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STURA
Studienticket/Semesterticket fatal, banal oder genial?
Da die Verkehrssituation in Potsdam, wie allgemein bekannt, alles andere als gut und wohl jeder mit ihr unzufrieden ist, sind wir der Meinung, daß dem Abhilfe geschaffen werden muß. In den Hauptverkehrszeiten sind die Straßen dicht; Autofahrer versuchen, jeden nur erdenklichen Schleichweg zu nutzen, die Busse und Bahnen kommen nicht durch, Fahrradfahrer nehmen den Kampf mit den Autos auf, und Fußgänger ersticken in den Abgasen.
Kurz: der alltägliche Verkehrswahn wütet. Weil diese verheerende Situation aber zunehmend nicht nur um 15.00 Uhr anfängt und um 17.00 Uhr endet, sondern am ganzen Tag abzulaufen droht, muß bald eine möglichst optimale Lösung gefunden werden. Diese muß den Autofahrern den Streß am Autofahren nehmen, den Fußgängern den Stadtspaziergang attraktiv machen und, last but not least, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv gestalten. Um eine solche Lösungsfindung bemüht, haben wir uns umgehört und eine Variante für gut befunden. Das Zauberwort lautet„Semesterticket‘“. Dies ist
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der Versuch, durch eine einmalige Zahlung am Semesteranfang das ganze halbe Jahr gebührenfrei alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Potsdam(interessant wäre eine Kopplung mit Berlins BVG und BVB) zu nutzen. Ähnliche Ideen wurden schon von vielen Unis und Hochschulen aufgegriffen und teilweise realisiert. Wir halten sie für so wertvoll, daß wir eine Arbeitsgruppe gründeten, um diese Idee gründlichst zu durchdenken. Da dieses Problem eines chaotischen Verkehrszustandes alle StudentInnen berührt, nehmen wir an, daß es eine umfangreiche Meinungsäußerung und eine rege Diskussion geben wird. Es liegt an uns, unsere Probleme zu lösen! In den nächsten Tagen wird eine große Umfrageaktion laufen, die darauf zielt, Eure Fahrgewohnheiten zu erkunden. Sie ist eine Voraussetzung, um eine optimale Lösung zu finden. Mit Eurer Teilnahme an dieser Aktion helft Ihr, das Verkehrsproblem deutlich zu verringern! Ulf Rottig, AG Verkehr des StuRa
Lehramtsprüfungsordnungen
Wir zwei vom StuRa und Anke (Studentin im Uni-Gründungssenat) haben uns mal wieder in die Spur begeben, um herauszufinden, was nun mit der Lehramtsprüfungsordnung(LAPO) los ist, die ja schon ein halbes Jahr stehen müßte. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden brauchten, um herauszubekommen, wer zuständig ist, hatten wir am 25. 5. ein aufschlußreiches Gespräch mit Herrn Skopnik vom Bildungsministerium mit folgendem Ergebnis:
Die endgültige LAPO(interessant für 1.—6. Semester) wird erst in einigen Monaten fertig sein. In etwa zwei Monaten wird der Entwurf des Bildungsministeriums an die anderen Ministerien geschickt, und über das Wissenschaftsministerium können wir Studis uns dazu äußern(Interessenten an einer Mitarbeit an der LAPO melden sich am besten bei Stefanie im StuRa, und wir regeln dann, wie wir verfahren.) Bis dahin gibt es eine Übergangsordnung LAPO/Ü. Diese gilt: für; das 10. und 442.
Semester, Der Entwurf dazu wurde schon vor Ewigkeiten vom Bildungsministerium erarbeitet, muß aber von allen anderen Ministerien bestätigt werden, dort konnte man sich bisher nicht so recht einigen. Deshalb wurde die LAPO/Ü am 18.5. per Erlaß von Herrn Skopnik in Kraft gesetzt, gilt also, bis sich der Rest der Bürokraten geeinigt hat. Da es nur noch um Kleinigkeiten geht, wird das Wesentliche der im StuRa zur Einsicht ausliegenden LAPO/Ü(Erlaß) auch in der LAPO stehen. In den Fachbereichen wurde übrigens sowieso nach dem Entwurf verfahren, da man ja Prüfungen durchführen muß. Für das jetzige 8. Semester(wegen dem wir‘ eigentlich gekommen waren) ist auch weiterhin gar nichts klar, das Problem wurde Herrn Skopnik scheinbar erst an diesem Tage bewußt. Sollten sich Studierende finden, die an der Problematik interessiert sind, werden wir die Sache weiter verfolgen. Stefanie und Wolfram vom StuRa
DAS AUS FÜR DISCOS?
Stellt Euch vor, ein Badestrand würde mitten in der Saison gesperrt. So wie die Badenden wird
| es ab 30. 6. 92 den tanzwütigen
Studenten unserer Universität gehen.
| Nachdem im vergangenen Som
mer die Kaffeestube für unsere Abendveranstaltungen geschlossen wurde, wird ab diesem Tag
| nun der Studentenkeller renoviert,
um anschließend in private Hände überzugehen. Wie sich die Preise dann in so attraktiver Umgebung wie„Sanssouci“ und dem„Neuen Palais‘ entwickeln, kann sich wohl jeder vorstellen.
Um jedoch ein abwechslungsreiches Freizeitangebot für die Studenten und anderen Jugendlichen zu erhalten, hat sich der Studenten- und Jugendförderungsverein „Incorruptus‘ ein paar Gedanken gemacht. Unser Vorschlag: Die Obere Mensa verstärkt nutzen. Bis
] jetzt findet in der Mensa nur alle
zwei Wochen eine Disco statt. An
allen anderen Tagen bleiben diese Räumlichkeiten so gut wie ungenutzt. Eine vermehrte Nutzung unserer- und Eurerseits setzt natürlich zusätzliches Engagement voraus. Wir möchten als Verein die Obere Mensa ausgestalten, um die Discos wie bisher durchführen zu können. Außerdem sollen dort auch weiterhin diverse Diskussionsrunden mit„Uni-Prominenten“ oder andere Veranstaltungen stattfinden.
Die gastronomische Versorgung würden wir natürlich selbst in die Hand nehmen. Wir werden bemüht sein, die Getränkepreise so niedrig wie möglich zu halten. Im Klartext: ähnlich wie beispielsweise im Studentenclub Golm„InTeam“ oder im T3-Club.....
Wir hoffen, bei Notwendigkeit auf Eure Hilfe zurückgreifen zu können.
Silke Baer, Toralf Starke für SJV„Incorruptus‘