STUDENTISCHER BESUCH AM NEUEN PALAIS
A A
Fremde Stimmen erklangen kürzlich im Institut für Sportwissenschaft der Universität Potsdam. Insgesamt 20 Studierende aus der französischen Universität Nantes und der Ungarischen Universität für Körpererziehung Budapest weilten gemeinsam mit einigen ihrer Lehrkräfte an der Einrichtung. Zustandegekommen war das Treffen auf Inıtiative des Potsdamer Instituts Finanzielle Unterstützung kam dafür vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. Viel Eigenengagement Potsdamer Studenten trug erst zum eigentlichen Gelingen des mehrtägigen Aufenthalts der Gäste im Brandenburgischen bei. Für dessen reibungslosen Ablauf sorgten insbesondere Dr. Ellen Grimmer und Dr. Giselher
Spitzer. In den zahlreichen Gesprächen diskutierte man vornehmlich über Probleme des Sports und der Sportwissenschaft ın DeutschJand sowie. über Transformationsprozesse ın Gesellschaft und Sport Mittel- und Mittelosteuropas. Zum Programm gehörten zudem eine Stippvisite im Olympiastützpunkt Am Luftschiffhafen und ein Empfang in der Stadtverwaltung (unser Bild). Es gab damit die Gelegenheit, nicht nur‘die Hochschule selbst, sondern auch ihren Standort kennenzulernen. Die gegenseitigen Besuche sollen in Zukunft fortgesetzt werden, ım bi- wie im trilateralen Rahmen. Die Potsdamer jedenfalls reisen im nächsten Jahr nach Nantes und Budapest. PG./Foto: Fritze
SPORT NICHT NUR THERAPIE Podiumsdiskussion auf der REHAbilitation Berlin’98
Großen Anklang fand im August die REHAbilitation Berlin’98. Zu den zahlreichen Veranstaltungen der Messe gehörte auch eine Podiumsdiskussion mit dem Titel„Sport ist mehr als Therapie“, die unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Beckmann aus dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Potsdam stattfand.
Sport spielt demnach in der Rehabilitation von Unfallopfern, die behindert bleiben, eine Rolle, eine Heranführung an Sport im Alltagsleben der Behinderten fehlt jedoch. Neben der Förderung von Kondition und Beweglichkeit kann der Leistungs- wie Breitensport aber, so die Auffassung der Teilnehmer, im Leben Behinderter weitere wichtige Funktionen ausfüllen: als sinnhaft erlebte Betätigung, die die Wahrnehmung eigener Lern- und Leistungsfähigkeit unterstützt; zur Förderung sozialer Kontakte, insbesondere auch der Integration der Behinderten in die Gemeinschaft beim Sporttreiben mit Nicht-Behinderten. Insgesamt wurden verschiedene Modelle diskutiert,
Seite 12
wie sich die Lücke zwischen Sport in der Therapie und als sinnspendender Freizeit betätigung schließen läßt. Grundsätzlich besteht nach der Erstversorgung der Verun fallten zunächst ein Informationsdefizit über Sportmöglichkeiten im Alltagsleben. Eine Möglichkeit zu dessen Beseitigung liefert die Informationsstelle für den Sport behinderter Menschen an der Freien Universität Berlin. Ihre Träger sind der Deutsche Sportbund und die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Berlin. Beste Aufklärung allerdings leisten Vorbilder: Behinderte, die ihren Weg in den Sport gefunden haben. Daß solche Chancen aufgezeigt werden können, setzt entsprechende Angebote voraus. Hier besteht, so eines der Diskussionsergebnisse, noch Handlungsbedarf. Wichtig scheint die Übernahme des Integrationsgedankens in Form integrativer Sportangebote. Die am Institut für Sportwissenschaft der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Behindertensportverband Brandenburg angebotene Fortbildung zum Fachübungsleiter Behindertensport
VERTRETER VON MEDIENZENTREN BERIETEN
Die Arbeitsgemeinschaft der Medienzentren an Hochschulen e.V.(AMH) ist ein Zu
sammenschluß der Medienzentren und ver
gleichbarer Einrichtungen an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland. Zentrale Aufgabe der AMH ist die Entwickung und Förderung der Produktion und die Organisation des Einsatzes von audiovisuellen Informations- und Kommunikationsnedien. Der AMH gehören die Leiter von derzeit 62 Medienzentren der Hochschulen an.
Die diesjährige Tagung der AMH fand in der Zeit vom 5. bis 7. Oktober 1998 an der Universität in Potsdam statt und wurde von Mitarbeitern des Audiovisuellen Zentrums ausgerichtet. Im Rahmen der Tagung, bei der die Tagungsteilnehmer vom Kanzler der Uni, Alfred Klein, begrüßt wurden, standen folgende Themen im Vordergrund: Stellung und künftige Aufgaben der Medienzentren bei der Einführung multimedialer Lehr- und Lernmittel; Vorstellung der Brandenburger nformationsstrategie bis zum Jahr 2006 und urheberrechtliche Probleme bei der Arbeit der Medienzentren.
In der während der Tagung durchgeführten Mitgliederversammlung der AMH wurden die Arbeitsaufgaben für das kommende Jahr festgelegt
Diese sind unter anderem die Bildung einer Arbeitsgruppe, die sich mit den neuen Me
dien und den sich daraus ergebenden neuen und erweiterten Tätigkeitsdarstellungen beschäftigt und die Mitarbeit der AMH an den Beratungen der Arbeitsgruppe zu den Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Rechenzentren, Bibliotheken und Medien zentren. Die nächste AMH-Tagung wird im Oktober 1999 an der Technischen Universität München stattfinden. Jürgen Bobertz
täglich von 17-18 Uhr auf
UKW 87,9
(ara) uni Radio
Berlin-Brandenburg
stellt hierfür eine notwendige Qualifizierung dar. Modellcharakter besitzt auch die Gründung der Abteilung Integrativer Behindertensport innerhalb des Universitätssportvereins Potsdam e.V.- eine Initiative der Forschungsgruppe Integrativer Behindertensport am Institut für Sportwissenschaft der Universität Potsdam. Informationen dazu sind erhältlich über: http://www.uni-potsdam.de/u/sportpsych/ news.htm oder direkt beim Koordinator Integrativer Behindertensport, Dr. Hans Henning Ohlert, Tel. 0331/977-1303.
Jürgen Beckmann