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gegründete Unternehmen, die schwierige Startphase zu meistern. In der Perspektive will man bei InnoTrend für qualifizierte Arbeitsplätze sorgen, um auch eigene Ideen der Jung-Mitarbeiter realisieren zu können. Ihren Sitz nimmt die Firma in der Amtsstr. 16, Potsdam-Bornstedt. Dort befinden sich bereits die WiSenT GmbH (Mathematische Innovationen), Media Green(Multimedia) und die W.U.T. GmbH (Dienstleistungen im Bereich der Geophysik und Umwelt), ebenfalls Ausgründungen aus der Universität Potsdam, die Forschungsergebnisse und Ideen in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umsetzen.
Aus dem Institut für Sportmedizin und Prävention kamen in den letzten zwei Jahren elf der 18 aus der Uni Potsdam angemeldeten Erfindungen. Allein sieben davon, darunter zwei internationale Anmeldungen, gehen auf das Konto Laziks. Auch Prof. Dr. Gernot Badtke, Prof. Dr. Frank Bittmann und Marco Schmidt betätigen sich als aktive Erfinder. „Hier stimmt einfach das Klima für Kooperationen zwischen Hochschule und Wirtschaft“, urteilt Andreas Bohlen, Leiter des Potsdamer Innovations- und TechnologieTransfers(PITT). Brunhilde Schulz
NEUER PREIS
Der 1957 gegründete deutsche ‚Verein zur Förderung von Wilton Park e.V.“ vergibt von nun an einmal jährlich einen Preis in Höhe von 1.000,- DM, mit dem eine herausragende Examensarbeit zu einem deutsch-britischen Thema ausgezeichnet wird. Möglich sind auch zwei Einzelpreise von je 500,- DM. Die zur Prämierung vorgeschlagenen Arbei_ ten müssen sich mit Problemen der jüngeren Vergangenheit oder der Gegenwart befassen. Sie können aus der Politikwissenschaft, der Anglistik, der Kommunikationswissenschaft, der Geschichte oder der Soziologie kommen. Vor allem aber ist der Beitrag zum besseren Verständnis zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich wichtig. In jedem Fall muß es sich um eine Studienabschlußarbeit an einer deutschen Universität, also eine schriftliche Hausarbeit für das 1. Staatsexamen oder den Grad des Magister Artium handeln. Dissertationen werden nicht berücksichtigt. Abgabetermin ist spätestens ein Jahr nach Abschluß des Examens. Interessenten können ihr Material zusammen mit einer Kopie des Examens richten an: Verein zur Förderung von Wilton Park e.V, Amperstr. 5, 86179 Augsburg. mt.
Berlin-Brandenburc
Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, Rektor der Uni
versität Potsdam Foto: Tribukeit Ich heiße Sie herzlich an unserer Universität Potsdam willkommen, die von diesem Semester an auch Ihre Universität ist. Sie haben sich dafür entschieden, an einer jungen Hochschule— die Universität wurde im Sommer 1991 gegründet- in einem der„neuen“ Bundesländer, in Brandenburg, zu studieren. Damit haben Sie einen Rahmen gewählt, der sich in vielem von den Bedingungen älterer und größerer Hochschulen, zumal in den westdeutschen Bundesländern, unterscheidet. Ich glaube, daß dieser Vergleich in wichtigen Punkten zugunsten unserer Universität ausfällt, aber natürlich liegt es an Ihnen und uns gemeinsam, ob wir die Möglichkeiten, die sich hier bieten, auch nutzen.
Die Universität hat in den zurückliegenden sieben Jahren einen stürmischen Aufbau erlebt und mit über 11.000 Studierenden— aus den neuen wie den alten Bundesländern wie in erfreulich wachsender Zahl auch aus dem Ausland — bereits die Größenordnung erreicht, auf die sie mittelfristig angelegt ist. Aber noch sind nicht alle Professuren besetzt, nicht alle Studiengänge eingerichtet. Auch ist nicht zu übersehen, daß uns die Haushaltsentwicklung im Land nötigt, neben dem weiteren Ausbau auch Umbaumaßnahmen, in einigen Bereichen auch einen Abbau vorzunehmen. Andererseits sind wir von der unerträglichen„Überlast“ vieler westdeutscher Hochschulen noch weit entfernt. Daß dies auch so bleibt, bedarf jedoch- insbesondere bei abnehmender Mitarbeiterzahl- der Anspannung aller Kräfte.
Denn wir halten mit Nachdruck daran fest, daß für uns die Qualität der Lehre den gleichen Rang besitzt wie die Qualität der Forschung. Wir halten nach unserem Selbstverständnis daran fest, daß wir besondere Leistungen in der Lehre zu erbringen haben, daß wir unsere Studierenden mög
LIEBE ERSTSEMESTER!
auf der Einhaltung der Regelstudienzeit| bestehen und alles daran setzen, unseren Absolventen die besten Chancen für ihr Berufsleben zu eröffnen.
Demgemäß legen wir auch künftig gestei-| gerten Wert auf ein vielfältiges und flexi-| bles Studienangebot, bei dem die Fächerund Fakultätsgrenzen keine Schranken darstellen und die Studierenden auch intensiv in die Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen einbezogen werden. Wir legen Wert auf eine gründliche Fremdsprachenausbildung für möglichst alle Studierenden. Wir legen Wert auf vielfältige Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen und hier wiederum besonders auf den Austausch von Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses, Wir verstärken unsere Bemühungen um eine wirkungsvolle und problemorientierte Studienberatung, um den Auf- und Ausbau von Tutorien, um die Vermittlung von Praktika, um die Evaluierung, das heißt eine ständige Qualitätsprüfung, der Lehre. Selbstverständlich kann dies alles aber keine Einbahnstraße sein. Sie haben recht, wenn Sie hohe Ansprüche an uns stellen. Aber umgekehrt haben wir auch Erwartungen an Sie, an unsere Studierenden. Lehren und Lernen bedingen einander, sie können nur bei gemeinsamer Anstrengung produktiv sein. Daher erwarten wir, daß Sie sich in Ihrem Studium engagieren, daß Sie die reichen Möglichkeiten, die Ihnen unsere Universität an wissenschaftlicher Bildung und Ausbildung bietet, nicht passiv konsumieren, sondern aktiv nutzen und interaktiv gestalten. Wir erwarten, daß Sie sich für unsere— Ihre- Universität einsetzen und sich am hochschulpolitischen Geschehen beteiligen— nicht nur an den Gremienwahlen, aber doch wenigstens auch an diesen! Wir erwarten von Ihnen, daß Sie sich kritisch mit dem auseinandersetzen, was in der Universität, aber auch in der Wissenschaftspolitik unseres| Landes vor sich geht.
Ich lade Sie im Namen der Universitäts-| leitung und aller Mitglieder der Universi-| tät herzlich ein, in unserer Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden mitzuwir-| ken, damit wir gemeinsam unser Ziel er-| reichen: Ihr erfolgreiches Studium.
| lichst individuell betreuen wollen, daß wir
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