Heft 
(1.1.2019) 08
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Nr. 8/93 Seite 8

WISSENSCHAFT

Am 16. April 1993 fand im gro­ßen Chemiehörsaal am Neuen Palais ein Symposium statt, welches von den Mitgliedern der AG Stoffdynamik in Geosyste­men organisiert wurde. Gegen­

stand war der wissenschaftliche

Meinungsaustausch über Ansät­

ze, Methoden und erste Ergeb-|

nisse zum Thema Rieselfeld. Die Herkunft der Referenten und Gäste spiegelte die interdis­ziplinäre Aufgabe der Erfor­schung dieses Ökosystems wi­der.

Rieselfelder rahmten die Stadt ­

Berlin bis vor kurzem großflä­

chig ein. Auch wenn von dieser|}

eigenartigen, technogenen

Landschaft heute nur noch Teil-? areale für die Abwasserverriese-}

lung genutzt werden, so ist das Interesse an ihnen größer denn Je.

Potentielle neue Nutzer stehen für Investitionen im Speckgürtel Berlins bereit. Doch der jahr­zehntelange Abwassereintrag ließ den Boden zu einer Altlast verkommen.

Wie groß ist diese? Welche Schadstoffe sind relevant? Wie untersucht man eine Altlasten­fläche von tausend Hektar Grö­ße? Sind bereits Grundwasser­kontaminationen feststellbar? Eine Auswahl der Fragen, die von Geoökologen, Biologen, Chemikern und Mathematikern auf dem Arbeitskolloquium angeregt diskutiert wurden. Erfreulich, daß trotz der z. T. unterschiedlichen Vorausset­

Historisch wertvolle Rieselfeldlandschaft östlich von Potsdam ein Mosaik von Tafeln und

Gräben, umgeben von Dämmen, Wegen und Gehölzen.

zungen bzw. Herangehenswei­sen der Arbeitsgruppen aus Ost und West doch vergleichbare und in ihrer Grundaussage über­einstimmende Resultate hervor­gebracht wurden. So konnte neben der Festigung der Kontak­te zwischen Forschungsteams im Berlin-Brandenburger Raum die Strategie zur weiteren Unter­suchung und Gestaltung der Rie­selfelder erörtert werden, auch wenn fertige Nutzungskonzepte noch ausstehen.

Denn, auch das wurde deutlich, die Lösung einer solchen Aufga­be erfordert einen holistischen Ansatz, die Zusammenarbeit gleichberechtigter Partner, die Schaffung einer fundierten Da­tenbasis, funktionstüchtige Mo­delle und auch Zeit.

Nur auf dieser Basis können die diskutierten Empfehlungen ei­ner Sanierung, Bepflanzung, Grundwasseranreicherung etc. den Entscheidungsträgern als Handlungsgrundlage angeboten werden.

Karsten Grunewald

AOK für das Land Brandenburg

Jugend schützt Natur

Wichtiger Bestandteil einer modernen AOK-Gesundheitspo­litik ist die bundesweite AktionJugend schützt Natur. Gemeinsam mit der UmweltstiftungWorld Wide Fund For Nature(WWF) konnten im vergangenen Jahr etwa 450 Projekte zum Thema Umweltschutz mit bis zu 2000, DM gefördert werden.

In diesem Jahr stehen die Schwerpunktbereiche Klima und umweltfreundliche Verkehrsplanung sowie Ernährung im Vor­dergrund, erläutert Martina Fleckenstein. Sie leitet die Natur­schutzstelle Ost des WWF im Universitätskomplex Babels­berg. Studenten können sich beim WWF-Team zu Förder­möglichkeiten umweltfreundlicher Projekte unter der Tel.-Nr. 03 31/7 67 01 erkundigen.

Projektanträge und Infobroschüren zur Aktion gibt es im AOK­Informationsständer im Immatrikulationsgebäude Am Neuen Palais. Ansprechpartner der AOK vor Ort ist Thoralf Fiedler. Er betreut die Aktivitäten zum Umweltschutz und gibt hilfrei­che Hinweise hinsichtlich erfolgversprechender Projektan­träge:

jeden Dienstag

von 10.00-13.00 Uhr im H-Gebäude

Am Neuen Palais

ASK

Die Gesundheitskasse.