Nr. 15/92— Seite 4
HOCHSCHULLEBEN
Vorgestellt:
Dezernent des Dezernates 2 (Akademische und studentische Angelegenheiten): Norbert Stief
Berufliche Tätigkeit: 22 Jahre Verwaltungsbeamter der Technischen Universität Berlin, davon neun Jahre in mehreren Funktionen der akademischen Selbstverwaltung: Angelegenheiten der Fachbereiche und des Konzils, Geschäftsführung mehrerer zentraler Gremien, Korporationsrechtliche Fragen und Leitung des Wahlamts sowie zehn Jahre im Bereich der Studienangelegenheiten: Gruppenleiter im Immatrikulations- und Prüfungsamt, EDV-Koordinator für den Prüfungsbereich, Angelegenheiten der Aufbau- und Promotionsstudierenden, Vorstudieneinrichtungen und Leitung des Praktikumsbüros für Lehramtsstudierende.
Ausbildung: Abitur, Fachhochschulabschluß als Diplom-Ver
Gründungssenat gefordert
Die Gleichstellungsbeauftragten unserer Universität, Dr. Antje Zapf und Monika Stein, richteten im Auftrag des Gleichstellungsrates einen Brief folgenden Inhalts an den Gründungssenat der Universität Potsdam. In ihm fordern sie zum wiederholten Male, die Einrichtung einer C4Professur für Frauenforschung zu forcieren.
Sehr geehrte Damen und Herren des Gründungssenats,
hiermit möchten wir unseren Protest darüber zum Ausdruck bringen, daß die C4-Professur für Frauenforschung noch immer nicht ausgeschrieben wurde. Sie haben in ihrem Gremium bereits 1991 den Beschluß gefaßt, diese Professur auszuschreiben. Ein Protokoll über diesen Beschluß erhielten wir im November 1991. Darin ist festgelegt, diese Professur im Fachbereich Geschichte zu etablieren. Vor beinahe zwei Jahren haben wir an Sie unsere Konzeption für Frauenforschung und die genaue Funktionsbeschreibung dieses Lehr
Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft führte im Rahmen der Konzertierten Aktion Weiterbildung am 14. und 15. Oktober 1992 ein Expertengespräch zum genannten Thema durch. Tagungsort war die Universität Potsdam; die Plenarveranstaltungen fanden in der Oberen Mensa statt. Für die organisatorische Betreuung an der Hochschule zeichnete Frau Dr. Heidrun Klemm aus dem Fachbereich Anglistik und Amerikanistik verantwortlich.
Im Hinblick auf den ab 1993 zu erwartenden europäischen Binnenmarkt erhalten Fremdsprachen für den einzelnen immer mehr Bedeutung, was gleichermaßen für die neuen wie alten Bundesländer gilt. Dieses Expertengespräch richtete sich jedoch vornehmlich an Teilnehmer und Multiplikanden aus den neuen Ländern, aus Betrieben, Weiterbildungseinrichtungen, Kammern, Sozialpartnern, Volkshochschulen. Der Schwerpunkt der Thematik lag dabei auf der fremdsprachlichen Weiterbildung in Beruf und Freizeit, weniger an Hochschulen. Angemeldet hatten sich mehr als
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Ganz einfach gut
waltungswirt und Universitätsabschluß als Diplom-Pädagoge mit dem Studienschwerpunkt: Verwaltung von Bildungseinrichtungen, Bildungsplanung und Bildungsforschung.
Foto: Tribukeit
stuhls übersandt. Mehrere alternative Entscheidungsmöglichkeiten waren darin verdeutlicht. Auch mögliche Ausschreibungstexte hatten wir Ihnen zugearbeitet. Im Vertrauen darauf, daß Sie Ihren eigenen Beschluß baldmöglichst umsetzen, ist nun ein weiteres Jahr verloren. Uns ist diese Professur deshalb so wichtig, weil wir der Meinung sind, daß sie einen gewichtigen Beitrag dazu leisten kann, mit Frauenförderung an unserer Universität endlich ernst zu machen. Es hat wenig Sinn, bei der Besetzung von Lehrstühlen darüber zu klagen, daß zu wenig Bewerberinnen berücksichtigt werden können, wenn nichts gegen den strukturell bedingten frauenfeindlichen Weg zur Qualifikation unternommen wird.
Wir fordern Sie deshalb auf, Ihren eigenen Beschluß endlich umzusetzen.
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Mit verbindlichen Grüßen im Auftrag des Gleichstellungsrates Dr. Antje Zapf; Monika Stein
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Expertengespräch „Perspektiven der fremdsprachlichen Weiterbildung in den neuen Bundesländern“
80 Teilnehmer, etwa zu gleichen Teilen aus Ost und West. Nach der Begrüßung durch den Gründungsrektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Rolf Mitzner, wurde die Veranstaltung durch Frau Marianne Birthler, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, eröffnet. Mit einem Vortrag über „Fremdsprachen in der Weiterbildung— eine bildungspolitische Herausforderung‘‘ stieg der Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Dr. Fritz Schaumann, als erster Redner in die Thematik ein.
Die Veranstaltung sollte das Bewußtsein für die Notwendigkeit einer berufsbezogenen Fremdsprachenvermittlung in der Weiterbildung wecken und Denkanstöße für die Bedarfsermittlung und die weiteren Planungen in Betrieben und Weiterbildungseinrichtungen geben. Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Tagung war, wie die Vertreter aus den neuen Bundesländern ihre mittel- und osteuropäischen Sprachkompetenzen sinnvoll in den gesamteuropäischen Einigungsprozeß einbringen können. Dr. Rolf Rammelt
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