ZUSAMMENARBEIT
Nr. 3/93— Seite 7
DEUTSCH-POLNISCHES JUGENDWERK:
Jugendaustausch als Chance des besseren Verständnisses und der Versöhnung in Europa
NISCHES. KO_ JG,
Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Polen haben am 17. Juni 1991 einen„Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ geschlossen. In Durchführung dieses Vertrages folgte zugleich eine Übereinkunft (‚„„Abkommen‘‘) über die Schaffung eines Deutsch-Polnischen Jugenwerks, das auf der Grundlage des Abkommens vom 10. November 1989 über den Jugendaustausch beider Staaten (damls: zwischen der alten Bundesrepublik und der untergegangenen Volksrepublik) arbeiten soll.
Nach längerer Vorbereitung und der Eröffnung der Geschäftsstellen in Potsdam und Warschau konnte nunmehr das DeutschPolnische Jugendwerk(DPJW) ab 1. Januar 1993 ganz offiziell seine Tätigkeit aufnehmen.
Welche Ziele hat sich nun das DPJW, das dem Deutsch-Französischen Jugendwerk nacheifern will, im Rahmen des Jugendaustausches gesetzt?
Es soll durch mannigfache Initiativen nichtstaatlicher und staatlicher Organisationen das Verständnis für den jeweiligen Nachbarn verbessern und Versöhnung, über alle historisch bedingten Gräben hinweg, ermöglichen.
Höchstes Organ des DPJW ist der Deutsch-Polnische Jugendrat, der über das jeweilige Arbeitsprogramm und den Haushalt zu entscheiden hat. Der gesamte Haushalt für 1993 be
läuft sich auf 6,5 Millionen DM,|“
wobei der deutsche Anteil vier
Millionen beträgt. Zusätzliche| Mittel fließen dem DPJW aus| den einzelnen Bundesländern zu.| Vorsitzende des Deutsch-Polni-|
schen Jugendrates sind: auf deut
scher Seite Frau Dr. Angela|
Merkel, Bundesministerin für
sammenarbeit; kommunale Programme);
— Haushalt und Finanzen.
Das Warschauer Büro unter Geschäftsführer Dariusz Weglicki übernimmt
— den schulischen Austausch; — Lehrerfortbildung;
— sportliche Jugendbildung;
— Sprachförderung;
— trinationale Programme.
werden zur Zeit 1.200 Anträge geprüft und vielleicht auch genehmigt. Die Schätzungen der ungefähren Teilnehmerzahlen schwanken zwischen 15.000 und maximal 28.000 Jugendlichen.
Daß auch- freilich außerhalb der DAAD-Zuständigkeit für die Wissenschaftlerförderung- Studierende gefördert werden, wird für das Bundesland mit der läng
/
Frauen und Jugend, und Herr
Minister Jan-Maria Rokita, Chef); des Amtes des polnischen Mini-|
sterrates. Jede Seite schickt elf weitere Mitglieder in den Jugendrat, wobei je sechs Mitglieder nichtstaatliche Interessen(wie freie oder kirchliche Träger der Jugendarbeit) zu vertreten haben. Der Jugendrat beschloß Anfang Dezember 1992 in Warschau folgende Aufgabenteilung. Das Potsdamer Büro mit seinem Geschäftsführer Michael Lingenthal betreut
— den außerschulischen Austausch(wie Jugendverbände, -organisationen; kulturelle Zu
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Die Geschäftsstelle des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes befindet sich in der Potsdamer Friedhofsgasse 2.
Eine deutsch-polnische Mannschaft ist in jedem Büro für beide Länder verantwortlich. Die Förderung der deutsch-polnischen Kooperationspartner schlägt sich vor allem in finanziellen Zuschüssen nieder, wobei die Jugendgruppen und-organisationen einen Teil selbst tragen oder durch Drittmittel anderer Träger finanzieren müssen. Insgesamt
Foto: Rüffert
sten Grenze zu Polen, nämlich Brandenburg, von besonderem Interesse sein.
Dr. Eduard Gloeckner, Universität Potsdam
(Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins zur Förderung der deutsch-polnischen Beziehungen im Lande Brandenburg e. V.)
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