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(1.1.2019) 03
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SOZIALES/SPORT

Lichtblicke für Vorruheständler?

Etwa zwanzig Vorruheständler unserer Universität trafen sich am 4. Februar mit dem Gründungsrektor, Prof. Dr. Rolf Mitzner, der Personaldezernentin, Frau Steffi Kirchner, Dr. Magrid Bircken vom Personalrat und Dr. Dieter Jeske, Landes­vorsitzender der GEW. Auf ausdrückli­chen Wunsch der Vorruheständler nahm Minister Enderlein an dem von Sorge um sozialen Abstieg, von Betroffenheit über die Praktiken des deutschen Rechtsstaa­tes sowie Verärgerung und Ungeduld über den Umgang inner- und außerhalb der Universität mit ihnen bestimmten Gespräch teil.

Die verständlicherweise teils mit großer Emotionalität vorgetragenen Probleme der Anwesenden ehemals wissenschaftlichen Mitarbeiter viele haben Aufbauarbeit an der Pädagogischen Hochschule geleistet betreffen vier Komplexe.

Sie berufen sich auf die vertraglich zuge­sicherte Anpassung der Vorruhestandsbe­züge an geänderte Tarife, so den seit 1. 7. 91 geltenden BAT-Ost, und den monat­lich festgeschriebenen Zusatzverdienst von 400, DM, die nach den Bestimmungen des Einigungsvertrages einseitig gekün­digt wurden. Elementare rechtsstaatliche Prinzipien, wie Vertrauensschutz, Besitz­standswahrung und Gleichstellung, wur­den gerade ihnen damit versagt. Nach wie vor gebe es keine Abfindung, und große Sorgen bereitet die Höhe der in nicht allzuweiter Ferne zu erwartenden Rente. Der Minister erklärte eingangs, daß er mit seiner Anwesenheit moralische Unterstüt­zung signalisieren wolle, aber vieles nur in Zusammenarbeit mit seiner Kollegin Dr. Regine Hildebrandt und dem Bran­denburger Finanzminister angehen kön­ne. Den Hauptakzent setzte der Minister ohnehin auf eine politische Klärung des Problems. Dazu wolle er auch seine Kol­legen aus den anderen neuen Bundeslän­

dern mobilisieren. Für den in der Diskus­sion mit Nachdruck vertretenen Stand­punkt, daß einem Vorruheständler keine lange Wartezeit bleibt, zeigte der Mini­ster volles Verständnis, hob aber hervor, daß die rechtlichen Regelungen der schrägste Punkt und daher am wenig­sten zu beeinflussen seien.

Auf die Schwierigkeiten von Klagen, vor allem hinsichtlich der Dauer, verwies auch

der GEW-Vorsitzende, der unabhängig davon für ein politisches Vorgehen plä­dierte. Zum Einklagen verbriefter Rechte leider sei so die Situation forderte die Vertreterin des Personalrats auf; sie erläuterte zugleich das Bemühen des Personalrates um den Abschluß eines Sozialplans.

Eindringlich befragt nach den Aktivitäten der Universitätsleitung wurden der Grün­dungsrektor und die Personaldezernentin. Beide berichteten von Gesprächen in verschiedenen Ministerien. Nach Aussa­

ge von Frau Kirchner habe es im ersten Halbjahr vorigen Jahres begründete Aus­sicht auf einen Sozialplan gegeben; im September sei eine Initiative zur Anglei­chung der Bezüge der Vorruheständler an den BAT-Ost aus tarifrechtlichen Grün­den gescheitert. Obwohl der häufige Hinweis auf die Rolle der Finanzen von den betroffenen Anwesenden kritisiert wurde, sind sie ohne Zweifel der ent­

Foto: Rüffert

scheidende Faktor. Im Ergebnis des Ge­sprächs sagte der Minister noch für Fe­bruar ein Treffen mit Vertretern der Vor­ruheständler, dem Personaldezernat und Mitarbeitern seines Hauses zu; er selbst will bei der Beratung anwesend sein. Er bat um eine gründliche Vorbereitung. Eine solche Vorarbeit sicherte die Personalde­zernentin zu und legte schon ihre Gedan­ken in dieser Richtung kurz dar. Über den Fortgang wird die Universitäts­zeitung weiter berichten.

R. Derdack

dvs zu Gast an der Universität Potsdam

Die Deutsche Vereinigung für Sportwissen­schaft(dvs) hat ihren Hochschultag für das Jahr 1993 erstmals in ein neues Bundesland vergeben. Die Universität Potsdam wird vom 22.24. September 1993 ca. 800 Sportwissen­schaftler, Sportlehrer und Bildungspolitiker aus der Bundesrepublik Deutschland und dem Ausland beherbergen. Dieser Kongreß ver­steht sich zugleich als einer von vielen Beiträ­gen der Universität zu den Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum1000 Jahre Potsdam.

Dieser 11. Hochschultag zum Rahmenthema Jugend und Sport in Schule, Verein und

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Betrieb will den aktuellen Zustand des Ju­gendsportes in seiner Breite darstellen und im Dialog Möglichkeiten und Chancen einer Wei­terentwicklung diskutieren. Dabei soll über diese Aussprache eine notwendige Intensivie­rung der Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis erreicht werden. Entsprechend der Zielstellung wird dieser Dialog auf verschie­denen Ebenen stattfinden, zwischen Sportwis­senschaft und Sportpraxis, zwischen einzel­nen sportwissenschaftlichen Disziplinen und zwischen Sportwissenschaftlern und Bildungs­politikern. Das Thema wird in Hauptvorträ­

gen zur Vorstellung der Gesamtproblematik, in Einführungsvorträgen zu den Themenschwer­punkten sowie in Arbeitskreisen und Poster­ausstellungen abgehandelt.

Der Vorstand des dvs tagte am vergangenen Wochenende in Potsdam. Dabei zeigte sich dessen Präsident, Prof. Dr. Scherler aus Hamburg, vom derzeitigen Stand der Vorbe­reitungen beeindruckt. Die Leitung des Ta­gungsausschusses wurde dem Potsdamer Sportwissenschaftler Prof. Dr. Horst Philipp, Geschäftsführender Direktor des Fachberei­ches Sportwissenschaft der Universität Pots­dam, übertragen.

Dr. Rammelt

Nr. 3/92