FRAUEN-VORLESUNG
Nr. 10/92— Seite 3
SONNTAGS-FRAUENVORLESUNG auch im Juni
Die in diesem Studienjahr letzte Vorlesung der vom Gleichstellungsrat initiierten Reihe ist für den 14. Juni geplant(FB Primarstufe, kleiner Hörsaal, Beginn 10.00 Uhr). Die Referentin, Frau Prof. Kirsch, beabsichtigt, zum Thema:„Probleme und Problembewältigung bei jugendlichen Schülern“ zu sprechen. Der wissenschaftliche Werdegang der Rednerin begann 1956 mit dem Studium der Psychologie an der Humboldt-Universität Berlin. Nach 6jähriger Tätigkeit als Psychologin und Stellvertreterin des Chefarztes der Psychiatrischen Kinderklinik Neufahrland wechselte sie an die damalige Pädagogische Hochschule. Anlaß dafür war die unbegründet scheinende Auflösung der Klinik. Zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin beginnend, erhielt sie 1970 eine Aspirantur. Im Ergebnis dessen konnte die Promotion A 3 Jahre später erfolgreich verteidigt werden. Zu Beginn der 80er. Jahre habilitierte sich Frau Kirsch mit dem Thema:„Psychische Entwicklungsstörungen im Schulalter und ihre Diagnostizierung durch Klassenleiter‘‘. Die Wissenschaftlerin kann auf den Fachabschluß auf dem Gebiet der Klinischen Psychologie ebenso verweisen wie auf die darauffolgende Anerkennung als Klinischer Psychologe/Psychotherapeut. 1987 erfolgte ihre Berufung zum a. 0. Professor.
P.G.
Selbstbewußtsein bewahren!
SONNTAGS-FRAUEN-VORLESUNG mit Prof. Christa Luft
Der überfüllte kleine Hörsaal im Fachbereich Primarstufe zeigte, daß Thema und Referentin der Sonntags-Frauen-Vorlesung am 10. Mai auf das Interesse der Zuhörer innerhalb und außerhalb der Universität stießen. Im Rahmen der diesjährigen Brandenburgischen Frauenwoche sprach Frau Prof. Dr. Christa Luft zum Thema: Die ostdeutsche Wirtschaft zwei Jahre nach der Währungsunion. Der Markt— Tummelplatz der Töchter. Drei von ihr gewählte Schwerpunkte kleidete die Referentin in folgende Fragen: 1. Was ist seit der Währungsunion geschehen? 2. Warum ist das so geschehen? 3. Was müßte geschehen? Anklang fand bei den Zuhörern offensichtlich die Synthese von Situationsanalyse, Praxisbezug und theoretischen Positionen in den Darlegungen. Zwei Kernsätze seien hier zitiert:„Man kann zwei Systeme nicht zusammenspannen, nur mit dem Wissen des einen.“ „Bewußt gewollt, aus Ignoranz oder Inkompetenz hat man bei der Vereinigung Deutschlands der Innovation die Imitation vorgezogen.“ Auf der Haben-Seite sieht Frau Prof. Luft u. a. den Zugang zur
Können Sie dieser
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D-Mark, das Arbeiten der Betriebe außerhalb von Bilanzierungen, das Nichtvorhandensein einer Hyperinflation. Dafür hätten wir aber einen sehr hohen Preis zahlen
Aus dem Publikum an Christa Luft gerichtete Fragen bezogen sich u. a. auf den Osthandel, auf Chancen der Frauen in der Marktwirtschaft, auf Krisenerscheinungen
müssen: Abwertung der Sparguthaben und die Streichung von Subventionen. Unsere Wirtschaft mußte so, bei der über Nacht geöffneten Grenze, ohne Schutz unterliegen, meinte Prof. Luft.
Die Vereinigung hätte die Chance geboten, neue Ansätze zu finden, um sich vollziehende soziale und ökologische Fehlentwicklungen in Zukunft zu vermeiden bzw. zu korrigieren.
-Büroausstattung
Foto: Eckardt
der Weltwirtschaft. Große Zustimmung fand die Äußerung der Wissenschaftlerin über Parteiengrenzen hinweg, Konzepte zu erarbeiten, um die Industriestandorte in den neuen Bundesländern zu kämpfen, somit auch das Selbstbewußtsein und das Selbstwertgefühl der Menschen zu bewahren bzw. zurückzugewinnen.
Dr. Barbara Eckardt
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