Heft 
(1.1.2019) 07
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Nr. 7/93 Seite 10

SPORT

Die Schlagzeile dieses Artikels ist das Motto eines seit März über zwei Jahre laufenden und vom ArbeitsbereichSport und Gesellschaft des Fachbereiches Sportwissenschaft der Universi­tät Potsdam geleiteten Projektes. Es wird vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg alsMo­dellversuch: Seniorensport im Land Brandenburg gefördert. Kooperationspartner in diesem Modellversuch sind der Landes­sportbund Brandenburg e. V., Kommunen sowie freie Träger und Wohlfahrtsverbände.

Das MottoDer goldene Weg verbindet als Leitgedanke ver­schiedene mit dem Projekt ver­bundene Absichten, die im fol­genden skizziert werden sollen. Zunächst beabsichtigen wir, im Rahmen unserer Untersuchun­gen eine spezifische Lösung für eine übergreifende Problemlage mittels des Sportes anzubieten. Verkürzt dargestellt, lassen wir uns dabei von dem Gedanken leiten, daß im Prozeß zuneh­mender Veralterung der Bevöl­kerung sportorientierte Angebo­te das Gelingen des Alterns mar­kant unterstützen können. Dies erwarten wir sowohl für den Teil der Älteren, deren Übergang.und Weg in den bzw. im Altersbe­reich der über Fünfzigjährigen mehr oder wenigerundrama­tisch erfolgt. Aber auch(oder vielleicht sogar gerade) für die­jenigen, deren Lebenslagen in diesem Lebensabschnitt aus un­terschiedlichen Gründen durch eingeschränkte Lebensqualität und-zufriedenheit geprägt sind, versprechen wir uns, mit darauf eingehenden Angeboten aus dem Bereich Sport, Spiel und Bewegung denBetroffenen Alltagsprobleme einen(golde­nen igen ÖN­nen.

Solche Bestrebungen schlagen sich(wenn auch noch nicht

Der goldene Weg

Modellversuch: Seniorensport im Land Brandenburg

durchgängig) in der aktuellen Sportlandschaft der alten Bun­desländer zwar schon in Form einer teilweise sehr facetten­reichen Seniorensport-Praxis nieder. Jedoch liegen differen­zierte Erkenntnisse über die Be­ziehungen von Lebenslagen und Sporterfahrungen der Älteren kaum zusammenhängend vor, so daß wir im Ergebnis unserer Untersuchungen erhoffen, zur

Entwicklung eines_ solchen Theoriegebäudes_mit beizutra­

gen. Und da außerdem die Lebensla­

gender ÄlterenindenNeufünf­ländern ja in großem und teil­weise sehr dramatischem Maße eine ‚Wende erfahren haben bzw. in dieser begriffen sind, unterscheiden sie sich im Kon­text sportlicher Aktivitäten(so nehmen wir an) überwiegend doch wesentlich von denen in den alten Bundesländern.

Dementsprechend erwarten wir von der Bearbeitung dieses Er­kenntnisneulandes Ergebnisse,

"die als gesicherte Grundlage für

angemessene Beratungsleistun­gen dienen. Damit zielen wir das

(eigentliche) praktische Ziel des Projektes an: den Interessenten

einen(möglichst erfolgverspre­chenden) Weg des Aufbaus und der Förderung des_Senioren­

sportes_im Land Brandenburg aufzuzeigen. Folglich kenn­

zeichnen nachstehende Maß­nahmen die Schwerpunkte unse­rer Bemühungen, die Möglich­keiten des Sportes entsprechend der besonderen Ssozialpoliti­schen Situation des Landes Brandenburg zu analysieren und in die Praxis zu überführen:

Ermittlung der sportbezoge­nen Interessen der Älteren im Kontext ihrer Lebenslagen;

Erhebung derzeit bestehender Sportangebote für Ältere im Land Brandenburg;

Entwicklung altersgerechter Sportangebote;

Auslösung und Durchführung

von Modellmaßnahmen für den Seniorensport.

Die zwei letztgenannten Pro­jektakzente ermöglichen uns schließlich und endlich, insbe­sondere den Studierenden des sportwissenschaftlichen__Di­plomstudienganges neue Tätig­keitsfelder für die aktuelle Aus­bildung und perspektivische Be­rufswahl zu eröffnen.

Dies haben bereits 15 Studie­rende genutzt, indem sie im vergangenen Zwischenseme­ster zunächst an einer 240stün­digen Übungsleiter-Sonderaus­bildung des Landessportbundes Brandenburg mit der Lizenz Sport mit Älteren an der Sportschule in Lindow erfolg­reich teilnahmen. Zur Zeit betä­tigen sie sich im RahmenBe­rufspraktischer Übungen beim Aufbau und der Betreuung von

Seniorensportgruppen in Sport­vereinen und Wohlfahrtsein­richtungen der Stadt Potsdam. In ihren Praktika werden sie dann ihre Kenntnisse und Erfah­rungen in ausgewählten Orten des Landes Brandenburg zur Gründung und Betreuung neuer Seniorensportgruppen einbrin­gen. Mit ihrer Integration in das Projekt tragen sie nicht nur we­sentlich zu dessen Gelingen bei. Sie bringen darüber hinaus (wenn auch in einem begrenzten Bereich, so doch aber mit einer nicht zu unterschätzenden Wir­kung) etwasauf den Weg, das in einer Zeit zunehmender Span­nungen zwischen Anderen(so manJung undAlt auch an­wachsend als Konfliktgruppen wahrnimmt) bemerkt und an­nehmbare Zeichen setzt.

Dr. Detlef Krüger

__AOK für das Land Brandenburg"

Potstausend­

Wanderspaß gegen Unistreß

Einmal so richtig ausspannen, tief durchatmen und den Unistreß vergessen? Die AOK unterstützt Euch dabei mit vie­len guten Ideen. So lädt die Gesundheitskasse am 9. Mai 1993 zu einer Wanderung durch den Potsdamer Forst ein. Mehrere tausend Naturfreunde aus dem gesamten Bundesge­biet werden sich auf den Weg rund um den Schwielowsee machen und den Wanderspaß genießen.

Die Strecken von 16 und 27 Kilometern führen durch die ab­wechslungsreiche Havellandschaft vorbei an zahlreichen Se­henswürdigkeiten. Für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer wird eine fünf Kilometer lange Route entlang des Templiner Sees angeboten. Start und Ziel ist im Stadion am Luftschiffha­fen in Potsdam-West.

Der Startschuß für die Wanderer fällt um 9.00 Uhr. Bis 11.00 Uhr können sich die Teilnehmer auf den Weg machen. Unterwegs sorgt die AOK für gesunde Getränke und Verpfle­gung. Wir von der Gesundheitskasse würden uns freuen, wenn viele Hochschulangehörige und Studenten die Wan­derstiefel schnüren würden.

Weitere Infos gibt es bei Jens Czempinski am AOK-Wandertelefon unter der Nummer 033 28/45 11 13 oder bei Thoralf Fiedler, der Euch jeden Dienstag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr im H-Gebäude, Am Neuen Palais erwartet. Von ihm erfahrt Ihr auch mehr über Service und Leistungen der ACK.