„Der Sturz des Engels“
Zum 70. Geburtstag von Franz Fühmann
Donnerstag, 6. Februar 1992, 19.30 Uhr, Haus der URANIA, Brandenburger Straße 38
Wohl erst nach seinem Tod, im Jahre 1984, wurde klar, was die deutschsprachige Literatur an Franz Fühmann verloren— aber vor allem, was sie durch ihn gewonnen hatte. Kaum ein Schriftsteller seiner Generation ist so unerbittlich mit dem eigenen Schicksal, so genau mit dem Verlauf der Geschichte der letzten Jahre umgegangen wie er. Fühmanns Werk spricht von der Fähigkeit zu trauern. In seinen Werken wuchs aber auch die Kraft des Eingedenkens und der politischen Aktivierung.
„Seine Bücher sind Teile eines geträumten Lebensbuches, das in die Tiefe ging, in immer weniger bekannte, immer dunklere Bereiche, zu den Ursprüngen hin— in das eigene Innere, die Höhlen des Unbewußten, des Schauerlichen, der Schuld und Scham.*‘‘(Christa Wolf)
Von seinen ersten Arbeiten bis hin zu dem gerade veröffentlichten Nachlaßband„Im Berg‘‘ soll die Entwicklung seines Denkens und das Wachsen seiner Poesie dargestellt werden.
Referentin: Kornelia Piazena, Berlin Eintritt: 4,- DM, ermäßigt 3,- DM
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Die Ausgabe 2/92 der Universitätszeitung erscheint am 10. Februar 1992. Redaktionsschluß: 28. 1. 1992
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INFORMATIONEN
Vortragsreihe mit Diskussion
Zum geschichtlichen Weg jüdischer Existenz in Deutschland
Im Januar 1992 jährte sich zum 50. Mal jene verhängnisvolle ‚„„Wannseekonferenz‘‘. In Erinnerung daran und mit dem Ziel, einen Beitrag leisten zu wollen zur Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte, findet diese Vortragsreihe statt. Die 5 geplanten Veranstaltungen sind mit dem Titel„DEUTSCHJÜDISCHE GESCHICHTE IM SPIEGEL ZWEIER JAHRHUNDERTE‘‘ überschrieben. Den Anfang machte bereits Prof. Schoeps, indem er am 21. Januar zur Thematik„Die mißglückte Emanzipation. Zur Tragödie des deutsch-jüdischen Verhältnisses‘‘ sprach. Weitere Termine sind wie folgt vorgesehen:
28. Januar 1992, 19.30-21.00 Uhr Synagogalmusik und Reform im 19. Jahrhundert(Dr. Nachama, Berlin)
4. Februar 1992, 19.30-21.00 Uhr
Ungleiche Geschwister einer Familie Vom Verhältnis Ostjuden zu Westjuden in Deutschland(Dr. Heid, Duisburg)
11. Februar 1992, 19.30-21.00 Uhr Über Zwangsnamen der Juden in der NaziZeit(Prof. Simon, Berlin)
18. Februar 1992, 19.30-21.00 Uhr Juden in Berlin in der Nazi-Zeit
(Dr. Simon, Berlin)
Prof. Dr. H. Julius Schoeps, Uni Potsdam, zeichnet für die wissenschaftliche Planung und Vorbereitung dieses Vorhabens verantwortlich. An der Leitung des Kurses sind Vertreter der Volkshochschule Potsdam, der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung(Potsdam) sowie der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen(Düsseldorf) beteiligt. Alle Veranstaltungen finden in der Volkshochschule„Albert Einstein“‘, Dortustr. 37, O-1560 Potsdam, Telefon 2:15.01, statt.
Tagesseminar
Im Haus der URANIA(Brandenburger Str. 38) findet am 1. Februar von 9.00 bis 16.00 Uhr ein Tagesseminar zum Thema „Mit Sieg Heil ins Klassenzimmer“‘ statt. Es wird sich besonders dem Umgang mit rechtsextremorientierten und gewaltbereiten jungen Menschen in Schule und Jugendarbeit widmen. Wie gehen Lehrer und Erzieher mit entsprechenden Kon
Anerkennung bei Kollegen und Studenten.
Berichtigung
In der Ausgabe 20/91 sind uns im Beitrag „Rieselfeldkolloquium“‘ leider drei Fehler unterlaufen.
Richtig müssen die entsprechenden Sätze lauten:
„Drei weitere Vorträge von Vertretern der an dieser Forschungsaufgabe beteiligten Hauptkooperationspartner(Landesumweltamt, TU Berlin, Universität Potsdam) umrissen detailliert die resultierenden wissenschaftlichen Aufgaben.“‘“‘
sowie
Wir trauern um unseren ehemaligen Mitarbeiter Kurt Beierlein
der am 1. Januar 1992 im Alter von 73 Jahren plötzlich verstorben ist.
Als Lehrkraft für Mathematik und als verantwortlicher Mitarbeiter der Studienorganisation im Lehrerfern- und im Direktstudium erwarb er sich in mehr als 30 Dienstjahren an der Potsdamer Hochschule auf Grund seines Einsatzes und seines Sachverständnisses Ansehen und
Die Angehörigen des Dezernates für akademische und studentische Angelegenheiten
flikten, mit Schülerprovokationen um? Wie sind Schüler zu aktivieren gegen Gewalt, Fremdenhaß und Rechtsextremismus?
Diese und andere Fragen werden beantwortet, Konflikt- und Lösungsstrategien erprobt. Interessenten melden sich bitte bei der Potsdamer URANIA
(Tel.: 2.17 41).
„Von der Anlage her stärker auf die Problemfelder der kommunalen Ebene ausgerichtet(Thema:„Rieselfelder-Bauland, Agrarland, Naturschutzgebiet?‘‘), konnte sie erwartungsgemäß noch keine schlüssigen Konzepte liefern.‘*
und
„Die Notwendigkeit einer breiten wissenschaftlichen Diskussion dieses Problemfeldes resultiert einerseits aus den multivalenten Nutzungskonflikten, welche...‘“‘ Wir bitten Autor und Leser um Entschuldigung.
Nr. 1/92