SPORT
Eine Geschichte um die Faszination des magischen runden Leders
Stell Dir vor, die Mannschaft der„neuauferstandenen“ UNI Potsdam, deren Existenz sich nun endgültig herumgesprochen zu haben scheint, wird eingeladen zum bundesweiten„einheitlichen“ Hallenfußballturnier nach Dortmund. Eine Stadt des„Ruhrpotts‘, die den Halbzeitmeister der Bundesliga und den Gewinner des Hallenmasters, dem Finale des Fußballwinters, hervorgebracht hat. Tja, wer kann da schon„nein“ sagen, und dank unseres Sportlehrers Thiem(Hochschulsport) wurde diese Vorstellung wahr und wirklich.
Mit zwölf Mann, vor allem zusammengestellt aus den scheinbar ungleichen Fakultäten der„Spowis‘“ aus Potsdam und der „Rewis‘“ von Babelsberg, und mit, wie sich herausstellte,„recht“ zuverlässigen Fahrzeiten flogen wir schon am Vorabend, lästigen Staus und Nebel trotzend, mit der nötigen Portion Vorfreude, Erwartung und Aufregung in das Satellitenstädtchen der UNI Dortmund am Rande der Stadt ein.
Nach einem abendlichen sightseeing in
Schwere Saison
Vor einer schweren Saison in der 2. Bundesliga Nord-Ost steht die Judomannschaft des USV Potsdam. Bedingt durch Abgänge und zahlreiche Verletzungen ging der Start gegen die Humboldt-Universität Berlin mit 2:4 und gegen den JC Bushido Berlin mit 3:4 Niederlagen voll daneben. Nun wird jeder Kampftag in den nächsten drei Monaten ein Kampf gegen das Abstiegsgespenst. Große Sorgen bereitete den Funktionären und Trainern zu Beginn der Saison die finanzielle Absicherung der Wettkämpfe, denn nur allein durch die Beiträge der Mitglieder ist eine Bundesligamannschaft mit den umfangreichen Wettkämpfen nicht zu halten. Nachdem der Schwergewichtler unserer Mannschaft Dieter Pufahl der Mannschaft eine größere Summe zur Verfügung stellte, hat jetzt die Gebäudereinigungsfirma Dietmar Krömer, die auch viele Gebäude unserer Universität sauberhält, der Judo-Bundesligamannschaft mit einer größeren Summe und dem Bereitstellen von Kraftfahrzeugen für die Absicherung der Wettkämpfe erst einmal alle finanziellen Sorgen genommen. Nun kommt es vor allem auf alle Kämpfer an, auf ihren Trainingsfleiß, ihren Kampfgeist und ihr Können, um auch in der Saison 1993 noch in der Bundesliga zu kämpfen. Dazu wünschen wir der Mannschaft viel Erfolg.
Dr. E. Buchholz
Nr. 3/92
der City, wo wundervolle Plätze und Kirchen im grellen Werbelicht von unzähligen Ladenketten fast erblaßten, kehrten wir wieder ein und schlugen mit Isomatte und Schlafsack© unser Nachtlager FAQ auf und mit uns eine ne nicht geringfügige#& Zahl von Teams aus%
ganz Deutschland. N A Während noch in x”
der Nacht, nachdem
unsere Kräfte nachließen, der sächsische Dialekt die Halle erfüllte, weckte uns alsbald die bayrische Mundart in den frühen Morgenstunden am anderen Ende der Halle. Und dieselbige wurde nun Schauplatz der Vorrundenspiele. 48 gemeldete Mannschaften, nicht ganz vollzählig, was uns die Möglichkeit bot, eine zweite Potsdamer Mannschaft aufzustellen, traten nun in vier Hallen das atemberaubende Unterfangen an, die Endrunde zu erreichen, was nun, das liegt in der Natur der Sache, nicht allen vergönnt sein kann. Von Spiel
zu Spiel steigerte sich unser Ehrgeiz und Spielwitz, jedoch ob in Schwarz-Gelb oder Grün-Schwarz spielend, der wirklich volle Durchbruch gelang uns nicht. Spielerisch starke Mannschaften von UNI-Auswahl bis Amateuroberliga, von Aachen bis Zwickau, Pfostenschüsse und ungenutzte spielentscheidende Chancen, unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und das fehlende Portiönchen Glück verwehrte uns den Weg in die Endrunde. Nichtsdestotrotz, wir haben alles gegeben, die Atmosphäre und Stimmung in der Halle war eben etwas ganz Besonderes, irgendwo faszinierend und berauschend, und„Spowis‘“ und„Rewis‘“ sind sich zumindestens ein Stückchen näher gekommen. Und so ist dieses Wochenende nicht einfach so vorbeigeplätschert, sondern war etwas wirklich Einmaliges. Ja und vielleicht sind wir ja nächstes Jahr in Dortmund, aber das wäre schon wieder eine andere Geschichte. Frank Schmieder Rechtswissenschaften
USV-Judokas mit guten Leistungen
Respektlos zur Sache gingen die Judokas des USV Potsdam bei ihrem 6. Internationalen Sanssouci-Pokalturnier, das am 1. und 2. Februar in der Motorsporthalle Babelsberg stattfand.
Unter 47 Kämpfern aus 10 Vereinen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen sowie von Elektrana Melnik(CSFR) landeten die Uni-Sportler, die auf etliche Bundesligakämpfer verzichten mußten, zwei Siege. Frank Dittfeld(65 kg) und Jens Reinhekkel(71 kg) ließen ihren Gegnern keine Chance und triumphierten am Ende klar. Dritte Ränge eroberten Holger Lehmann (60 kg), Jens Däumel(65 kg) Marco Schmidt(86 kg) und Hendrik Nöthe(86 kg).
Den Mannschaftspokal entführten allerdings Arashi Berlin mit 2 ersten, 3 zweiten und 1 dritten Platz. USV Potsdam belegte den 2. Platz vor dem JV Ludwigsfelde(2/0/0).
Insgesamt 15 Vereine mit 113 Startern kämpften beim Pokalturnier der männli
Kurzmeldung
Die Modernen Fünfkämpfer des Olympischen Sportclubs Potsdam möchten ihren Sport wieder auf dem Gelände am Luftschiffhafen betreiben, wo sie bis zum Verbot dieser Sportart im Jahre 1968 trainiert hatten. Klaus Petrikowski, früher selbst erfolgreicher Moderner
chen Jugend U 16. Hier gaben die Judokas des Universitätssportvereins eindeutig den Ton an. Die von Axel Kirchner trainierten Burschen erkämpften sich mit 4 ersten, 4 zweiten und 4 dritten Plätzen souverän den Sanssouci-Pokal mit 41 Punkten vor dem PSV Dynamo Brandenburg(12 Punkte) und Gwardia Opole(9 Punkte).
Zwei Potsdamer Talente behielten eine absolut saubere Weste: Karsten Glor(50 kg) und Norman Affeldt(60 kg), die alle ihre Kämpfe mit Ippon vorzeitig gewannen, versprechen einiges für die Zukunft. Erfreulich, daß es gelungen ist, das Sanssouci-Pokalturnier nach einigen Jahren Pause wieder internationl attraktiv zu machen. Unsere Sportfreunde aus Melnik und Opole fühlten sich in Potsdam sehr wohl. Eine Besichtigung des Parkes Sanssouci, ein Stadtbummel in Potsdam und eine Sportlerdisco nach den Wettkämpfen brachte alle näher und trug zur Verstärkung der freundschaftlichen Kontakte bei. Dr. E. Buchholz
Fünfkämpfer und heute Präsident des Landesverbandes, hofft auf Nutzung der Bundeswehrliegenschaft. Petrikowski ist langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Universitätssportvereins(USV) Potsdam und Sportlehrer an der Universität Potsdam, von der sich gegenwärtig auch zwei Studenten auf die Landesmeisterschaften im Mai vorbereiten.
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