Heft 
(1.1.2019) 16
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Nr. 16/92 Seite 10

STUDENTEN

Erfahrungen mit ERASMUS

ERASMUS ist eines von mehre­ren bedeutsamen Programmen der Europäischen Gemeinschaft zur Förderung der wissenschaft­lichen Zusammenarbeit der Mit­gliedsländer. Dabei ist dieses Programm besonders auf den universitären Bereich gerichtet. Gegenwärtig gibt es vier ERAS­MUS-Unterprogramme, nämlich den Studentenaustausch, den Dozentenaustausch, die Ent­wicklung gemeinsamer Lehrpro­gramme und das diesjährig erst­malig aufgelegte Programm Human Capital zur Förderung projektbezogener multilateraler Zusammenarbeit bei der Ausbil­dung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf postgradualem Niveau.

Ich selbst konnte in diesem Jahr sehr gute Erfahrungen mit dem Dozentenaustauschpro­gramm machen. Das von mir im September vergangenen Jahres beantragte Projekt wurde durch das Erasmus-Büro in Brüsse nach Prüfung im Frühjahr dieses

Jahres bewilligt und großzügig| finanziert. Das ermöglichte mir|

und meiner Kollegin Dr. M Fritzsche, Vorlesungsreihen zur

Funktionsanalysis an Universi-| täten in Madrid und Valencia zu|

halten, und umgekehrt für unse­re Universität den Vorlesungs­aufenthalt von Prof. Dr. Jose

Ansemil von der Universidad|

Complutense Madrid zur The­matik holomorpher Funktionen zu finanzieren.

Während meines Aufenthaltes in Valencia hatte ich auch mehr­

fach Gespräche mit einigen deut­schen Studenten der Universität in Mainz, die eines ihrer Fachse­mester im Rahmen des Erasmus­Studentenaustausches in Spanien absolvierten. Da der Wert sol­cher Studienaufenthalte sehr hoch sein kann und sicherlich eine Reihe von Studenten unse­rer Universität daran Interesse haben, möchte ich hierzu aus meinen Erfahrungen einige Hin­weise geben. Empfehlenswert ist der Studienaufenthalt nach Er­werb des Vordiploms bzw. nach Ablegung der entsprechenden Zwischenprüfungen in den Magisterstudiengängen. Dem Antrag hat der Student ein gut durchdachtes Arbeitsprogramm mit ausgewiesenen wissenschaft­lichen Zielstellungen für den Aufenthalt beizufügen. Eine

Beratung mit hiesigen Hoch­schullehrern ist dazu sehr ange­bracht. Da die zu besuchenden Lehrveranstaltungen bis auf

Ausnahmen in der jeweiligen Landessprache durchgeführt werden, ist eine rechtzeitige sprachliche Vorbereitung erfor­derlich. Aus all dem ergibt sich die Notwendigkeit, einen beab­sichtigten Aufenthalt langfristig zu planen. Etwa 34 Semester Vorlauf werden dafür erforder­lich sein. Die Bewerbungen selbst werden dann einem Aus­wahlverfahren unterzogen. Ab­hängig von der Fachrichtung und dem gewünschten Land liegen pro Platz meist 3-10 Bewerbun­gen vor. Die Qualität des Antra­ges ist daher bedeutsam. Interes­sierte Studenten und ich hoffe, durch diesen Beitrag angeregt zu haben sollten sich in Detailfra­gen und bezüglich der Antrags­formulare an das Akademische Auslandsamt unserer Universi­tät wenden. Prof. Dr. Heinz Junek FB Mathematik

KKH-Tip zum Wintersemester

Eine Verlängerung der Versiche­rungspflicht in der Krankenver­sicherung der Studenten(KVSt) ist nach Angaben von Frau Keß­ler, Chefin der KKH in Potsdam, wegen Geburt und anschließen­der Betreuung eines Kindes um bis zu 6 Semester möglich. Diese Neuregelung berücksichtigt, daß der Erziehungsurlaub ab 1992 von 18 auf 36 Monate verlängert worden ist.

Wenn keine besonderen Gründe gegeben sind, unterliegen Stu­denten weiterhin nur bis zum

; Abschluß des 14. Fachsemesters,

längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres, der Kranken­versicherungspflicht in der bei­tragsgünstigen KVSt bei den Krankenkassen. Der monatliche KVSt-Beitrag beläuft sich im Wintersemester 1992/93 bei der KKH im westlichen Bundesge­biet auf 69,96 DM, im östlichen Bundesgebiet auf 57,85 DM. Weitere Informationen und Rat in Einzelfragen gibt die Ge­

Prof. Dr. Jose Ansemil(Madrid) während einer Vorlesung zur schäftsstelle der KKH.

Analysis

Foto: Junek

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