SPORT
Nr. 12/92— Seite 11
„Nachsitzen“ am Wochenende erwünscht
Es muß schon etwas Besonderes geboten werden, wenn sich Lehrer freiwillig am Wochenende in der
Turnhalle treffen, um gemeinsam
eine für die meisten neue Art von|
Gymnastik zu erleben. Langgediente„Hasen‘‘, die größtenteils das ABC dieser Sportart in den Räumen der früheren PH erlernten, reisen für wenige Stunden z. T. von weither an— und alle kommen sie gern hierher.
Es hat sich herumgesprochen, Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen, geleitet durch Frau Dr. Grimmer unter Mitwirkung von Frau Dr. Zimmermann zum Thema„Bewegung— Musik— Tanz‘‘ bringen jedem viel Neues und Interessantes. Beide ließen durch ihr Engagement bisherige Weiterbildungen zu einem Erlebnis für alle werden. Dafür gebührt ihnen unser Dank.
Unter ihrer Anleitung macht es Spaß, die eigene Phantasie auszuleben, sich im Improvisieren zu erkennen, neue Tanzformen zu erproben— keinesfalls ein Erlebnisfeld nur für Frauen. Gerade in dieser für uns alle so komplizierten Zeit mit vielen neuen Problemen
MUSIK-BEWEGUNG-GESTALTUNG in verschiedenen Stilen und Formen nutzen IMPROVISATIONEN als Erkundungen und Erprobungen mit differenzierten Mitteln aus spezifischen kulturellen Bereichen. Das Musikerleben, das Gestalten von Collagen, thematische Bewegungsgestaltungen, das Umgestalten, Choreographieren und Rezipieren sind anspruchsvolle Verbindungen interessanter Einheiten, die den Menschen fordern und fördern. Weit über 150 Kolleginnen und Kollegen haben in diesem Jahr an drei Weiterbildungsveranstaltungen, die wir für das PLIB und für unsere Einrichtung ausschrieben, teilgenommen. Dr. Ellen Grimmer FB Sportwissenschaft
ist es wohl für alle wichtig, ästhe- leben. Neben dem eher einseitig tische Genüsse in aktiver und gei- leistungsorientierten Sportunterstiger Auseinandersetzung zu er- richt gewinnen in zunehmendem
Maße künstlerisch-ästhetische Gesichtspunkte an Bedeutung. Dafür wurden auf den bisherigen Lehrgängen wichtige Denkanstöße gegeben. Wer jedoch fertige Handlungsmuster erwartete, wurde enttäuscht. Grundstrukturen und Grundformen wurden vermittelt, dann ist jeder selbst gefragt mit seinem ganz persönlichen Ich, welches er einzubringen vermag. Daß auch Schüler für derart neue, kreative Formen des Sportunterrichts zu begeistern sind, zeigen erste Versuche in der Praxis. Erfreulich, daß auch über das PLIB in Ludwigsfelde derartige Weiterbildungsveranstaltungen angeboten wurden. Bleibt zu hoffen, daß uns auch zukünftig ähnliche Kurse erhalten bleiben. Hierin sollte ein gemeinsames Interesse von Universität, Schulträger und Sportlehrern bestehen. i. A. Jutta Adolf Gymnasium Kleinmachnow
I. Universitätsmeisterschaften im Tennis
Der Tennissport erfreut sich in den neuen Bundesländern zunehmender Beliebtheit. Interessierte Sportstudenten/innen der Universität Potsdam haben seit zwei Jahren die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer Wahlpflichtausbildung technische Fertigkeiten, taktische Fähigkeiten und didaktisch-methodische Kenntnisse zur Vermittlung dieser Sportart anzueignen. Im Universitätssportverein können sich Interessierte dieser„Life
time‘‘-Sportart in ihrer Freizeit Damen-Einzel(A-Runde) widmen. 1. Barbara Winkler(Sp/Ge) Verständlich, daß nun auch der 2. Yvonne Reetz(Primarstufe) sportliche Vergleich gefragt ist. 3. Doreen Köhn(Sp/Geo) Am79. und 10. Juni 1992 kämpften Damen-Doppel
erstmalig über 30 Sportler/innen 1. Barbara Winkler/Dagmar um den Titel eines Universitäts- Kosche
meisters im Einzel, Doppel und 2. Kathrin Jank/Yvonne Reetz Mixed. Die Männerwettbewerbe Herren-Einzel(A-Runde) standen auf einem schon beachtli- 1. Torsten Schmidt(Sp/Geo)
chen Niveau. 2. Ulf Gorgas(Sp/Geo) 3. Gerd Grau(Sp/Ge) 3. Peter Böhm(Sp/Ge)
Herren-Doppel
1. Torsten Schmidt/Wolfram Stetter
2. Matthias Bittkau/Göran Raffel 3. Falk Metzler/Jan-Peter Wink
ler 3. Holger Gratz/Rene Kittel
Mixed
1. Sven-Uwe Wüsthoff/Dagmar Kosche
2. Kathrin Jank/Michael Koch
Dr. Christa Helmke
Termine
7.7., 15.15 Uhr, L 101, Kolloquium „Sinnesphysiologie und Sport‘ mit Prof. Dr. med. H. de Mar&es, Köln
8. 7., 9.00 Uhr, L 101, Diskussionsrunde„Der Fall Krabbe— Ist der Leistungssport noch zu retten?‘‘ mit Prof. H. de Mareges