GRÜNDUNGSKONZEPT
Nr. 5/92— Seite 3
Standort, Personal- und Sachausstattung
Die Universität Potsdam hat ihre Hauptstandorte am Neuen Palais mit Nebengebäuden-(Universitätskomplex I), in Golm(Universitätskomplex II) sowie in Babelsberg- Gebäudekomplexe I und II-(Universitätskomplex IM).
Die Universität ist für 12 000-15 000 Studenten geplant. Sie soll durch zweckmäßige Studienorganisation und Betreuung die notwendigen Voraussetzungen für die Einhaltung der Regelstudienzeiten schaffen. Derzeit sind 45 Lehrstühle besetzt. 61 Professorenstellen sind derzeit ausgeschrieben. Die Endplanung zielt auf 250 Professuren. Dazu werden insgesamt 1500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Universitätsverwaltung und Betriebstechnik werden 300 Stellen umfassen.
Dieser Personalplanung entspricht ein Raumbedarf von ungefähr 150 000 m? Nutzfläche. Um diesen Raumbedarf zu decken, sind zusätzliche Baumaßnahmen erforderlich. Im Rahmen der Hochschulbauförderung sind Gebäude auf dem Gelände Universitätskomplex II Golm und auf dem Gelände Universitätskomplex III in Babelsberg/ Bahnhof Griebnitzsee geplant. Nach Abschluß dieser Bauphase werden Am Neuen Palais die Philosophischen Fakultäten, in Golm die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und in Babelsberg die Juristische Fakultät sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät untergebracht sein. Durch die zu langen Bauphasen werden Übergangslösungen— Unterbringung in Kasernen und in Containerbauten— notwendig sein.
Das Verkehrsproblem der Drei-Standort-Universität betrifft insbesondere den Standort Babelsberg. Es kann effektiv nur durch einen schnellen Ausbau der Schienenverbindung gelöst werden, die zwischen den drei Standorten besteht.
Alle drei Universitätsteile liegen in unmittelbarer Nähe von Bahnhöfen. Der Verwirklichung des geplanten S-Bahn-Regionalbahn-Verbundes sowie dem Ausbau der Busverbindung zwischen den drei Universitätsteilen kommt dabei eine maßgebliche Bedeutung zu. Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind mit der Universität durch ihre wissenschaftlichen Leiter verbunden. Deren Bestellung erfolgt im Wege abgestimmter Berufungsverfahren. Angehörige dieser Forschungseinrichtungen sind in die universitäre Lehre eingebunden. Übergangsweise sind der Universität zudem Forschungsgruppen der ehemaligen wissenschaftlichen Akademien zugeordnet.
Gründungsauftrag und Gründungsverfahren
Die Universität Potsdam ist durch das Gesetz über die Hochschulen des Landes Brandenburg— Brandenburgisches Hochschulgesetz— vom 24. Juni 1991 mit Wirkung vom 15. Juli 1991 gegründet worden. Ihre Gründung ist Ergebnis einer breiten, seit dem Herbst. 1989 geführten öffentlichen Diskussion zur Erneuerung und Neuordnung von Wissenschaft und Forschung in Potsdam. Der Landtag des Landes Brandenburg hat diese Gründung einstimmig beschlossen. Der Wissenschaftsrat hat ihr zugestimmt.
Die Universität ist Mitglied der Höchschulrektoren KOM Aufgrund der Verordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom 4. Juli 1991 sind der Gründungsrektor und der Gründungssenat bestellt worden. Dem Gründungssenat gehören an:
Professor Dr. Rolf Mitzner
Universität Potsdam— Gründungsrektor—
Professor Dr. Wolfgang Edelstein
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin
Stud. Phil. Anke Fraatz
Universität Potsdam
Professor Dr. Rolf Grawert
Prorektor der Ruhr-Universität Bochum
Gründungsdekan der Universität Potsdam
Professor Dr. Ulrich Herrmann
Universität Tübingen
— bis 7. Februar 1992—
Professor Dr. Gert Kaiser
Rektor der Universität Düsseldorf
Professor Dr. Gerhard Kempter
Universität Potsdam
Dr. Monika Kramme
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NordrheinWestfalen, Düsseldorf
Dr. Brigitte Krüger
Universität Potsdam
Professor Dr. Manfred Kujawa
Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie Potsdam Professor Dr. Josef Molsberger
Universität Tübingen
Professor Dr. Gisa Rauh
Universität-Gesamthochschule Wuppertal
Professor Dr. Julius H. Schoeps
Universität-Gesamthochschule Duisburg
Zu den Aufgaben des Gründungssenates gehört es in erster Linie, Vorschläge für die Struktur und den Aufbauplan der Universität vorzulegen. Der Gründungssenat kommt dieser Aufgabe mit dem vorliegenden Gründungskonzept nach.
Anmerkungen zur Denkschrift
Die nunmehr vorliegende Denkschrift zur Gründung der Universität Potsdam wurde vom Gründungssenat gemeinsam erarbeitet und am 27. Februar 1992 einstimmig verabschiedet. Sie wurde auf einer Pressekonferenz am 17. März 1992 vom Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Hinrich Enderlein, der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Zu dieser Denkschrift gehören die folgenden neun Anlagen:
Anlage 1: Personelle Zusammensetzung der Strukturkommissionen für die Fächer Anlage 2: Personal- und Binnenstruktur der Fächer
Studiengänge mit Universitätsabschlüssen
Anlage 3: x Flächen- und Raumbedarf für die Planung von Instituts
Anlage 4: neubauten der naturwissenschaftlichen Fächer und der Bibliothekszentrale an der Universität Potsdam
Anlage 5: Standardausstattung der Bereiche mit wissenschaftlichen
und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern
Anlage 6: Zentrale Verwaltung und technischer Betriebsdienst (Struktur und Personalbedarf) Anlage 7: Personal-Modell(Stand: 27. 2. 92)
Anlage 8: Profil der Fächer in der Lehre Anlage 9: Zentrale Einrichtungen der Universität Potsdam. Dieses insgesamt 43 Seiten umfassende Anlagenpaket kann aus verständlichen Gründen nicht in der PUZ abgedruckt werden. Es liegt aber im Rektorat, bei den Geschäftsführenden Direktoren der Fachbereiche, beim Personalrat, bei der Gleichstellungsbeauftragten und beim Studentenrat zur Einsichtnahme aus. Um eine gründliche Diskussion sowie um Vorschläge und Anregungen wird gebeten.
Dr. Rammelt
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