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WISSENSCHAFT
Am 16. April 1993 fand im großen Chemiehörsaal am Neuen Palais ein Symposium statt, welches von den Mitgliedern der AG Stoffdynamik in Geosystemen organisiert wurde. Gegen
stand war der wissenschaftliche
Meinungsaustausch über Ansät
ze, Methoden und erste Ergeb-|
nisse zum Thema Rieselfeld. Die Herkunft der Referenten und Gäste spiegelte die interdisziplinäre Aufgabe der Erforschung dieses Ökosystems wider.
Rieselfelder rahmten die Stadt
Berlin bis vor kurzem großflä
chig ein. Auch wenn von dieser|}
eigenartigen, technogenen
Landschaft heute nur noch Teil-? areale für die Abwasserverriese-}
lung genutzt werden, so ist das Interesse an ihnen größer denn Je.
Potentielle neue Nutzer stehen für Investitionen im Speckgürtel Berlins bereit. Doch der jahrzehntelange Abwassereintrag ließ den Boden zu einer Altlast verkommen.
Wie groß ist diese? Welche Schadstoffe sind relevant? Wie untersucht man eine Altlastenfläche von tausend Hektar Größe? Sind bereits Grundwasserkontaminationen feststellbar?— Eine Auswahl der Fragen, die von Geoökologen, Biologen, Chemikern und Mathematikern auf dem Arbeitskolloquium angeregt diskutiert wurden. Erfreulich, daß trotz der z. T. unterschiedlichen Vorausset
Historisch wertvolle Rieselfeldlandschaft östlich von Potsdam— ein Mosaik von Tafeln und
Gräben, umgeben von Dämmen, Wegen und Gehölzen.
zungen bzw. Herangehensweisen der Arbeitsgruppen aus Ost und West doch vergleichbare und in ihrer Grundaussage übereinstimmende Resultate hervorgebracht wurden. So konnte neben der Festigung der Kontakte zwischen Forschungsteams im Berlin-Brandenburger Raum die Strategie zur weiteren Untersuchung und Gestaltung der Rieselfelder erörtert werden, auch wenn fertige Nutzungskonzepte noch ausstehen.
Denn, auch das wurde deutlich, die Lösung einer solchen Aufgabe erfordert einen holistischen Ansatz, die Zusammenarbeit gleichberechtigter Partner, die Schaffung einer fundierten Datenbasis, funktionstüchtige Modelle— und auch Zeit.
Nur auf dieser Basis können die diskutierten Empfehlungen einer Sanierung, Bepflanzung, Grundwasseranreicherung etc. den Entscheidungsträgern als Handlungsgrundlage angeboten werden.
Karsten Grunewald
AOK für das Land Brandenburg
Jugend schützt Natur
Wichtiger Bestandteil einer modernen AOK-Gesundheitspolitik ist die bundesweite Aktion„Jugend schützt Natur“. Gemeinsam mit der Umweltstiftung„World Wide Fund For Nature”(WWF) konnten im vergangenen Jahr etwa 450 Projekte zum Thema Umweltschutz mit bis zu 2000,— DM gefördert werden.
In diesem Jahr stehen die Schwerpunktbereiche Klima und umweltfreundliche Verkehrsplanung sowie Ernährung im Vordergrund, erläutert Martina Fleckenstein. Sie leitet die Naturschutzstelle Ost des WWF im Universitätskomplex Babelsberg. Studenten können sich beim WWF-Team zu Fördermöglichkeiten umweltfreundlicher Projekte unter der Tel.-Nr. 03 31/7 67 01 erkundigen.
Projektanträge und Infobroschüren zur Aktion gibt es im AOKInformationsständer im Immatrikulationsgebäude Am Neuen Palais. Ansprechpartner der AOK vor Ort ist Thoralf Fiedler. Er betreut die Aktivitäten zum Umweltschutz und gibt hilfreiche Hinweise hinsichtlich erfolgversprechender Projektanträge:
jeden Dienstag
von 10.00-13.00 Uhr im H-Gebäude
Am Neuen Palais
ASK
Die Gesundheitskasse.