SPORT |
Nr. 17/92— Seite 15
„Selbst ist die Frau“
Esist vielleicht noch nicht jedem an der Uni bekannt, daß auch
hier Basketball gespielt wird.|}
Wir, die Basketballerinnen des USV sind eine Mannschaft, die
die Freude am Spiel mit dem. roten Ball in den Vordergrund?
rückt. Trotzdem legen wir aber auch Wert auf die Verbesserung unserer Spielfähigkeit, des technischen und taktischen Könnens. Das erste Training nach zwei Monaten Semesterferien zeigte, daß noch viel Arbeit vor uns liegt. Das spiegelte sich auch in unserem diesjährigen Saisonstart wieder. Für diesen Zweck wählten wir einen Ort, der ca. 500 km westlich von Potsdam liegt: die Stadt Hamm. Die dortige Frauenbasketballmannschaft lud uns zu einem Turnier ein. Die Nachricht von dieser Einladung erhielten wir zwar erst zwei Wochen vor dem Turnierbeginn, aber wir sind flexibel. Uns blieben somit nur noch vier Trainingseinheiten zur Vorbereitung. Wir starteten am Freitag, dem 24. Oktober 1992 gegen 12.15 Uhr Richtung Hamm. Die Besatzung des neunplätzigen Leihbusses bestand aus der Trainerin Heike Faust, den vier Centerspielerinnen Anke Kössler, Anja Volker, Antje Lehmann und Ute Stöck und den vier Aufbauspielerinnen Anett Reinhardt, Anett Pigard, Susanne Niebisch und Nadja Müller. Da unser Motto: „Selbst ist die Frau“ heißt, stellten wir die Chauffeure des„Blauen Blitzes‘“ aus unseren Reihen. Die Fahrt verlief bis auf schon erwartete FreitagsnachmittagsStaus und etwas Regen problemlos. So erreichten wir das Ziel nach achtstündigem Kampf durch PKW- und LKW-Lawinen. Nach großem Wiedersehens-Hallo mit Trainer und Spielerinnen der Mannschaft aus Hamm überfielen wir die erstbeSte Pizzeria. Der Magen fordert Regelmäßigkeit und kennt keine Ausnahmen, auch nicht bei sport
lichen Frauen. Im Anschluß an diesen Festschmaus trennten wir uns bis zum nächsten Morgen, da wir privat bei einigen Spielerinnen untergebracht waren.
Das erste Spiel sollte Sonnabend 14.00 Uhr beginnen. Somit hatten wir vorher noch Zeit, uns Hamm anzusehen. Aus der sightseeing-tour wurde aber bald eine shopping-tour. Wir verlagerten unsere Aktivitäten weitestgehend in das Alles-Centre und die Einkaufsstraße, da wir kurz vor einer Unterkühlung standen. In den frühen Nachmittagsstunden ging es dann endlich in die Sporthalle, die kaum vergleichbar mit dem Standard unserer Trainings- und Spielstätte Halle I ist: mindestens zehn nutzbare Basketballkörbe, eine Spielfläche in Originalgröße und mit einem rutschfesten Belag, Zuschauertribüne, kurz— optimale Bedingungen. Das Spiel war fair und ging leider für uns verloren. Eine Niederlage bedeutet meist aber auch einen Erfahrungsgewinn.
Wir erkannten einige Mängel besonders im Angriff. Die herausgespielten Chancen nutzten wir oft nicht, viele Pässe und
Foto: S. Faust
Überkopfkarussell oder die Gespensterbahn. Ein guter Glühwein brachte uns die innerliche Wärme bei winterlichen Temperaturen. Nach zweistündigem Markttreiben zogen wir uns in
das Kneipenviertel von Hamm
| zurück und vereinbarten gleich | einen Gegenbesuch in Potsdam.
Sonntagvormittag war das zweite Spiel angesetzt. Bei diesem konnten wir uns im Vergleich
| zum Sonnabendspiel steigern.
Nachdem wir zeitweise mit zehn
| Punkten führten, stand es kurz | vor Spielende 32:32. In den letz| ten Minuten unterliefen uns gro| be Fehler, so daß wir eine erneu
te Niederlage hinnehmen mußten, die mit 38:32 knapp zu unseren Ungunsten ausfiel. Wir hoffen jedoch, die Rückspiele in Potsdam erfolgreicher gestalten zu können.
Vielleicht war dieses gelungene Wochenende der Beginn einer schönen Tradition.
Anett Pigard
„Leistung und Service—
zwei überzeugende a Argumente.”
Würfe verfehlten ihr Ziel. In der
Verteidigung fanden wir schneller den Spielrhythmus.
Die Sonnabendabendgestaltung sah einen Kirmesbesuch vor. Die Waghalsigsten kletterten in das
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