaben vor­zubereiten. Der Didaktiker Prof, Dr. Thomas Jahnke möchte zeigen, daß es auch in Deutschland möglich ist, durch anspruchs­volle Problemstellungen einen schüler­aktiven Unterricht zu gestalten.

Seit Herbst 1996 gibt es am Institut für Slavistik der Uni einen Schülerklub.Er bie­tet Schülern aus Potsdam und Umgebung die Möglichkeit, den Umgang mit dem Inter­net zu erlernen und selbst HTML-Seiten, wie beispielsweise themenorientierte Seiten zu Rußland und persönliche Homepages, zu erstellen, erläutert Dr. Rolf-Rainer Lam­precht. Wenn im Wintersemester Lehrer der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fä­cher des Helmholtz-Gymnasiums eine Ein­führung in das Internet erhalten, dann hofft Lamprecht, daß sich daraus einLehrerklub am Institut für Slavistik entwickeln könnte. Auch die Didaktik der Chemie an der Uni­versität zeichnet sich durch eine enge Ver­knüpfung von Theorie und Praxis aus. Dem

Foto: Tribukeit

Rechnung tragend, werden aktuelle Fragen der Sekundarstufe I und II problematisiert, experimentell erschlossen, didaktisch-me­thodisch aufbereitet und im Rahmen der Didaktikausbildung sowie in Fortbildungs­veranstaltungen mit den Studierenden und Lehrern diskutiert. Darin eingeschlossen ist die Forschungsarbeit zum Computereinsatz im Chemieunterricht. Die praxisrelevante Umsetzung der Ergebnisse erfolgt in der Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern des Helmholtz-Gymnasiums. Ziel ist es nach Aussagen von Dr. Brigitte Duvinage von der Uni,die in diesen Veranstaltungen gewonnenen Kenntnisse und Erkenntnisse in die Gestaltung des Chemieunterrichts an diesem Gymnasium einfließen zu lassen. Zu den Projekten, die die Hochschule mit Schulen gemeinsam realisiert, gehört auch die bundesländerübergreifende Initiative Medienstern Schule der Arbeitsstelle Me­dienpädagogik. Sie soll helfen, das medien­pädagogische Arbeiten in Schulen und Hoch­schulen zu fördern. Einbezogen sind Schulen in Tützpatz, Kirchmöser, Barleben und Jena. Das Institut für Germanistik wartet mit SChülerseminaren zur Literatur auf. Sie bie­ten Grund-, Leistungs- und Profilkursen der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, er­worbenes Wissen und Fähigkeiten in neuen Zusammenhängen anzuwenden und zu er­weitern. Zu den Themen gehören die Litera­tur und Kultur im Barockzeitalter ebenso wie Reisen in Büchern oder die Auseinander­setzung mit den Schriftstellern Theodor Fon­tane und Gottfried Benn.

Alle Beteiligten an diesen und weiteren Pro­jekten betonen den beiderseitigen Nutzen. Potentiale sowohl der Schule als auch der Hochschule werden genutzt, um den Unter­richt zu verbessern, aber ebenso um Leh­re und Studium zu bereichern. B.E:

PUTZ 7/98

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