STUDENTEN
Interesse bei Kindern, Studenten und Lehrern
Gegenwärtig gibt es an unserer Universität nur die Möglichkeit, das Fach„Kunst“ als Teilstudiengang für das Lehramt Primarstufe(ca. 100 Studierende) zu wählen. Auf Grund der großen Nachfrage und der Bedeutung in Aus-, Fort- und Weiterbildung im Land Brandenburg ist es nachdenkensund wünschenswert, Studienmöglichkeiten für dieses Fach auch auf die Sekundarstufe I und II auszudehnen(siehe„PUZ'‘““ 19/91). Die Fachgruppe„Kunst“ des Fachbereiches Primarstufe besteht aus vier KollegInnen. Mit Frau Ev Joppien führten wir folgendes Gespräch.
PUZ: Am 30. Januar haben Ihre Studenten mit Kindern in der Galerie Staudenhof, bereits zum zweiten Male, gezeichnet und Objekte hergestellt. Wie kam es zu dieser Idee?
E. J.: Eine positive Seite unserer bisherigen Ausbildung wollen wir bewahren. Innerhalb der Einphasenausbildung möchten wir den großen Anteil der Fachdidaktik erhalten, um die Studenten bereits während ihres Studiums zur kunstpädagogischen Arbeit mit Kindern zu befähigen. Die Studenten, besonders der Freizeitpädagogik, kamen selbst auf die Idee, außerhalb unseres Hauses aktiv zu werden. Die in unmittelbarer Umgebung befindliche Galerie Staudenhof schien uns geeignet für unser Anliegen. Sie gestalteten Einladungskarten und Plakate, verteilten sie in den Schulen und anderswo. Sehr interessante Arbeiten der Kinder aus Stoff, Ton, Holz sind entstanden.
Kinder, auch aus der Lernbehindertenschule, sind häufig bei uns zu Gast, mit denen die Studenten künstlerisch tätig sind. Ab Mitte April ist dienstags von 15.00 bis 17.00 Uhr in unserem Haus für alle Altersstufen„Kindertag‘“. Es ist tatsächlich so, daß viele Studenten gerne bis zur Sekundarstufe I bzw. IT eine Ausbildung im Fach „Kunst“ erfahren würden. Allerdings geht
Unsere Gesprächspartnerin, Ev Joppien(Mitte), bei einer Lehrveranstaltung
es für uns jetzt erst einmal darum,„Kunst“ für die Primarstufenausbildung weiterführen zu können(Schwerpunktfach bzw. weiteres Fach).
PUZ: Betritt man das Haus, in dem auch der Fachbereich Primarstufe untergebracht ist, fällt die neue Gestaltung auf. Große Resonanz fand Ihre Idee einer„Werkstattwoche‘‘ vom 10. bis 14. Februar, in der Sie„Ihr‘‘ Haus öffneten, um das Projekt„Verschönerung der unmittelbaren Studentenumwelt“ zu verwirklichen.
E. J.: Für dieses Fachpraktikum konnten sich Studenten der Jahrgänge 1987 bis 1990 einschreiben. Sie machten regen Gebrauch von diesem Angebot. Wir beschäftigten uns ganz bewußt mit Arbeiten, die Gattungsgrenzen überschreiten, d. h. mit Verfahren, die nicht eindeutig zur Malerei, Graphik, Plastik zuzuordnen sind. So entstand in dieser Zeit für das Haus eine Kinder- und Studentenga
Foto: Eckardt lerie. Anregungen bei der Gestaltung entnahmen wir dem Schaffen des Künstlers Hundertwasser. Wir werden die Ausstellungen wechseln, auch Kollegen werden sich beteiligen.
PUZ: Interesse und riesiger Bedarf zeigen sich ebenso in der Forderung nach kunstpädagogischer Fort- und Weiterbildung. Wie reagieren Sie darauf?
E. J.: Wir haben kürzlich eine dreitägige Weiterbildungsveranstaltung am Pädagogischen Landesinstitut Brandenburg in Ludwigsfelde durchgeführt. Es gab 125 Bewerbungen dafür. 42 LehrerInnen gaben wir Anregungen für Plastiken, Applikationen, Collagen, für neue Techniken überhaupt. Wir nutzten dabei auch von uns selbst in der Fachgruppe erstellte Videos als Unterrichtsmittel.
PUZ: Vielen Dank für das Gespräch und weiter gute Ideen.
Es fragte Dr. Barbara Eckardt.
Nr. 3/92
Mitteilung des Dezernates 2(Akademische und studentische Angelegenheiten)
Aufgrund zahlreicher Anfragen gestalten wir unsere Sprechzeiten ab Sommersemester studentenfreundlicher.
Wir öffnen im Lehrveranstaltungszeitraum(06. 04. bis 17. 07. 1992). die Bereiche
— Studentensekretariat
— Prüfungsamt
— Fort- und Weiterbildung
— Zentrale Studienberatung
zusätzlich immer dienstags bis 17.45 Uhr.
Außerhalb des Lehrveranstaltungszeitraumes bleiben unsere bekannten Sprechzeiten bestehen:
Mo,.Di, Do. 9.00-11.30 Uhr 13.00-15.00 Uhr Fr 9.00-11.30 Uhr