Heft 
(1.1.2019) 05
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JUBILARE

Nr. 5/92 Seite 5

Herzlichen Glückwunsch!

Prof. Dr. habil.

Am 30. Januar 1992 beendete Prof. Dr. habil. Günter Starke, Ordentli­cher Professor für Germanistische Sprachwissenschaft, sein 65. Lebensjahr. Dieser Tag ist uns Anlaß, ihm für seine herausragen­den Leistungen in Lehre und For­schung, für sein außerordentliches Engagement in der Arbeit zu dan­ken.

Günter Starke war in den Jahren 1947 bis 1960 als Lehrer an allge­meinbildenden Schulen tätig und absolvierte von 1954 bis 1960 ein Fernstudium an der damaligen Pädagogischen Hochschule Pots­dam. Im Anschluß daran nahm er seine Tätigkeit als wissenschaftli­cher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Philologie auf. Seitdem ist Günter Starke der Hochschule und heutigen Universität aufs engste verbunden. Er hat dazu beigetra­gen, daß in diesen Jahren eine Vielzahl Deutschlehrer eine soli­de sprachwissenschaftliche Aus­bildung erhalten haben, ebenso wie viele ausländische Studentinnen und Studenten. Die mehrjährige Arbeit an der Pädagogischen Hochschule Zielona Gorä muß in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Auch seinen Doktoran­dinnen und Doktoranden, die bei ihm erfolgreich promovierten, stand er stets mit Rat und Tat zur Seite. Das besondere wissenschaftliche Interesse Günter Starkes gilt Fra­

Günter Starke

gen der Grammatik und Lexikolo­gie der deutschen Sprache. 1967 promovierte er zu konkurrieren­den syntaktischen Konstruktionen in der deutschen Sprache der Gegenwart, 1972 folgte die Habi­litation zu Problemen der Satz­gliedlehre.

Für die beachtenswerten und auch international anerkannten wissen­schaftlichen Leistungen sprechen eine Reihe Buchpublikationen, wie die Neubearbeitung derGram­matik der deutschen Sprache von Walter Jung, die Mitherausgabe des HochschullehrbuchesEinfüh­rung in die Grammatik der deut­schen Gegenwartssprache und die Beschreibung lexisch-seman­tischer Felder von Verben, Adjek­tiven und Substantiven sowie grammatisch-semantischer Felder der deutschen Gegenwartssprache (zusammen mit K.-E. Sommer­feldt und H. Schreiber). Daneben zeugen eine große Zahl von Zeit­schriftenaufsätzen von der Breite seines wissenschaftlichen Arbei­tens. Das Bemühen um eine wis­senschaftlich begründete Sprach­pflege und Sprachkultur machten ihn auch über den Kreis seiner Fachkollegen hinaus bekannt. Für die Zukunft wünschen wir Günter Starke alles erdenklich Gute. Wir wissen um neue wissenschaftli­che Vorhaben, die Kraft und Muße verlangen. Der Kontakt wird auch künftig nicht abbrechen. Dessen sind wir uns sicher.

Institut für Sprachwissen­schaft im Fachbereich Germanistik

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Wir gratulieren!

Prof. Dr. habil.

Am 22. Dezember 1991 beging Herr Prof. Dr. habil. Georg Mi­chel, Ordentlicher Professor für Germanistische Sprachwissen­schaft, seinen 65. Geburtstag. Er scheidet damit nach rund 40 Jah­ren aus einem Berufsleben aus, das aufs engste mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrern ver­bunden war und geprägt wurde von hohem wissenschaftlichem Anspruch und herausragenden Leistungen auf dem von ihm ver­tretenen Fachgebiet.

Georg Michel nahm nach einem Neulehrerkurs die pädagogische Arbeit als Lehrer an Instituten für Lehrerbildung auf, qualifizierte sich über ein Fernstudium für das Fach Deutsch weiter und wurde im Jahr 1959 wissenschaftlicher Mitarbei­ter am Institut für Deutsche Philo­logie der Pädagogischen Hoch­schule Potsdam, der heutigen Uni­versität. Die nun folgenden Jahre waren bestimmt von intensiven Forschungen insbesondere auf dem Gebiet der theoretischen und an­gewandten Stilistik und einer funk­tional und kommunikativ orien­tierten Sprachbeschreibung. Sei­ne Arbeitsergebnisse fanden na­tional und international Beachtung. 1964 promovierte Georg Michel zu sprachlichen Bedingungen der Wortwahl, und 1970 folgte die Habilitationsschrift zu Problemen der Stiltypologie. Unter seiner Leitung entstand das Lehrbuch Einführung in die Methodik der

Georg Michel

Stiluntersuchung, und zusammen mit Wolfgang Fleischer gab er die Stilistik der deutschen Gegen­wartssprache heraus, die dem­nächst in einer Neufassung im Peter Lang Verlag erscheinen wird. An

weiteren Buchpublikationen war er maßgeblich beteiligt. Ein brei­tes Spektrum von Zeitschriftenauf­sätzen weisen den profilierten Linguisten aus.

Schülerinnen und Schüler, die er auf dem Weg der wissenschaftli­chen Qualifikation begleitete, Kolleginnen und Kollegen wuß­ten und wissen auch heute seinen wissenschaftlichen und mensch­lichen Rat zu schätzen. Wir wün­schen dem Jubilar auch künftig beste Gesundheit, weiterhin Freu­de an der wissenschaftlichen Arbeit und uns gemeinsam viele Gele­

genheiten zum Gespräch. Institut für Sprachwissen­schaft im Fachbereich Germanistik

Ausschreibung von Stipendien

Auf der Grundlage der Gradu­ijertenförderungsverordnung des Landes Brandenburg vom 10. 12. 91 vergibt eine vom Grün­dungsrektor beauftragte Vergabe­

kommission Stipendien an Absol­venten einer wissenschaftlichen Hochschule, die sich an der Uni­versität Potsdam vorbereiten. In­formationen zum Antragsverfah­

ren erhalten Interessierte im De­zernat für akademische und stu­dentische Angelegenheiten, Uni­versitätsteil I, Gebäude H, Zim­mer 105, Tel.: 9 71 03 61, bei Frau Gzik. Die Beantragung für die Vergabe von Stipendien im Jahre

1992 muß bis zum 30. April 1992 im Dezernat für akademische und studentische Angelegenheiten erfolgen. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt im Mai 1992. Dr. W. Götze

Stellv. Dezernent