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(1.1.2019) 20
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UMWELTSCHUTZ

Nr. 20/92 Seite 7

Fortsetzung von S. 6

tionsbasis über anderweitige Beschäftigungsmöglichkeiten

verstärken und damit die Mög­lichkeit der Stellenfindung er­heblich vergrößern.

Minister Hindrich Enderlein gab

seiner Hoffnung Ausdruck, daß die auszugsweise Veröffentli­chung beider Beiträge die aktive Teilnahme der Hochschulöffent­

lichkeit am Aufbau der Univer­sität Potsdam befruchten möge.

Dr. Rolf Rammelt

Der WWF bei uns in neuen Räumen

Auf Initiative von Prof. Dr. em. Erich Rutschke wurde nach der politischen Wende im März 1990 die Naturschutzstelle Ost des World Wide Fund For Nature (WWF) gegründet. Sie war bis­lang im Gebäude des Zoologi­schen Instituts der Universität Potsdam untergebracht. Der wachsenden Bedeutung ihrer Aufgaben angemessen, konnte sie am 14. Dezember 1992 in den Universitätskomplex III nach Babelsberg in neue, großzügige Büroräume umziehen.

Zum Umzug gratulierten Vertre­ter des Bundesumweltministe­riums, von der Landesregierung Umweltminister Mathias Plat­zeck und Bildungsminister Ro­land Resch sowie von der Uni­versität der Gründungsrektor Prof. Mitzner. Als erfolgreich und richtungsweisend für den Naturschutz bewertete Carl-Al­brecht von Treuenfels, Vor­standsvorsitzender der Umwelt­stiftung WWF-Deutschland, die im Laufe der letzten zwei Jahre

geleistete Arbeit im Osten Deutschlands. Was als ehrenamt­liches Engagement begann, wurde ab Sommer 1991 von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet. Um den ständig wach­senden Aufgaben gerecht wer­den zu können, wurde die Natur­schutzstelle aufgewertet. Nun­mehr sind neben der Leiterin, Martina Fleckenstein, weitere drei Mitarbeiter tätig.

Länderübergreifend engagiert sich der WWF für die Einrich­

tung eines deutsch-polnischen| NationalparksUnteres Odertal| und bei der Sicherung wertvoller|

Biotope an Oder und Neiße und für weitere Projekte in Ost- und Südosteuropa.

Für Brandenburg und Mecklen­burg-Vorpommern ist die Schaf­fung weiterer großflächiger Schutzgebiete vorgesehen. Be­

sonders das Land Brandenburg verfügt über einzigartige und für

Mitteleurpa bereits seltene Reich­tümer, nämlich relativ naturnahe und ökologisch noch weitge­hend intakte Landschaften und Lebensräume. 407 Naturschutz­gebiete sind hier ausgewiesen, was rund 4,7% der Landesflä­che entspricht. Insgesamt unter­liegen rund 34% der Landsflä­che besonderen' Formen des Schutzes.

Es gelte, alle Mittel und Kräfte für die Erhaltung der ökologi­schen Gleichgewichte in der Natur durch Schaffung stabiler Umweltbedingungen einzuset­

zen, betonte Umweltminister Platzeck. Für die Bewahrung und Wiederherstellung einer ab­wechslungreichen Flußauen­landschaft setzt sich der WWF im Überschwemmungsgebiet der Unteren Havel ein, einem wichtigen Brut- und Rastplatz für zahlreiche Wat- und Wasser­

Zukunft eine enge Zusammenar­beit der Nautrschutzstelle Ost mit dem Bereich Ökologie und Na­turschutz des Botanischen Insti­tuts und der am Zoologischen In­stitut der Universität angesiedel­ten Forschungsstelle für Ökolo­gie der Wasservögel und Feucht­gebiete ergeben. Noch längst

Das Team der WWF-Naturschutzstelle Ost: Cornelia Wessel, Leiterin Martina Fleckenstein, Michael Stein­

land und Dr. Hartmut Müller(v. I. n. r.)

vogelarten. Von Wissenschaft­lern und Studenten der Univer­stiät Potsdam wurden von der wissenschaftlichen Station Gül­pe aus bereits mehrere Jahre vor 1992 intensive Untersuchungen zur Naturausstattung, Bestands­aufnahme von Tier- und Pflan­zenarten sowie zur Ökolo­gie dieses international bedeut­samen Feuchtgebietes durchge­führt. Hier wird sich auch in

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Foto: Tribukeit

nicht erschöpft sind hierbei die Themen für Diplom- und Staats­examensarbeiten für Studieren­de der Biologie. Die Naturschutz­stelle Ost wird sich auch bei der Umweltbildung und-erziehung engagieren. Auchhier bietet sich eine Kooperation mit dem Insti­tut für Umweltwissenschaften der Universität Potsdam an.

Dr. Rolf Rammelt

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