Heft 
(1.1.2019) 04
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Nr. 4/93 Seite 4

Ausländische Studierende an der Universität Potsdam

23. Februar 1993, 10.00 Uhr, Hegelallee, Aula.

Fast 100 ausländische Studien­bewerber sitzen und schwitzen beim Eignungstest für die Auf­nahme in das Studienkolleg. Für sie beginnt ein neuer Studienab­schnitt. Das Studienkolleg dient der Vorbereitung ausländischer und staatenloser Studienbewer­ber auf ein Studium in Deutsch­land.

Im Wintersemester 1992/93 begannen 51 ausländische Staatsangehörige eine Ausbil­dung an dieser studienvorberei­tenden Einrichtung. In T-(tech­nisch-naturwissenschaftlichen), S-(sprachlichen), G-(gesell­schaftswissenschaftlichen),(wirtschafts- und rechtswissen­schaftlichen) und M-(medizi­nisch-biologischen) Schwer­punktkursen werden sie in zwei Semestern auf einen Abschluß vorbereitet, der dem deutschen Abitur für eine Fächergruppe adäquat ist. Ein Schwerpunkt bei der Ausbildung ist der Unter­richt in der deutschen Sprache. 17 Kollegiaten haben sich an der Humboldt-Universität Berlin beworben. Im kommenden Se­mester werden ca. 75 Studenten einen neuen Kurs beginnen. Andere ausländische Studienbe­werber, die eine Hochschulzu­gangsberechtigung besitzen, müssen noch die Prüfung zum Nachweis deutscher Sprach­kenntnisse ablegen. In einem einsemestrigen Deutschkurs können sie sich darauf vorberei­ten. Im Wintersemester 1992/93 haben 51 Studenten nach dem Eignungstest davon Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus studieren an unserer Universität für ein bzw. zwei Semester Kontakt-, Aus­tausch- und Programmstuden­ten. In diesem Semester kamen 22 Studenten aus Frankreich, Ita­lien, Großbritannien, Spanien, Irland, der GUS und den USA. 12 Studenten haben noch zu

DDR-Zeiten ein Studium an der Universität Potsdam aufgenom­men und werden gefördert vom Deutschen Akademischen Aus­tauschdienst(DAAD). Sie stu­dieren vor allem im politik- und sozialwissenschaftlichen Be­reich. 14 weitere Studenten befinden sich bereits in höheren Seme­stern. In den vergangenen zwei Jahren haben sich zudem be­stimmte Beziehungen zur Uni­versität in Ile-Ife in Negeria ent­wickelt. Zur Zeit studieren 24 nigerianische Studenten in Pots­dam. Außerdem befinden sich sieben Studenten im Promotions­studium. Insgesamt studieren 181 Studen­ten aus 40 Ländern an unserer Universität. Der überwiegende Teil davon finanziert sich selbst. AAA, Dr. U. Hunger

Vorgestellt:

Dr. Rolf Zander,

HOCHSCHULLEBEN

Datenschutzbeauftragter

Ende 1992 wurde Dr. Rolf Zan­der von Prof. Dr. Mitzner zum Datenschutzbeauftragten der Universität Potsdam berufen. In dieser Funktion ist er dem De­

zernat 1(Planung, Organisation, ka

Forschungsförderung, Datenver­arbeitung), mit dem es eine enge Zusammenarbeit gibt, zugeord­net und damit dem Kanzler der Universität unterstellt.

Dr. Zander studierte von 1957| bis 1960 an der Vorgängerein-|

richtung der Universität Pots­dam. Der Mathematiklehrer und Diplommathematiker ist seit 1987 am ehemaligen Institut für Lehrerbildung(heute Fachbe­reich Primarstufe) tätig. Er führt Lehrveranstaltungen zur Mathe­matik und zu Elementen der In­formatik durch. Dr. Zander ist seit Mitte 1991 Mitglied des Per­sonalrats der Universität.

Foto: Eckardt

Da der persönliche Datenschutz durch den Gesetzgeber geregelt wird, gelten auch an der Univer­sität Potsdam das Bundesdaten­schutzgesetz vom 20. 12. 90 und das Brandenburgische Daten­schutzgesetz vom 20. 1. 92. Da­raus ergeben sich für Dr. Zan­der vor allem drei Schwerpunkt­aufgaben:

= rechtliche Beratung zu Fragen

des Datenschutzes(Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personengebundener Daten denn nur um diese geht es)

Beratung zur Datensicherheit (Ausschluß der Gefährdung der Datensicherheit, Aus­schluß des Zugriffs zu perso­nengebundenen Daten durch Dritte)

Wahrung von Rechten Betrof­fener(rechtliche Zulässigkeit der Datenerfassung und ord­nungsgemäße Auskunftser­teilung, bezogen auf die eige­ne Person).

= Ausdrücklich muß betont wer­

den, daß jeder das Recht hat, Einsicht in seine an der Univer­sität aufbewahrten Personalun­

terlagen zu nehmen.

Dr. Zander ist für alle an der Uni­versität Tätigen zu Auskünften bezüglich seines Aufgabenge­bietes bereit. Er ist wie folgt zu erreichen:

Fachbereich Primarstufe, Golm, Haus 9, Zimmer 215,

Tel.: 9 76 24 96. E.