Heft 
(1.1.2019) 11
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Nr. 11/92 Seite 10

STURA

Studienticket/Semesterticket ­fatal, banal oder genial?

Da die Verkehrssituation in Pots­dam, wie allgemein bekannt, alles andere als gut und wohl jeder mit ihr unzufrieden ist, sind wir der Meinung, daß dem Abhilfe ge­schaffen werden muß. In den Hauptverkehrszeiten sind die Stra­ßen dicht; Autofahrer versuchen, jeden nur erdenklichen Schleich­weg zu nutzen, die Busse und Bahnen kommen nicht durch, Fahrradfahrer nehmen den Kampf mit den Autos auf, und Fußgänger ersticken in den Abgasen.

Kurz: der alltägliche Verkehrs­wahn wütet. Weil diese verheeren­de Situation aber zunehmend nicht nur um 15.00 Uhr anfängt und um 17.00 Uhr endet, sondern am gan­zen Tag abzulaufen droht, muß bald eine möglichst optimale Lösung gefunden werden. Diese muß den Autofahrern den Streß am Autofahren nehmen, den Fuß­gängern den Stadtspaziergang at­traktiv machen und, last but not least, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv gestalten. Um eine solche Lösungsfindung bemüht, haben wir uns umgehört und eine Variante für gut befunden. Das Zauberwort lautetSemesterticket. Dies ist

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der Versuch, durch eine einmalige Zahlung am Semesteranfang das ganze halbe Jahr gebührenfrei alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Potsdam(interessant wäre eine Kopplung mit Berlins BVG und BVB) zu nutzen. Ähnliche Ideen wurden schon von vielen Unis und Hochschulen auf­gegriffen und teilweise realisiert. Wir halten sie für so wertvoll, daß wir eine Arbeitsgruppe gründeten, um diese Idee gründlichst zu durch­denken. Da dieses Problem eines chaoti­schen Verkehrszustandes alle Stu­dentInnen berührt, nehmen wir an, daß es eine umfangreiche Mei­nungsäußerung und eine rege Dis­kussion geben wird. Es liegt an uns, unsere Probleme zu lösen! In den nächsten Tagen wird eine große Umfrageaktion laufen, die darauf zielt, Eure Fahrgewohnheiten zu erkunden. Sie ist eine Vorausset­zung, um eine optimale Lösung zu finden. Mit Eurer Teilnahme an dieser Aktion helft Ihr, das Ver­kehrsproblem deutlich zu verrin­gern! Ulf Rottig, AG Verkehr des StuRa

Lehramtsprüfungsordnungen

Wir zwei vom StuRa und Anke (Studentin im Uni-Gründungsse­nat) haben uns mal wieder in die Spur begeben, um herauszufinden, was nun mit der Lehramtsprüfungs­ordnung(LAPO) los ist, die ja schon ein halbes Jahr stehen müß­te. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden brauchten, um herauszu­bekommen, wer zuständig ist, hat­ten wir am 25. 5. ein aufschlußrei­ches Gespräch mit Herrn Skopnik vom Bildungsministerium mit fol­gendem Ergebnis:

Die endgültige LAPO(interessant für 1.6. Semester) wird erst in einigen Monaten fertig sein. In etwa zwei Monaten wird der Entwurf des Bildungsministeriums an die anderen Ministerien geschickt, und über das Wissenschaftsministe­rium können wir Studis uns dazu äußern(Interessenten an einer Mitarbeit an der LAPO melden sich am besten bei Stefanie im StuRa, und wir regeln dann, wie wir verfahren.) Bis dahin gibt es eine Übergangsordnung LAPO/Ü. Diese gilt: für; das 10. und 442.

Semester, Der Entwurf dazu wur­de schon vor Ewigkeiten vom Bil­dungsministerium erarbeitet, muß aber von allen anderen Ministerien bestätigt werden, dort konnte man sich bisher nicht so recht einigen. Deshalb wurde die LAPO/Ü am 18.5. per Erlaß von Herrn Skopnik in Kraft gesetzt, gilt also, bis sich der Rest der Bürokraten geeinigt hat. Da es nur noch um Kleinigkei­ten geht, wird das Wesentliche der im StuRa zur Einsicht ausliegen­den LAPO/Ü(Erlaß) auch in der LAPO stehen. In den Fachberei­chen wurde übrigens sowieso nach dem Entwurf verfahren, da man ja Prüfungen durchführen muß. Für das jetzige 8. Semester(wegen dem wir eigentlich gekommen waren) ist auch weiterhin gar nichts klar, das Problem wurde Herrn Skopnik scheinbar erst an diesem Tage bewußt. Sollten sich Studie­rende finden, die an der Problema­tik interessiert sind, werden wir die Sache weiter verfolgen. Stefanie und Wolfram vom StuRa

DAS AUS FÜR DISCOS?

Stellt Euch vor, ein Badestrand würde mitten in der Saison ge­sperrt. So wie die Badenden wird

| es ab 30. 6. 92 den tanzwütigen

Studenten unserer Universität gehen.

| Nachdem im vergangenen Som­

mer die Kaffeestube für unsere Abendveranstaltungen geschlos­sen wurde, wird ab diesem Tag

| nun der Studentenkeller renoviert,

um anschließend in private Hände überzugehen. Wie sich die Preise dann in so attraktiver Umgebung wieSanssouci und demNeuen Palais entwickeln, kann sich wohl jeder vorstellen.

Um jedoch ein abwechslungsrei­ches Freizeitangebot für die Stu­denten und anderen Jugendlichen zu erhalten, hat sich der Studen­ten- und Jugendförderungsverein Incorruptus ein paar Gedanken gemacht. Unser Vorschlag: Die Obere Mensa verstärkt nutzen. Bis

] jetzt findet in der Mensa nur alle

zwei Wochen eine Disco statt. An

allen anderen Tagen bleiben diese Räumlichkeiten so gut wie unge­nutzt. Eine vermehrte Nutzung unserer- und Eurerseits setzt na­türlich zusätzliches Engagement voraus. Wir möchten als Verein die Obere Mensa ausgestalten, um die Discos wie bisher durchführen zu können. Außerdem sollen dort auch weiterhin diverse Diskus­sionsrunden mitUni-Prominen­ten oder andere Veranstaltungen stattfinden.

Die gastronomische Versorgung würden wir natürlich selbst in die Hand nehmen. Wir werden bemüht sein, die Getränkepreise so niedrig wie möglich zu halten. Im Klar­text: ähnlich wie beispielsweise im Studentenclub GolmInTeam oder im T3-Club.....

Wir hoffen, bei Notwendigkeit auf Eure Hilfe zurückgreifen zu kön­nen.

Silke Baer, Toralf Starke für SJVIncorruptus