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(1.1.2019) 13
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STUDENTEN

Kommunalpolitisches Seminar in den Farben Schleswig-Holsteins

Unmittelbar nach Beendigung der Lehr­veranstaltungen des Sommersemesters weilten 21 Politologiestudenten der Uni­versität Potsdam, die Teilnehmer der Übung Kommunalpolitik in der Praxis, auf Einladung der Hermann-Ehlers-Akademie der Herman-Ehlers-Stiftung e.V. in Neu­münster, um einen praxisnahen Einblick in die kommunalen Strukturen des nörd­lichsten Bundeslandes zu erhalten. Im Mit­telpunkt des dreitägigen Aufenthaltes der Studenten in Schleswig-Holstein stand der direkte Meinungsaustausch mit Vertre­tern des kommunalen Lebens aus Mittel­holstein. Zu Beginn des Seminars legte Herr Joachim Naumann, Referent der Her­mann-Ehlers-Akademie, die Situation der Gemeinden im Bundesland Schleswig­Holstein dar. Neben Dr. Roman Legien, Dozent an der Universität Potsdam, be­gleitete auch Herr Naumann die Teilneh­mer während ihrer Exkursion und stand zur Beantwortung ihrer Fragen bereit. Be­sonders die Besuche in den Gemeinden Todenbüttel und Boostedt sowie im Amt Hohenwestedt ließen die Studenten nicht ungenutzt, um mit Bürgermeistern und Verwaltungsbeamten ins Gespräch zu kom­men und sich Tips und praktische Rat­schläge geben zu lassen, wie z. B. Förde­

Endlich war es einmal soweit! Nachdem in den Vorlesungen oft von der Insel Hel­goland und ihrer einzigartigen Fauna und Flora die Rede gewesen war, ging für 10 Studenten des Fachbereiches Biologie der Traum in Erfüllung, dort einmal einige Tage zu verbringen.

Unter Leitung von Dr. Rogge und mit der großzügigen Unterstützung der Biologi­schen Anstalt Helgoland und der Helgo­länder Vogelwarte öffnete sich vor uns ein Lebensraum ungeahnter Fülle und Farbenpracht.

Ohnegleichen ist der Vogelfelsen, den Tausende von Dreizehenmöwen und Trot­tellummen aufsuchen, um zu brüten. Wir wurden Zeugen, wie Jahr für Jahr von Mitte April bis in den Juli hinein die steile Westwand der Insel in Besitz genommen wird. Die Trottellummen werden ihrer Ähnlichkeit wegen auchPinguine des Nordens genannt. Zwischen beiden Vogel­arten bestehen aber keinerlei Verwandt­schaftsbeziehungen.

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rungsmittel für Gemeinden zu beantragen sind. Des weiteren gab dieser Exkurs in eines der alten Bundesländer den Teil­nehmern Gelegenheit, Eindrücke und Sicht­weisen vonWessis in Blickrichtung der weiteren Gestaltungsmöglichkeiten des

Unsere Politologiestundenten vor dem Rathaus in Hohenwestedt.

Vereinigungsprozesses zu sammeln. Er­wartungsgemäß traten hierbei Meinungs­verschiedenheiten zwischen den Vertre­tern aus Schleswig-Holstein und ihren studentischen Gästen aus den neuen Bun­desländern auf. Aber nur das Miteinan­

derreden räumt mit Vorurteilen auf und gibt den Beteiligten die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Be­findlichkeiten gemeinsam zu verarbeiten. So war diese Exkursion nicht nur ein Ken­nenlernen der kommunalpolitischen Struk­

Foto: Legien

turen Schleswig-Holsteins, sondern gleich­falls ein Aufeinanderzugehen zwischen Ossis undWessis.

Steffen Berger Frank Hübner

Praktikum auf Helgoland

Die Beobachtungen am Vogelfelsen wur­den für einige von uns zu den schönsten Stunden auf der Insel. Eine kleine Sensa­tion wurde die Entdeckung des Nestes eines Basstölpels. Wie wir später erfuh­ren, ist es das erste und einzige Brutpaar in Deutschland.

Aber nicht nur der Vogelfelsen nahm uns gefangen. In der Helgoländer Vogelwarte erfuhren wir von Dr. Moritz der übri­gens hier an unserer Hochschule in Pots­dam schon ein Kolloquium gehalten hat und im Herbst wieder zu uns kommen wird viel Wissenswertes über die Arbeit der Vogelwarte, die schon seit 1840 ihre Forschungen betreibt. Will man wissen, wo ein Vogel brütet, wie viele Kilometer er in einer bestimmten Zeit fliegt und wie weit sein Winterquartier entfernt ist, wird er mit einem Ring versehen, der alle wich­tigen Daten eingeprägt bekommt. Doch zur Beringung muß man ersteinmal den Vogel unversehrt in die Hand bekommen. Dazu wurden auf Helgoland die Trichter­reusen im Fanggarten entwickelt, aus denen die Vögel nur schwer wieder heraus fin­

den. Viele einheimische Singvögel konn­ten wir auf diese Art und Weise hier erstmals aus unmittelbarer Nähe beob­achten, so z. B. den Steinschmätzer, den Gartenrotschwanz, die Mönchsgrasmük­ke oder den Trauerschnäpper. Als Nord­seeinsel bietet aber auch das Felswatt als Folge des Gezeitenrhythmus eine einma­lige Erlebniswelt. Es ist Ebbe. Das Fels­watt, das unmittelbar am Klippenfuß beginnt, breitet sich vor uns aus. Inseln, von Braunalgen überzogen, wechseln mit teilweise tiefen Rinnen, die das Begehen erschweren. Auf den Tangen weiden mit Vorliebe Schnecken die kleinwüchsigen Algen ab. Unter den Algenbüscheln bleibt es auch während des Niedrigwassers feucht, so daß hier Strandkrabben, Kleinkrebse, Borstenwürmer sowie in Gezeitentüm­peln siedelnde Moostierchen, Schwäm­me und Manteltiere leben können. Mö­wenschwärme finden sich dann zu einem schneckenreichen Mahl ein.

Oliver Wienhold CB 88

(Fortsetzung folgt)

Nr 13/91