UMWELTSCHUTZ
Nr. 20/92— Seite 7
Fortsetzung von S. 6
tionsbasis über anderweitige Beschäftigungsmöglichkeiten
verstärken und damit die Möglichkeit der Stellenfindung erheblich vergrößern.“
Minister Hindrich Enderlein gab
seiner Hoffnung Ausdruck, daß die auszugsweise Veröffentlichung beider Beiträge die aktive Teilnahme der Hochschulöffent
lichkeit am Aufbau der Universität Potsdam befruchten möge.
Dr. Rolf Rammelt
Der WWF bei uns in neuen Räumen
Auf Initiative von Prof. Dr. em. Erich Rutschke wurde nach der politischen Wende im März 1990 die Naturschutzstelle Ost des „World Wide Fund For Nature“ (WWF) gegründet. Sie war bislang im Gebäude des Zoologischen Instituts der Universität Potsdam untergebracht. Der wachsenden Bedeutung ihrer Aufgaben angemessen, konnte sie am 14. Dezember 1992 in den Universitätskomplex III nach Babelsberg in neue, großzügige Büroräume umziehen.
Zum Umzug gratulierten Vertreter des Bundesumweltministeriums, von der Landesregierung Umweltminister Mathias Platzeck und Bildungsminister Roland Resch sowie von der Universität der Gründungsrektor Prof. Mitzner. Als erfolgreich und richtungsweisend für den Naturschutz bewertete Carl-Albrecht von Treuenfels, Vorstandsvorsitzender der Umweltstiftung WWF-Deutschland, die im Laufe der letzten zwei Jahre
geleistete Arbeit im Osten Deutschlands. Was als ehrenamtliches Engagement begann, wurde ab Sommer 1991 von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet. Um den ständig wachsenden Aufgaben gerecht werden zu können, wurde die Naturschutzstelle aufgewertet. Nunmehr sind neben der Leiterin, Martina Fleckenstein, weitere drei Mitarbeiter tätig.
Länderübergreifend engagiert sich der WWF für die Einrich
tung eines deutsch-polnischen| Nationalparks„Unteres Odertal‘“| und bei der Sicherung wertvoller|
Biotope an Oder und Neiße und für weitere Projekte in Ost- und Südosteuropa.
Für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist die Schaffung weiterer großflächiger Schutzgebiete vorgesehen. Be
sonders das Land Brandenburg verfügt über einzigartige und für
Mitteleurpa bereits seltene Reichtümer, nämlich relativ naturnahe und ökologisch noch weitgehend intakte Landschaften und Lebensräume. 407 Naturschutzgebiete sind hier ausgewiesen, was rund 4,7% der Landesfläche entspricht. Insgesamt unterliegen rund 34% der Landsfläche besonderen' Formen des Schutzes.
Es gelte, alle Mittel und Kräfte für die Erhaltung der ökologischen Gleichgewichte in der Natur durch Schaffung stabiler Umweltbedingungen einzuset
zen, betonte Umweltminister Platzeck. Für die Bewahrung und Wiederherstellung einer abwechslungreichen Flußauenlandschaft setzt sich der WWF im Überschwemmungsgebiet der „Unteren Havel“ ein, einem wichtigen Brut- und Rastplatz für zahlreiche Wat- und Wasser
Zukunft eine enge Zusammenarbeit der Nautrschutzstelle Ost mit dem Bereich Ökologie und Naturschutz des Botanischen Instituts und der am Zoologischen Institut der Universität angesiedelten Forschungsstelle für Ökologie der Wasservögel und Feuchtgebiete ergeben. Noch längst
Das Team der WWF-Naturschutzstelle Ost: Cornelia Wessel, Leiterin Martina Fleckenstein, Michael Stein
land und Dr. Hartmut Müller(v. I. n. r.)
vogelarten. Von Wissenschaftlern und Studenten der Universtiät Potsdam wurden von der wissenschaftlichen Station Gülpe aus bereits mehrere Jahre vor 1992 intensive Untersuchungen zur Naturausstattung, Bestandsaufnahme von Tier- und Pflanzenarten sowie zur Ökologie dieses international bedeutsamen Feuchtgebietes durchgeführt. Hier wird sich auch in
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Foto: Tribukeit
nicht erschöpft sind hierbei die Themen für Diplom- und Staatsexamensarbeiten für Studierende der Biologie. Die Naturschutzstelle Ost wird sich auch bei der Umweltbildung und-erziehung engagieren. Auchhier bietet sich eine Kooperation mit dem Institut für Umweltwissenschaften der Universität Potsdam an.
Dr. Rolf Rammelt
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