Heft 
(1.1.2019) 03
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STUDENTEN

Interesse bei Kindern, Studenten und Lehrern

Gegenwärtig gibt es an unserer Universität nur die Möglichkeit, das FachKunst als Teilstudiengang für das Lehramt Primar­stufe(ca. 100 Studierende) zu wählen. Auf Grund der großen Nachfrage und der Be­deutung in Aus-, Fort- und Weiterbildung im Land Brandenburg ist es nachdenkens­und wünschenswert, Studienmöglichkei­ten für dieses Fach auch auf die Sekundar­stufe I und II auszudehnen(siehePUZ' 19/91). Die FachgruppeKunst des Fach­bereiches Primarstufe besteht aus vier Kol­legInnen. Mit Frau Ev Joppien führten wir folgendes Gespräch.

PUZ: Am 30. Januar haben Ihre Studen­ten mit Kindern in der Galerie Stauden­hof, bereits zum zweiten Male, gezeich­net und Objekte hergestellt. Wie kam es zu dieser Idee?

E. J.: Eine positive Seite unserer bisheri­gen Ausbildung wollen wir bewahren. Innerhalb der Einphasenausbildung möch­ten wir den großen Anteil der Fachdidaktik erhalten, um die Studenten bereits wäh­rend ihres Studiums zur kunstpädagogi­schen Arbeit mit Kindern zu befähigen. Die Studenten, besonders der Freizeitpä­dagogik, kamen selbst auf die Idee, außer­halb unseres Hauses aktiv zu werden. Die in unmittelbarer Umgebung befindliche Galerie Staudenhof schien uns geeignet für unser Anliegen. Sie gestalteten Einladungs­karten und Plakate, verteilten sie in den Schulen und anderswo. Sehr interessante Arbeiten der Kinder aus Stoff, Ton, Holz sind entstanden.

Kinder, auch aus der Lernbehindertenschu­le, sind häufig bei uns zu Gast, mit denen die Studenten künstlerisch tätig sind. Ab Mitte April ist dienstags von 15.00 bis 17.00 Uhr in unserem Haus für alle Alters­stufenKindertag. Es ist tatsächlich so, daß viele Studenten gerne bis zur Sekun­darstufe I bzw. IT eine Ausbildung im Fach Kunst erfahren würden. Allerdings geht

Unsere Gesprächspartnerin, Ev Joppien(Mitte), bei einer Lehrveranstaltung

es für uns jetzt erst einmal darum,Kunst für die Primarstufenausbildung weiter­führen zu können(Schwerpunktfach bzw. weiteres Fach).

PUZ: Betritt man das Haus, in dem auch der Fachbereich Primarstufe un­tergebracht ist, fällt die neue Gestal­tung auf. Große Resonanz fand Ihre Idee einerWerkstattwoche vom 10. bis 14. Februar, in der SieIhr Haus öffneten, um das ProjektVerschöne­rung der unmittelbaren Studentenum­welt zu verwirklichen.

E. J.: Für dieses Fachpraktikum konnten sich Studenten der Jahrgänge 1987 bis 1990 einschreiben. Sie machten regen Gebrauch von diesem Angebot. Wir be­schäftigten uns ganz bewußt mit Arbei­ten, die Gattungsgrenzen überschreiten, d. h. mit Verfahren, die nicht eindeutig zur Malerei, Graphik, Plastik zuzuord­nen sind. So entstand in dieser Zeit für das Haus eine Kinder- und Studentenga­

Foto: Eckardt lerie. Anregungen bei der Gestaltung ent­nahmen wir dem Schaffen des Künstlers Hundertwasser. Wir werden die Ausstel­lungen wechseln, auch Kollegen werden sich beteiligen.

PUZ: Interesse und riesiger Bedarf zei­gen sich ebenso in der Forderung nach kunstpädagogischer Fort- und Weiter­bildung. Wie reagieren Sie darauf?

E. J.: Wir haben kürzlich eine dreitägige Weiterbildungsveranstaltung am Pädago­gischen Landesinstitut Brandenburg in Lud­wigsfelde durchgeführt. Es gab 125 Bewerbungen dafür. 42 LehrerInnen gaben wir Anregungen für Plastiken, Applika­tionen, Collagen, für neue Techniken über­haupt. Wir nutzten dabei auch von uns selbst in der Fachgruppe erstellte Videos als Unterrichtsmittel.

PUZ: Vielen Dank für das Gespräch und weiter gute Ideen.

Es fragte Dr. Barbara Eckardt.

Nr. 3/92

Mitteilung des Dezernates 2(Akademische und studentische Angelegenheiten)

Aufgrund zahlreicher Anfragen gestal­ten wir unsere Sprechzeiten ab Sommer­semester studentenfreundlicher.

Wir öffnen im Lehrveranstaltungszeit­raum(06. 04. bis 17. 07. 1992). die Bereiche

Studentensekretariat

Prüfungsamt

Fort- und Weiterbildung

Zentrale Studienberatung

zusätzlich immer dienstags bis 17.45 Uhr.

Außerhalb des Lehrveranstaltungszeitrau­mes bleiben unsere bekannten Sprechzei­ten bestehen:

Mo,.Di, Do. 9.00-11.30 Uhr 13.00-15.00 Uhr Fr 9.00-11.30 Uhr