Heft 
(1.1.2019) 03
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ZUSAMMENARBEIT

Nr. 3/93 Seite 7

DEUTSCH-POLNISCHES JUGENDWERK:

Jugendaustausch als Chance des besseren Verständnisses und der Versöhnung in Europa

NISCHES. KO_ JG,

Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Polen haben am 17. Juni 1991 einenVertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenar­beit geschlossen. In Durchfüh­rung dieses Vertrages folgte zugleich eine Übereinkunft (Abkommen) über die Schaf­fung eines Deutsch-Polnischen Jugenwerks, das auf der Grund­lage des Abkommens vom 10. November 1989 über den Ju­gendaustausch beider Staaten (damls: zwischen der alten Bun­desrepublik und der untergegan­genen Volksrepublik) arbeiten soll.

Nach längerer Vorbereitung und der Eröffnung der Geschäftsstel­len in Potsdam und Warschau konnte nunmehr das Deutsch­Polnische Jugendwerk(DPJW) ab 1. Januar 1993 ganz offiziell seine Tätigkeit aufnehmen.

Welche Ziele hat sich nun das DPJW, das dem Deutsch-Fran­zösischen Jugendwerk nachei­fern will, im Rahmen des Ju­gendaustausches gesetzt?

Es soll durch mannigfache Ini­tiativen nichtstaatlicher und staat­licher Organisationen das Ver­ständnis für den jeweiligen Nach­barn verbessern und Versöh­nung, über alle historisch beding­ten Gräben hinweg, ermöglichen.

Höchstes Organ des DPJW ist der Deutsch-Polnische Jugend­rat, der über das jeweilige Ar­beitsprogramm und den Haus­halt zu entscheiden hat. Der gesamte Haushalt für 1993 be­

läuft sich auf 6,5 Millionen DM,|

wobei der deutsche Anteil vier

Millionen beträgt. Zusätzliche| Mittel fließen dem DPJW aus| den einzelnen Bundesländern zu.| Vorsitzende des Deutsch-Polni-|

schen Jugendrates sind: auf deut­

scher Seite Frau Dr. Angela|

Merkel, Bundesministerin für

sammenarbeit; kommunale Pro­gramme);

Haushalt und Finanzen.

Das Warschauer Büro unter Geschäftsführer Dariusz Weg­licki übernimmt

den schulischen Austausch; Lehrerfortbildung;

sportliche Jugendbildung;

Sprachförderung;

trinationale Programme.

werden zur Zeit 1.200 Anträge geprüft und vielleicht auch ge­nehmigt. Die Schätzungen der ungefähren Teilnehmerzahlen schwanken zwischen 15.000 und maximal 28.000 Jugendlichen.

Daß auch- freilich außerhalb der DAAD-Zuständigkeit für die Wissenschaftlerförderung- Stu­dierende gefördert werden, wird für das Bundesland mit der läng­

/

Frauen und Jugend, und Herr

Minister Jan-Maria Rokita, Chef); des Amtes des polnischen Mini-|

sterrates. Jede Seite schickt elf weitere Mitglieder in den Jugend­rat, wobei je sechs Mitglieder nichtstaatliche Interessen(wie freie oder kirchliche Träger der Jugendarbeit) zu vertreten ha­ben. Der Jugendrat beschloß Anfang Dezember 1992 in War­schau folgende Aufgabenteilung. Das Potsdamer Büro mit seinem Geschäftsführer Michael Lingen­thal betreut

den außerschulischen Aus­tausch(wie Jugendverbände, -organisationen; kulturelle Zu­

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Die Geschäftsstelle des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes befindet sich in der Potsdamer Friedhofsgasse 2.

Eine deutsch-polnische Mann­schaft ist in jedem Büro für beide Länder verantwortlich. Die För­derung der deutsch-polnischen Kooperationspartner schlägt sich vor allem in finanziellen Zu­schüssen nieder, wobei die Ju­gendgruppen und-organisatio­nen einen Teil selbst tragen oder durch Drittmittel anderer Träger finanzieren müssen. Insgesamt

Foto: Rüffert

sten Grenze zu Polen, nämlich Brandenburg, von besonderem Interesse sein.

Dr. Eduard Gloeckner, Uni­versität Potsdam

(Vorsitzender des gemeinnüt­zigen Vereins zur Förderung der deutsch-polnischen Bezie­hungen im Lande Branden­burg e. V.)

Abschlussarbeiten-Schnelldienst

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