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400 neue Jurastudenten und 100 für Wirtschaftswissenschaften zum Wintersemester an der Uni
Etwa 400 Jurastudenten werden am 14. Oktober 1991 das Studium an der Universität Potsdam neu beginnen. Ursprünglich wollte man nur 200 Studenten immatrikulieren, doch habe man sich nach Worten des Gründungsdekans, Prof. Dr. Rolf Grawert, wegen des großen Andrangs und trotz bestehender Kapazitätsprobleme zu dieser Öffnung entschlossen.
Die zum Oktober etwa 1000 Studenten umfassende Potsdamer Juristische Fakultät würde nach Aussage Grawerts bereits im Frühjahr erneut ihre Tore öffnen; erfahrungsgemäß ist der Studienandrang zum Sommersemester nicht so groß.
Die Aufhebung des ursprünglich festgelegten Universitäts-N.C. sei auch im Hin
blick auf den schnellen Aufbau der Potsdamer Fakultät gerechtfertigt. Sechs C4Professuren werden zu Semesterbeginn besetzt, neun weitere Lehrstühle sind bereits ausgeschrieben. Mit dem Wintersemester 1991/1992 öffnet erstmals auch der neu aufzubauende Fachbereich Wirtschaftswissenschaften seine Pforten. Für die ersten 100 Studienbewerber beginnen die Lehrveranstaltungen ebenfalls Mitte Oktober. Gastdozenten von der Freien Universität und Technischen Universität Berlin werden die Vorlesungen in Betriebswirtschaftslehre, Statistik und einigen anderen Fächern übernehmen.
Dr. Rammelt— Pressereferent
Achtung! Achtung! Achtung!
In der Reihe DEUTSCHE HOCHSCHULSCHRIFTEN(DHS)
werden wissenschaftliche Arbeiten, hauptsächlich Dissertationen, Habilitationsschriften, Diplom-, Magister- und Staatsexamensarbeiten,
ohne Druckkostenzuschüsse veröffentlicht.
Eine als„Deutsche Hochschulschrift“ publizierte Arbeit
— wird fünf Jahre lang im Buchhandel angeboten
— erhält eine Internationale Bestellnummer(ISBN)
— wird in der„Deutschen Bibliographie‘ angezeigt
— wird in das ‚‚Verzeichnis lieferbarer Bücher“(VIB) eingetragen
— wird in je einem Exemplar in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt a. M. und in der Hessischen Landesbibliothek Darmstadt zu Dokumentationszwecken verwahrt
— genießt bei akademischer Publikationspflicht an fast allen deutschen Universitäten den Vorteil einer starken Verminderung der Anzahl abzuliefernder Exemplare (meist 6 Stück)
Die Reihe ‚‚DEUTSCHE HOCHSCHULSCHRIFTEN(DHS)“ finanziert sich aus der
Verwertung der Urheberrechte, die in der Regel für fünf Jahre übertragen werden— d.
h. aus dem Verkauf direkt ab Verlag und über den Buchhandel und aus den anteilig
anfallenden Tantiemen aus dem Bereich wissenschaftlicher Bibliotheken usw. Kosten
senkend wirken der Verzicht auf Verlagswerbung, der geringe Verwaltungsaufwand
bei reprofähigen Vorlagen und die modernste Produktionstechnik. Wenn Sie Fragen
haben oder ausführliches Informationsmaterial über die Reihe„Deutsche Hochschul
schriften(DHS)“ wünschen, schreiben Sie uns kurz:
VERLAG HÄNSEL-HOHENHAUSEN
Posfach 12 12, 6073 Egelsbach(W), Fax 0 61 03- 4 49 77
Wußten Sie schon...
daß an der Universität Potsdam ab Win
tersemester 1991/92 erstmalig Studenten
immatrikuliert werden für
— Französisch in den Lehrämtern Sekundarstufe I und II
— Wirtschaftsinformatik
Nr. 14/91
— Wirtschaftswissenschaften(Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre)
— Erziehungswissenschaften
— Politikwissenschaft
— Studiengänge mit dem Abschluß Magistra/Magister Artium?
Für das Vorlesungsverzeichnis des Wintersemesters 1991/92, das erste Semester an der neu gegründeten Universität Potsdam, entbot der Ministerpräsident des Landes Brandenburg die folgende Grußadresse:
Seit Juli dieses Jahres ist Potsdam endlich Universitätsstadt. Hier ist ein Standort für Forschung und Lehre. Potsdam ist eine Stadt bedeutender kulturhistorischer und politischer Ereignisse in Vergangenheit und Gegenwart, ist Impulsgeber für die Zukunft des Landes Brandenburg. Mögen von der neu gegründeten Potsdamer Universität Anregungen ausgehen, die einen positiven Einfluß auf die weitere Entwicklung unseres Landes haben— auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet. Lange Zeit waren die wenigen Universitäten auf ostdeutschem Gebiet von untergeordneter gesellschaftlicher Bedeutung. Vor diesem Hintergrund möchte ich die Wissenschaftler und Studenten dieser neuen Universität geradezu auffordern, gemeinsam ihrer Rolle als Vordenker und Mitgestalter der Gesellschaft gerecht zu werden! Und ich wünsche mir, ich denke auch im Namen meiner Brandenburger Mitbürgerinnen und Mitbürger, daß diese Universität schon bald Plattform der Begegnung einer breiten internationalen Öffentlichkeit wird, wo Zukunftsfragen der Menschheit offen und kontrovers diskutiert werden. Der Grundstein hierfür ist gelegt.
Mit den besten Wünschen und viel Erfolg! Manfred Stolpe