Erziehung heißt, ein Stückchen höher heben...
1919 gründete Rudolf Steiner eine Schule für Kinder aus armen Fabrikarbeiterfamilien. Den Anstoß dazu gab der Direktor der Stuttgarter Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik.
Daß Waldorfschulen bis heute weltweite Verbreitung fanden— unter den Nazis waren sie verboten— liegt wohl in erster Linie daran, daß keine Auswahl der Kinder nach Herkunft, Leistung oder Begabung vorgenommen wird. Es ist eine Schule für alle, wenn die Kapazitäten ausreichen. Von Anfang an lernten in Waldorfschulen auch körperlich Behinderte. Die Kinder sollen nicht nach äußeren Idealbildern „geformt“, sondern so genommen werden, wie sie sind. Die„Leitung der Erziehung‘“ wird als oberstes Prinzip betrachtet. Großer Wert wird auf die Verbindung von Wissensvermittlung und musischer bzw. künstlerischer Betätigung gelegt. Zensuren,„Springen“ in eine höhere Klassenstufe oder„Sitzenbleiben“ gibt es nicht.
Der Hauptunterricht(8.00 bis 9.45 Uhr) unterteilt sich in drei Abschnitte: rhyth
Axel Kotulla:„Effektiv starten mit TURBO C**“, Verlag Vieweg, Braunschweig 1990
Sicher wird mancher professionelle Programmierer stutzen, wenn er liest, daß das vorliegende Buch eine Einführung in die Sprache C, speziell in TURBO C**; darstellt, die keinerlei Programmierkenntnisse voraussetzt. Aber unabhängig davon, ob man die Eignung von C als Einsteigersprache bejaht oder verneint, kann ich diese Einführung jedem, der mit C als 1. Programmiersprache beginnen möchte, bestens empfehlen.
Die Beispielprogramme, an denen die elementaren Datentypen und Anweisungen erläutert werden, sind klar, übersichtlich, beschränken sich auf das Wesentliche und sind sehr gut kommentiert. Ich empfinde es als wohltuend, daß der Autor zwar einerseits auf den möglichen Stenogrammstil und andere Freiheiten der Sprache eingeht, andererseits aber konsequent gegen trickreiche und für strukturierte Programmierung eintritt. Der Leser, der die diesbezüglichen Hinweise und Empfehlungen befolgt, dürfte später kaum„Spaghetti-Code“ erzeugen. Ebenso hervorzuheben ist das Festhalten am ANSI-'C'-Standard. An allen Stellen, wo wegen der er
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mischer Teil(musizieren, singen); Epocheunterricht(ca. 4 Wochen Beschäftigung mit einer Geschichtsepoche im Komplex); Erzählteil(Märchen, Fabeln, Sagen, Mythologie).
Daran schließen sich die Fachstunden an. In den„Übfächern‘ lernen Schüler von der ersten Klasse an zwei Sprachen, Handarbeit, Turnen, Musik, Religion, Eurhythmie...
Der Lehrplan stellt kein fest gefügtes Schema dar. Gebiete sind dem Lehrer vorgegeben, die er nach seinem Ermessen ausgestalten kann. Dabei entscheidet er, was von den Kulturgütern in welcher Altersstufe vermittelt wird. In vier- bis sechswöchigen Abständen zeigen die Schüler auf Monatsfeiern, was sie neu erarbeitet haben.
An ddie achtjährige Unter- und Mittelstufe schließen sich vier Jahre Oberstufe an. Im 13. Jahr wird für das Abitur gearbeitet. Viele Anschauungsmaterialien für den Unterricht stellen die Schüler her, Bücher werden seltener benutzt. Ein Lehrer betreut„seine‘ Klasse vom 1. bis 8. Schul
Rezension
weiterten Möglichkeiten von TURBO€ von diesem Standard abgewichen wird, erfolgt ein deutlicher Hinweis.
Die zahlreichen Übungsaufgaben und programme sind für den Lernenden eine gute Hilfe. Und sollte sich auf Grund des unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades nicht immer ein Erfolgserlebnis einstellen: im Anhang oder auf der beigefügten Diskette findet man eine Musterlösung oder zumindest Lösungshinweise. Warum eigentlich nicht auch für das LIVESpiel(Aufgabe 16)? Ein weiterer kleiner Mangel: Jedes Beispiel- bzw. Übungsprogramm beginnt mit wenigstens einer Include-Anweisung, einen Hinweis auf deren Bedeutung erhält man jedoch erst auf Seite 72. Sicher wäre dies schon auf Seite 10 mit einem Satz möglich gewesen.
Jeder, der schon einmal über das Pointerbzw. Zeigerkonzept einer Programmiersprache gesprochen hat, weiß um die Verständigungsschwierigkeiten, die beim Lernenden dabei auftreten. Im vorliegenden Buch, im Kapitel 4, ist dieses Problem nach meinem Verständnis didaktisch sehr geschickt angegangen worden. Beim Leser, der diesen Abschnitt gründlich bearbeitet hat, dürften im Anschluß
jahr und unterrichtet in den meisten Fächern selbst. Der„Klassenverband“ spielt in diesem Schulkonzept eine wesentliche Rolle. Die Konzeption der Waldorfschule hat sicherlich den Vorteil, daß die Kinder ohne„Leistungsdruck“ in musischem Klima lernen können. Der Epochenunterricht ermöglicht,„Schubkastendenken“‘ weitgehend auszuschließen. In diesen Vorteilen liegen(ganz natürlich) aber zugleich auch die möglichen Nachteile. Was beinhaltet„Allgemeinbildung“? Wie sind die Schüler ohne Zensurendruck motiviert? Wie sind sie auf die Anforderungen der„Leistungsgesellschaft‘“ vorbereitet? In vier Vorträgen zur„Einführung in die Waldorfpädagogik“ erläuterte eine erfahrene Waldorflehrerin, Frau Esther Schulz, aus Berlin Geschichte, Anliegen, Lehrpläne u. a. In der„Freien Waldorfschule Potsdam“, Geschwister-Scholl-Straße 54, fanden diese Veranstaltungen statt. Auch Studenten unserer Uni nutzten im Rahmen ihrer Ausbildung Erziehungswissenschaften diese Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern. Dr. Barbara Eckardt
daran keine größeren Fragen offen geblieben sein. Etwas anders stellt sich die Situation nach dem Durcharbeiten des Kapitels 5 über objektorientierte Programmierung dar. Sicher sind die angeführten Beispiele nachvollziehbar und der Begriffsapparat gut erklärt, damit also die Basis für eine Weiterbeschäftigung mit dem Gegenstand gelegt. Um aber selbständig objektorientiert programmieren zu können, müßte man wohl doch über gewisse Fähigkeiten in der traditionellen Programmierung verfügen, was man bei einem Einsteiger aber nicht erwarten kann. Doch dies war vom Autor auch nicht vorgesehen. Vielleicht wird der eine oder andere Leser bemängeln, daß die Programmierumgebung sehr kurz abgehandelt wird. Im Rahmen einer solchen Spracheinführung wäre eine ausführlichere Behandlung wohl verfehlt, zumal alle Borland-Produkte über eine ausgezeichnete Online-Hilfe verfügen. Über die Absicht des Verfassers hinausgehend, würde ich das vorliegende Buch auch Lesern empfehlen, die bereits über gewisse Programmierkenntnisse in anderen Sprachen verfügen.
Dr. Heinz Redlich, FB Informatik
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