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(1.1.2019) 10
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Nr. 10/92 Seite 4

INFORMATIONEN

Partner der Universität

Die ungeklärte Situation der Buch­handlung Am Neuen Palais war für alle Beteiligten eine Belastung. Seit dem 4. Mai 1992 ist nun Wichtiges geklärt.

Bernd Bree, der Geschäftsführer der Havelländischen Buchhandels­gesellschaft m.b.H., kaufte die auf dem Gelände der Universität be­findliche Immobilie. Zu dieser Gesellschaft gehören 11 Buch­handlungen in Potsdam, Nauen, Oranienburg, Fürstenberg. In ih­

bare deutsche Titel abrufbar ha­ben, so der Geschäftsführer. Nicht alle Wünsche können sofort be­rücksichtigt werden, aber der Zugriff ist in zwei Tagen möglich. Umstellung auf marktwirtschaftli­che Bedingungen ist selbstver­ständlich, andere Kaufgewohnhei­ten sind einzukalkulieren.

Um das angedeutete Konzept durchsetzen zu können, stehen im Geschäft erfahrene Buchhändlerin­nen zur Verfügung. Hannelore

Filialleiterin Hannelore Knorr(Mitte) mit ihren Kolleginnen Christel Murrer(I.) und Hanna Seimer

nen sind 29 Buchhändler beschäf­tigt. Herr Bree arbeitete 20 Jahre als Buchhandlungsleiter in Nauen, ist also mit der Situation dieses Bereiches vertraut. In der Filiale Am Neuen Palais will er zwei Schwerpunkte setzen. Einerseits sollen die Studenten und Mitarbei­ter mit Fachliteratur und einem breiten allgemeinen Sortiment versorgt werden. Es wird ein um­fangreiches Spektrum an Hobby­und Freizeit-, Kinder- und Jugend­literatur, an Belletristik sowie Publikationen des Bereiches Staat und Recht zur Verfügung stehen. Großen Raum werden Taschenbü­cher einnehmen. Die zweite Säule bilden Veröffentlichungen zu den Themen Potsdam, Sanssouci und Preußen, vor allem für Touristen gedacht.Wir wollen so schnell wie möglich das Sortiment um­stellen. Mit Hilfe unseres PC wer­den wir in Zukunft 600 000 liefer­

Foto: Tribukeit

Knorr als Filialleiterin, allen Uni­versitätsangehörigen gut bekannt, und zwei Mitarbeiterinnen über­nehmen diese Aufgabe, gleichzei­tig sind sie um Kontinuität be­müht: Ihnen liegt auch am Herzen, die Beziehungen zur Universitäts­bibliothek zu verbessern und zu erweitern. Verlorenes Terrain soll zurücker-obert werden. Das Ziel besteht darin, nicht Allein-, aber Hauptlieferant zu werden. Außerdem müßte im allgemeinen Interesse liegen, die Kooperation mit den Fachbereichen zu aktivie­ren. Es wird beispielsweise reali­sierbar sein, Literaturlisten mit Angaben der neuesten Auflagen von Schwerpunkttiteln einzelner Fachgebiete zu erstellen. Auch bei Strukturveränderungen innerhalb der Universität möchte Herr Bree mit seiner Buchhand­lung Partner der Universität sein. Dr. Barbara Eckardt

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INTERNATIONALES SYMPOSIUM BIO-REMEDIATION/TOXIGCOLOGY/ ENVIRONMENTAL FATE/ECOLOGY

Wie schon mehrfach berichtet (nachzulesen in der PUZ 7 und 15/ 91 die Redaktion), findet vom 21.26. Juni als wissenschafliche Gemeinschaftsveranstaltung der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam ein inter­nationales Symposium zu obigem Thema statt. Die Tagung, zu der 400 Gäste aus aller Welt erwartet werden, steht unter der Schirm­herrschaft der Society of Environ­mental Toxicology and Chemistry (SETAC) und der Aquatic Ecosy­stem Health and Management

8 Society(AEHMS).

Auf dem Kongreß werden Vertre­ter aus Behörden, Universitäten und der Industrie mit Wissenschaft­lern aus dem Umweltbereich ins Gespräch kommen. Das Ziel aller besteht in einer Verbesserung der Umweltsituation.

Die im Potsdamer Residence-Ho­tel angesiedelte Tagung, zugleich Jahrestagung der SETAC-EURO­PE, ist bewußt in ein neues deut­sches Bundesland gelegt worden, um ökologische Probleme vor Ort kennenzulernen und Lösungsmög­lichkeiten zu diskutieren. Zudem sollen die bisher an hiesigen Uni­versitäten nicht vertretene Ökoto­xikologie und verwandte Fachdis­ziplinen vorgestellt werden.

Zu Beginn des Symposiums fin­den Kurse in Umwelterziehung, in Statistik, zur Modellierung von Umweltchemikalien und zu deren Verbleib statt. Neben Plenarveran­staltungen und der Posterausstel­lung über die Sanierung ökolo­gisch belasteter Gebiete sowie Exkursionen in Belastungsgebiete der ehemaligen DDR gibt es eine Reihe von Workshops. Eine Aus­

stellung von im Umweltbereich tätigen Unternehmen wird den Kongreß umrahmen.

Im Rahmen der Exkursionen wer­den stark umweltgeschädigte und sanierungsbedürftige Gebiete im Raum Bitterfeld, Leipzig, Halle und Dessau aufgesucht. Eine wei­tere Exkursion wird in das Feucht­gebietUntere Havel/Gülper See führen, das nach der RAMSAR­Konvention der UNESCO als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ausgewiesen ist. Von seiten unserer Universität wird seit Monaten intensivewissen­schaftliche und organisatorische Arbeit durch den Fachbereich Biologie unter Leitung des ge­schäftsführenden Direktors, Doz. Dr. habil. H. Scheel für. diesen Kongreß geleistet. Im Wissen­schaftlichen Komitee sind Dr. habil. G. Baumann und Dr. habil. J. Pötsch sowie das Mitglied des Gründungssenats unserer Univer­sität Prof. Dr. M. Kujawa, Fraun­hofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie Potsdam­Rehbrücke, vertreten. Die Organi­sation und Leitung der Exkursio­nen liegt überwiegend in den Händen von Dr. Pötsch.

Der derzeitige Vizepräsident der SETAC-EUROPE ist Prof. Dr. P.-D. Hansen, Direktor des Insti­tuts für Ökologie der Technischen Universität Berlin. Prof. Hansen zeichnet maßgeblich verantwort­lich für die wissenschaftliche und anderweitige Vorbereitung des Kongresses. An ihn sind auch Teil­nahmewünsche zu richten: Goerzallee 253, 1000 Berlin 37, Tel.: 8 16 96 98-1;

Fax: 81.69.69.83. R.D.