Heft 
(1.1.2019) 05
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Nr. 5/93 Seite 8

STUDENTEN

Der Ausländerbeirat... auch für ausländische Studenten der Universität

Der Ausländerbeirat der Stadt Potsdam, dessen Vorsitzende ich bin, ist ein ehrenamtliches, bera­tendes Gremium der Stadtverord­netenversammlung bei der Ent­scheidungsfindung zu Auslän­derfragen. Am 3. Juni 1992 be­schloß die Stadtverordnetenver­

Maria Pichottka, Ungarin, seit 32 Jahren in Deutschland, Vor­sitzende des Ausländerbeira­tes, seit Mitte Februar Mitar­beiterin der Universität Pots­

dam, Fachbereich Germani­stik, Abteilung Sprachwissen­schaft, Tel.: 9 76 31 38

Foto: Rüffert

sammlung die Satzung über den Ausländerbeirat, damit war der Weg zur Wahl des Beirates frei­gegeben. Nach den Wahlen im November wurde der Beirat am 4. Dezember 1992 konstitutiert. Er besteht aus 14 Mitgliedern. Dazu gehören 7 ausländische Mitbürger mit ständigem Wohn­sitz in Potsdam, 6 Fraktionsmit­glieder der Stadtverordnetenver­sammlung und die Ausländer­beauftragte der Stadt, mit bera­tender Stimme.

Unsere Aufgabe ist es, die Inter­essen der ausländischen Mitbür­ger zu vertreten. Der Klientel des Ausländerbeirates setzt sich aus den ausländischen Mitbürgern und nicht zuletzt aus den auslän­dischen Studenten der Universi­

tät und Hochschuleinrichtungen zusammen. Etwa 2 000 Auslän­der leben z. Z. in Potsdam. Für die Realisierung der breit gefä­cherten Aufgabenstellung des Ausländerbeirates wurden Ar­beitsgruppen gebildet. Eine von diesen ist die Arbeitsgruppe Jugendarbeit, die sich mit den Problemen und Wünschen der Studenten befaßt. Zu der Arbeits­gruppe gehört Frau Anna Met­schies(Mitarbeiterin der Uni­versität und Beiratsmitglied) und Herr Dr. Hans Schubert (Verbandsfraktion). Wir rufen die ausländischen StudentIn­nen zur Mitarbeit in dieser Arbeitsgruppe auf und haben vor, Sprechstunden auf dem Universitätsgelände einzurich­ten. Im Rahmen dieser Sprech­stunden planen wir Rechtsbera­tung und die Gewährung von Lebenshilfe, auch in Form von Broschüren, die von den Beirats­mitgliedern zu unterschiedlichen Themen wie z. B.Was: sind meine Rechte und Pflichten?, An welchen Arzt kann ich mich mit meinen gesundheitlichen Problemen wenden? usw. erar­beitet wurden. Für Probleme im Zusammenhang mit dem Stu­dium bleibt weiterhin das Aka­demische Auslandsamt zustän­dig. Eine Begegnungsstätte ist (außerCabana im Haus der Jugend) vorgesehen, wo die deutsche und nichtdeutsche Bevölkerung gemeinsame Ver­anstaltungen zur Pflege der Kul­tur, der Sitten und Gebräuche, der Küchenkultur aller Nationen durchführen können. Dort könn­ten mit Hilfe der Bevölkerung fremdsprachige Bücher und auch die Broschüren zur Unterstüt­zung der Integration der Auslän­der, Hinweise zur Rechtsbera­tung der Studenten u. a. unterge­bracht werden.

Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhaß gehören z. Z. zu den größten Problemen in

Deutschland. Die Integration der Ausländer ist der wichtigste Bestandteil der Bekämpfung der Ausländerfeindlichkeit, und zur Integration gehören immer zwei, die sich integrieren lassen wol­len und die mit der Integration beschäftigt sind. Nur wenn beide ihr Herz öffnen und ihren Bei­trag zur Integration leisten, wird eine echte Integration möglich. Der erste Schritt dabei ist das Erlernen der deutschen Sprache. Am eigenen Leibe spürte ich alle Phasen dieses Integrationspro­zesses, nachdem ich vor 32 Jah­ren deutschen Boden betrat. Das Leben war nicht immer leicht, es gab bei mir Integrationsschwie­rigkeiten. Plötzlich in einem an­deren Land, mit anderen Sitten und Lebensgewohnheiten, ohne

Freunde und Bekannte, manch­mal sogar ohne Verwandtschaft, und wenn die Sprachkenntnisse auch noch fehlen, ist die Situa­tion oft schwer zu ertragen. Meine positiven Erfahrungen, den Schlüssel zumWie mache ich es am klügsten? möchte ich in meiner Arbeit im Ausländer­beirat an alle ausländischen Mit­bürger der Stadt Potsdam wei­tervermitteln. Sich für Auslän­der einzusetzen, ist einer der schönsten, eine edle Aufgabe, und micht bewegt dabei der Gedanke, daß jeder Mensch unabhängig von seiner Hautfar­be und Nationalität gleich ist, ausschlaggebend sind die inne­ren Werte, die wir fördern und auch mit pflegen können. Maria Pichottka

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