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(1.1.2019) 09
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Schüler der Potsdamer Grundschule 56 im Kirch­steigfeld hatten kürzlich Grund zur Freude. Dr. Jürgen Lampe von der Potsdamer Universitäts­gesellschaft e.V. überbrachte fünf Monitore, die die Kinder sofort in Besitz nahmen. Die Geräte im Wert von insgesamt etwa 1500,- DM ent­stammen einem Mitgliedsunternehmen der Ge­sellschaft, der Philipp Holzmann BauProjekt AG. Der Aktion war ein Hilferuf der Schule voraus­gegangen. Es gab weder Rechner ihre An­schaffung steht jetzt bevor noch Monitore. Die Uni-Freunde halfen deshalb unkompliziert und schnell. Eigentlich engagieren sich die 80 Ein­zelpersonen und 35 Firmen insbesondere für die Potsdamer Hochschule. Dies könne durch­aus auch die Förderung einzelner Schulen bein­

AUS DEM SENAT BERICHTET

In seiner 55. Sitzung am 5. November 1998 hat sich der Senat mit folgenden Themen befaßt bzw. nachstehende Be­schlüsse gefaßt:

Das Gremium bestätigte die Mitglieder der Personalkommission für die Professoren und das sonstige Personal sowie den Vorsitzen­den bzw. die Stellvertreterin der Kommissi­on für Bibliothekswesen. Des weiteren be­schlossen die Senatoren die personelle Zu­sammensetzung der HSP IIl-Kommission. Zustimmung erfuhren ebenso die von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät eingebrachte Studienordnung und die Besonderen Prüfungsbestimmungen für das Lehramt Biologie. Die Universitätsbibliothek und die Philoso­phische Fakultät legten Frauenförderpläne mit einer Geltungsdauer von vier Jahren vor. Der Senat verabschiedete sie nun.

Für den Zeitraum vom 1. November 1998 bis zum 31. Oktober 2001 fungiert Prof. Dr. Christoph Reichard aus der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät als Geschäftsführender Direktor des Kommu­nalwissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Michael Nierhaus aus der Juristischen Fa­kultät als sein Stellvertreter, B.E.

halten, betonte Lampe bei der Geschenküber­gabe. Die Uni existiere schließlich nicht im Iuft­leeren Raum, so sein Credo, sondern brauche auch künftig gut vorbereitete Abiturienten. Am Kirchsteigfeld jedenfalls scheint man auf dem besten Weg. Geplant ist die Nutzung der neuen Geräte vor allem im naturwissenschaftlichen Unterricht, aber auch bei der Förderung von Schülern mit Lese-/Rechtschreib- oder Rechen­schwäche. PG./Foto: Tribukeit

PREIS DER UNI-GESELLSCHAFT

Die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. widmet sich künftig auch jungen Promo­venden. Mit einem Preis möchte sie Nach­wuchswissenschaftler ehren, die herausra­gende Dissertationen an der Universität Potsdam ablegen. Dotiert ist er mit 5.000, DM. Einmal im Jahr, am Ende des Sommer­semesters, soll die Auszeichnung erfolgen, für die die Institutsdirektoren und Dekane gemeinsam Vorschläge unterbreiten sollen. Die Preisträger kürt ein eigens dafür ge­schaffenes Gremium. Es besteht aus dem Prorektor für Forschung und wissenschaft­ichen Nachwuchs, dem Vorstand der Uni­versitätsgesellschaft sowie dessen Beirat. Geplant ist für den Prozeß der Entschei­dungsfindung ein Zeitraum von insgesamt acht Wochen. Genauere Termine stehen jedoch derzeit noch nicht fest. Sollten mehrere Dissertationen in einem Jahr zur Prämierung vorliegen, will man den Preis auch teilen. Bei Ausbleiben geeigne­ter Kandidaten allerdings beabsichtigen die Uni-Förderer sein Aussetzen. PG.

STELL DIR VOR, ES BRENNT

Für eine besondere Umrahmung der feierli­chen Eröffnung des Akademischen Jahres 1998/99 im Auditorium maximum sorgte der Sirenenklang des Rauchfeuermelders im Haus 8. Als würde dies zum Festakt selbst gehören und nicht auf eine drohende Gefahr verweisen, bewahrten die Anwesenden nach einer kurzen Verwunderung die nötige Ruhe und konzentrierten sich voll und ganz auf den Fortgang der Veranstaltung. Wie die gut 200 Gäste und alle diejenigen, die sich zu dieser Zeit außerdem in diesem Gebäu­de aufhielten, ahnen konnten, daß blinder Feueralarm am Werke war, bleibt ein wun­derliches Rätsel, dem auch die anrückenden Löschzüge der städtischen Feuerwehr nur mit entrüstetem Kopfschütteln begegneten, Denn immerhin, das Signal scheint eindeu­tig. Ist die Sirene da Routine? Aufklärung tut also not. Bekanntermaßen zeigt sich die Rauchmeldeanlage dort vor Ort als hochsen­sibles Frühwarnsystem. Seit dem Einbau durch das Landesbauamt vor etwa andert­halb Jahren und nach mehreren Qualitäts­prüfungen erwies sich die Apparatur bereits durch mehrere Fehlalarme als strenger, empfindlicher und unerbittlicher Garant für Katastrophenschutz, Ordnung und Sicher­heit,

©) kommt es schon mal vor, daß ein mit ] ssenem Motor und rückwärts zum g des Audimax parkendes Möbel­hen infolge der qualmigen Schadstoff­ausfuhr eine Überreaktion der Rauch­meldeanlage provoziert. Und schon neh­

UND KEINER RENNT...

men die Dinge ihren gewohnten Lauf. Nie­mand kann das eilige Herannahen der Feu­erwehr stoppen, da der Alarm durch eine Artheißen Draht direkt bei ihr ausgelöst wird. Und niemand kann den Alarm aufhe­ben, nur die Feuerwehrmänner selbst. So geschehen am 27. Oktober 1998. Selbstverständlich streiten gleich mehrere Anhänger von Theorien miteinander, um den Zwischenfall zu klären. Der Melder scheint in jedem Falle eigensinnig, in sei­nem Reaktionsverhalten schwer kalkulier­bar und bestärkt einmal mehr die Gewiß­heit, daß der(Feuer)teufel im technischen Detail steckt.

De facto aber nimmt anscheinend niemand die Gefahrenmeldung ernst, und die Frage, wann ein solcher Fall tasächlich zur Falle wird, schließt sich an.

Wie sich zeigt, muß also ein Fluchtverhalten erst entwickelt und ein Gefahrentraining anberaumt werden. Deshalb steht denjeni­gen Bereichen, die in diesem Gebäude­komplex ihre Arbeitsräume besitzen, dem­nächst eine Alarm- bzw. Evakuierungs­übung ins Haus; Übung soll den Meister machen. Denn, so der pädagogisch richti­ge Ansatz, wird das Ertönen der Sirene erst einmal prinzipiell als fingierter Ernstfall akzeptiert und mit notwendigen, lebenser­haltenden Bewegungen von einem Ort zum anderen in Verbindung gebracht, dann wird's nicht schwerfallen, daß alles rennt, wenn's wirklich brennt. Mikosch

PUTZ 9/98

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