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STUDENTEN
Nr. 16/92— Seite 11
Studenten wollen sich engagieren
Eigentlich hatte alles im Cafe Cabana begonnen. Studenten unterschiedlicher Fachbereiche und Studienjahre lernten sich kennen und stellten gleiche Interessen und Ideale fest. Aus den ersten Gesprächen ergab sich bald ein Wille zu gemeinsamer Aktion. Und so begann man zu planen, zu organisieren... Entwicklungshilfe wollten sie konkretleisten. Teils in entwicklungspolitisch-ökologischen Gruppen organisiert, teils mit _ Ausländerarbeit in Potsdam beschäftigt— eine Verbindung zu Problemen der Dritten Welt gab es bereits. Konkrete Auslandserfahrung hatte jedoch keiner von ihnen— deshalb reiften Pläne bzgl. eines Projekts. Frank Eibisch, Kirsten Thonikke, Stefan Köhler übernahmen
die Verantwortung, um im Namen ihrer Gruppe(bestehend beispielsweise aus Studenten der Fachbereiche Biologie, Geographie und der Wirtschaftswissenschaften) schriftlich ihr Vorhaben zu formulieren und die Beteiligung am ASA-Programm (entwicklungspolitisches Stipendienprogramm, das von Bundesund Landesregierungen, der Carl-Duisberg-Gesellschaft und aus Eigenbeträgen der Teilnehmer finanziert wird) kundzutun. Der Projektantrag ist bereits von der ASA bewilligt worden.
Worum geht es? Auf dem afrikanischen Kontinent, genauer in Tansania, möchten die jungen Leute Untersuchungen zu antropogenen Belastungen des Lake Manyara Nationalparkes durchführen. Dieser Nationalpark
befindet sich im nördlichen Hochland Tansanias und grenzt direkt an den Lake Manyara und an die Wand des Ostafrikanischen Grabens. Es gibt auf Grund unterschiedlicher Interessen auch unterschiedliche Nutzungskonzepte für derartige Landschaften. Zum einen werden sie als touristische Attraktion gepriesen, zum anderen möchten Einheimische die Flächen intensiver bewirtschaften. Sowohl das eine als auch das andere ist mit Problemen verbunden. Die Studenten wollen sich konkret den Beziehungen zwischen Tourismus und Ökologie in dieser Beispielregion widmen, sie genauer analysieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen dann Generalisierungen unter Berücksichtigung des sozioökonomi
schen Umfeldes abgeleitet werden.
Vorbereitende Kontakte gibt es u. a. zur University of Dar es Salaam sowie zum Head Department of Zoology& Marine Biology im Gastland. Ansprechpartner der Studierenden sind an unserer Potsdamer Universität sowohl das Akademische Auslandsamt als auch Frau Birgit Saak, Leiterin der mit ABMStellen ausgestatteten Arbeitsgruppe Dritte Welt mit Sitz in Babelsberg. Um Unterstützung wollen sie evtl. auch beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung bitten. Erste konkretere Entscheidungen werden im Dezember erwartet, früh genug, um im Sommer nächsten Jahres tatsächlich nach Tansania zu reisen. P.G.
HE
Hochschulrektorenkonferenz(HRK) warnt
Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz hat anläßlich seiner Sitzung am 6. Oktober in Hamburg kritisiert, daß ohne öffentliche Diskussionen in den gegenwärtigen Beratungen auf Bundes- und Länderebene sowie in der gemeinsamen Verfassungskommission zur Neufassung des Grundgesetzes Grundgesetzänderungen erörtert werden und sich durchzusetzen drohen, die das bisher in der Bundesrepublik Deutschland ausbalancierte System der Verantwortung und Finanzierung für Forschung und Lehre zwischen Bund und Ländern nachhaltig verändern würden.
Für unverzichtbar hält die HRK insbesondere die bundeseinheitlichen Regelungen, die Durch
lässigkeit und Mobilität zwischen Hochschulen, Hochschularten und Ländern in der Bundesrepublik sichern, und die gemeinsame Entscheidungs- und Finanzverantwortung von Bund und Ländern in Forschungsförderung und Hochschulbau. Die Hochschulrektorenkonferenz halte es für wichtiger, heißt es in einer Entschließung des HRK-Senats, die Regelungsdichte von Hochschulrahmengesetz und Ländergesetzen zu reduzieren, um den Hochschulen mehr Entscheidungsfreiheit zu geben. Für Profilbildung der einzelnen Hochschule und Steigerung der Effizienz sei dies eine wichtige Voraussetzung. Pressemitteilung der HRK 6. 10. 92
Hochschulprojekt
Die Avon Cosmetics GmbH schreibt für 1993 ein Avon-HochSchulprojekt aus. Man wendet sich speziell an Studentinnen und fordert sie auf, eine wissenschaftliche Arbeit zu einem Avon-spezifischen
Thema zu verfassen. 10 Studentinnen werden durch Unterstützung bei der Ausarbeitung gefördert. Ausschreibung und Themenliste sind in der Redaktion der PUZ einzusehen.
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Zauberhafte Tips für einen gesunden Rücken.
Ein gesunder Rücken hat nichts mit Zauberei zu tun. Richtige Bewegung dagegen wirkt wahre Wunder. Es ist ganz leicht, schon wird der Rücken entlastet und das Rückgrat gestärkt. Wir zeigen Ihnen wie.
Für Ihre Gesundheit machen wir uns stark.
Aktion: Überlegen bewegen.
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