Heft 
(1.1.2019) 05
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GRÜNDUNGSKONZEPT

Nr. 5/92 Seite 3

Standort, Personal- und Sachausstattung

Die Universität Potsdam hat ihre Hauptstandorte am Neuen Palais ­mit Nebengebäuden-(Universitätskomplex I), in Golm(Universitäts­komplex II) sowie in Babelsberg- Gebäudekomplexe I und II-(Uni­versitätskomplex IM).

Die Universität ist für 12 000-15 000 Studenten geplant. Sie soll durch zweckmäßige Studienorganisation und Betreuung die notwendigen Voraussetzungen für die Einhaltung der Regelstudienzeiten schaffen. Derzeit sind 45 Lehrstühle besetzt. 61 Professorenstellen sind derzeit ausgeschrieben. Die Endplanung zielt auf 250 Professuren. Dazu werden insgesamt 1500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Universitätsver­waltung und Betriebstechnik werden 300 Stellen umfassen.

Dieser Personalplanung entspricht ein Raumbedarf von ungefähr 150 000 m? Nutzfläche. Um diesen Raumbedarf zu decken, sind zu­sätzliche Baumaßnahmen erforderlich. Im Rahmen der Hochschul­bauförderung sind Gebäude auf dem Gelände Universitätskomplex II Golm und auf dem Gelände Universitätskomplex III in Babelsberg/ Bahnhof Griebnitzsee geplant. Nach Abschluß dieser Bauphase werden Am Neuen Palais die Philosophischen Fakultäten, in Golm die Mathe­matisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und in Babelsberg die Juri­stische Fakultät sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät untergebracht sein. Durch die zu langen Bauphasen werden Übergangslösungen Unterbringung in Kasernen und in Container­bauten notwendig sein.

Das Verkehrsproblem der Drei-Standort-Universität betrifft insbe­sondere den Standort Babelsberg. Es kann effektiv nur durch einen schnellen Ausbau der Schienenverbindung gelöst werden, die zwi­schen den drei Standorten besteht.

Alle drei Universitätsteile liegen in unmittelbarer Nähe von Bahnhö­fen. Der Verwirklichung des geplanten S-Bahn-Regionalbahn-Ver­bundes sowie dem Ausbau der Busverbindung zwischen den drei Universitätsteilen kommt dabei eine maßgebliche Bedeutung zu. Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind mit der Univer­sität durch ihre wissenschaftlichen Leiter verbunden. Deren Bestel­lung erfolgt im Wege abgestimmter Berufungsverfahren. Angehörige dieser Forschungseinrichtungen sind in die universitäre Lehre einge­bunden. Übergangsweise sind der Universität zudem Forschungs­gruppen der ehemaligen wissenschaftlichen Akademien zugeordnet.

Gründungsauftrag und Gründungsverfahren

Die Universität Potsdam ist durch das Gesetz über die Hochschulen des Landes Brandenburg Brandenburgisches Hochschulgesetz vom 24. Juni 1991 mit Wirkung vom 15. Juli 1991 gegründet worden. Ihre Gründung ist Ergebnis einer breiten, seit dem Herbst. 1989 geführten öffentlichen Diskussion zur Erneuerung und Neuordnung von Wissenschaft und Forschung in Potsdam. Der Landtag des Landes Brandenburg hat diese Gründung einstimmig beschlossen. Der Wissenschaftsrat hat ihr zugestimmt.

Die Universität ist Mitglied der Höchschulrektoren KOM Aufgrund der Verordnung des Ministeriums für Wissenschaft, For­schung und Kultur des Landes Brandenburg vom 4. Juli 1991 sind der Gründungsrektor und der Gründungssenat bestellt worden. Dem Gründungssenat gehören an:

Professor Dr. Rolf Mitzner

Universität Potsdam Gründungsrektor

Professor Dr. Wolfgang Edelstein

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin

Stud. Phil. Anke Fraatz

Universität Potsdam

Professor Dr. Rolf Grawert

Prorektor der Ruhr-Universität Bochum

Gründungsdekan der Universität Potsdam

Professor Dr. Ulrich Herrmann

Universität Tübingen

bis 7. Februar 1992

Professor Dr. Gert Kaiser

Rektor der Universität Düsseldorf

Professor Dr. Gerhard Kempter

Universität Potsdam

Dr. Monika Kramme

Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein­Westfalen, Düsseldorf

Dr. Brigitte Krüger

Universität Potsdam

Professor Dr. Manfred Kujawa

Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie Potsdam Professor Dr. Josef Molsberger

Universität Tübingen

Professor Dr. Gisa Rauh

Universität-Gesamthochschule Wuppertal

Professor Dr. Julius H. Schoeps

Universität-Gesamthochschule Duisburg

Zu den Aufgaben des Gründungssenates gehört es in erster Linie, Vorschläge für die Struktur und den Aufbauplan der Universität vorzulegen. Der Gründungssenat kommt dieser Aufgabe mit dem vorliegenden Gründungskonzept nach.

Anmerkungen zur Denkschrift

Die nunmehr vorliegende Denkschrift zur Gründung der Universität Potsdam wurde vom Gründungssenat gemeinsam erarbeitet und am 27. Februar 1992 einstimmig verabschiedet. Sie wurde auf einer Pressekonferenz am 17. März 1992 vom Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Hinrich Enderlein, der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu dieser Denkschrift gehören die folgenden neun Anlagen:

Anlage 1: Personelle Zusammensetzung der Strukturkommissio­nen für die Fächer Anlage 2: Personal- und Binnenstruktur der Fächer

Studiengänge mit Universitätsabschlüssen

Anlage 3: x Flächen- und Raumbedarf für die Planung von Instituts­

Anlage 4: neubauten der naturwissenschaftlichen Fächer und der Bibliothekszentrale an der Universität Potsdam

Anlage 5: Standardausstattung der Bereiche mit wissenschaftlichen

und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern

Anlage 6: Zentrale Verwaltung und technischer Betriebsdienst (Struktur und Personalbedarf) Anlage 7: Personal-Modell(Stand: 27. 2. 92)

Anlage 8: Profil der Fächer in der Lehre Anlage 9: Zentrale Einrichtungen der Universität Potsdam. Dieses insgesamt 43 Seiten umfassende Anlagenpaket kann aus ver­ständlichen Gründen nicht in der PUZ abgedruckt werden. Es liegt aber im Rektorat, bei den Geschäftsführenden Direktoren der Fachbe­reiche, beim Personalrat, bei der Gleichstellungsbeauftragten und beim Studentenrat zur Einsichtnahme aus. Um eine gründliche Dis­kussion sowie um Vorschläge und Anregungen wird gebeten.

Dr. Rammelt

* in der Potsdam-Information$ Friedrich-Ebert-Straße: 0 täglich von 9.00- 18.00 Uhr 3 5 Tel.: 211 00

* im Hof des Kabaretts(Büro)

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