Heft 
(1.1.2019) 17
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SPORT |

Nr. 17/92 Seite 15

Selbst ist die Frau

Esist vielleicht noch nicht jedem an der Uni bekannt, daß auch

hier Basketball gespielt wird.|}

Wir, die Basketballerinnen des USV sind eine Mannschaft, die

die Freude am Spiel mit dem. roten Ball in den Vordergrund?

rückt. Trotzdem legen wir aber auch Wert auf die Verbesserung unserer Spielfähigkeit, des tech­nischen und taktischen Könnens. Das erste Training nach zwei Monaten Semesterferien zeigte, daß noch viel Arbeit vor uns liegt. Das spiegelte sich auch in unse­rem diesjährigen Saisonstart wieder. Für diesen Zweck wähl­ten wir einen Ort, der ca. 500 km westlich von Potsdam liegt: die Stadt Hamm. Die dortige Frau­enbasketballmannschaft lud uns zu einem Turnier ein. Die Nach­richt von dieser Einladung er­hielten wir zwar erst zwei Wo­chen vor dem Turnierbeginn, aber wir sind flexibel. Uns blie­ben somit nur noch vier Trai­ningseinheiten zur Vorbereitung. Wir starteten am Freitag, dem 24. Oktober 1992 gegen 12.15 Uhr Richtung Hamm. Die Besat­zung des neunplätzigen Leihbus­ses bestand aus der Trainerin Heike Faust, den vier Center­spielerinnen Anke Kössler, Anja Volker, Antje Lehmann und Ute Stöck und den vier Aufbauspie­lerinnen Anett Reinhardt, Anett Pigard, Susanne Niebisch und Nadja Müller. Da unser Motto: Selbst ist die Frau heißt, stell­ten wir die Chauffeure desBlau­en Blitzes aus unseren Reihen. Die Fahrt verlief bis auf schon erwartete Freitagsnachmittags­Staus und etwas Regen problem­los. So erreichten wir das Ziel nach achtstündigem Kampf durch PKW- und LKW-Lawi­nen. Nach großem Wiederse­hens-Hallo mit Trainer und Spie­lerinnen der Mannschaft aus Hamm überfielen wir die erstbe­Ste Pizzeria. Der Magen fordert Regelmäßigkeit und kennt keine Ausnahmen, auch nicht bei sport­

lichen Frauen. Im Anschluß an diesen Festschmaus trennten wir uns bis zum nächsten Morgen, da wir privat bei einigen Spieler­innen untergebracht waren.

Das erste Spiel sollte Sonnabend 14.00 Uhr beginnen. Somit hat­ten wir vorher noch Zeit, uns Hamm anzusehen. Aus der sight­seeing-tour wurde aber bald eine shopping-tour. Wir verlagerten unsere Aktivitäten weitestgehend in das Alles-Centre und die Ein­kaufsstraße, da wir kurz vor ei­ner Unterkühlung standen. In den frühen Nachmittagsstunden ging es dann endlich in die Sporthalle, die kaum vergleichbar mit dem Standard unserer Trainings- und Spielstätte Halle I ist: mindestens zehn nutzbare Basketballkörbe, eine Spielfläche in Originalgrö­ße und mit einem rutschfesten Belag, Zuschauertribüne, kurz optimale Bedingungen. Das Spiel war fair und ging leider für uns verloren. Eine Niederlage bedeu­tet meist aber auch einen Erfah­rungsgewinn.

Wir erkannten einige Mängel besonders im Angriff. Die her­ausgespielten Chancen nutzten wir oft nicht, viele Pässe und

Foto: S. Faust

Überkopfkarussell oder die Ge­spensterbahn. Ein guter Glüh­wein brachte uns die innerliche Wärme bei winterlichen Tempe­raturen. Nach zweistündigem Markttreiben zogen wir uns in

das Kneipenviertel von Hamm

| zurück und vereinbarten gleich | einen Gegenbesuch in Potsdam.

Sonntagvormittag war das zwei­te Spiel angesetzt. Bei diesem konnten wir uns im Vergleich

| zum Sonnabendspiel steigern.

Nachdem wir zeitweise mit zehn

| Punkten führten, stand es kurz | vor Spielende 32:32. In den letz­| ten Minuten unterliefen uns gro­| be Fehler, so daß wir eine erneu­

te Niederlage hinnehmen muß­ten, die mit 38:32 knapp zu unse­ren Ungunsten ausfiel. Wir hof­fen jedoch, die Rückspiele in Potsdam erfolgreicher gestalten zu können.

Vielleicht war dieses gelungene Wochenende der Beginn einer schönen Tradition.

Anett Pigard

Leistung und Service

zwei überzeugende a Argumente.

Würfe verfehlten ihr Ziel. In der

Verteidigung fanden wir schnel­ler den Spielrhythmus.

Die Sonnabendabendgestaltung sah einen Kirmesbesuch vor. Die Waghalsigsten kletterten in das

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