Heft 
(1.1.2019) 09
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Nr. 9/93 Seite 4

Foto: Rüffert

Geb. 1939; studierte bis 1965 die Fachrichtung Geodäsie an der Technischen Universität Mün­chen, wo er 1969 auch mit einer Arbeit zur Bestimmung des Erdschwerefeldes mit Hilfe von Satellitenbeobachtungen promo­

MITTEILUNGEN

Neuer Universitätsprofessor

Prof. Dr.-Ing. Christoph Reigber Professur für Geodynamik

viert; in der Zeit 1969-1980 Teilprojektleiter im Sonderfor­schungsbereich 78Satelliten­geodäsie der DFG an der glei­chen Hochschule; enge Arbeits­verbindungen und mehrmonati­ge Aufenthalte bei französischen Einrichtungen, insbesondere dem nationalen Raumfahrtzen­trum, CNES, Toulouse; 1974 Habilitation und Venia Legendi für das FachgebietAstronomi­sche und Physikalische Geodä­sie; 1980 Direktor der Abtei­lungTheoretische Geodäsie des Deutschen Geodätischen Forschungsinstitutes(DGFI) in

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Universitäten zurückzuführen, wurde in Potsdam durch die Zusammenarbeit der naturwis­senschaftlichen Fächer mit den außeruniversitären Forschungs­einrichtungen entsprochen. Die Argumente des Landes und der Universität Potsdam sind nach Ansicht des Ministers so stich­haltig, daß manTendenzen dieser Kritik nicht akzeptieren muß; denn die brandenburgi­sche Argumentation ist so schlüssig, daß man kritische An­sichten ausräumen kann. Der Minister ist sich sicher, daß wir an der Universität Potsdam die Konzeption so verwirklichen können, wie sie von den Struk­turkommissionen geplant wor­den ist. Die neuesten Empfehlungen des Wissenschaftsrates sehen vor, besondere Fachfragen noch ein­mal mit einem Strukturbeirat zu diskutieren. Diesen hat der Mi­nister bereits einberufen. Dr. Krüger versicherte in seinen Schlußbemerkungen, daß die genannten Probleme vom Wis­senschaftsausschuß und von der Landesregierungaufmerksam registriert werden, und sprach die Hoffnung aus, daß diese Dis­kussionen den Universitätsaus­bau weiterführen werden.

Dr. Rolf Rammelt

München; 1982 apl. Professor; im gleichen Jahr Ablehnung eines Rufes an die Bundeswehr­hochschule München; Forschun­gen schwerpunktmäßig gerich­tet auf die Bestimmung des glo­balen Schwerefeldes und die Lösung geodynamischer Frage­stellungen mit künstlichen Erd­satelliten; Humboldt-Preisträger 1985 zur Förderung der deutsch­französischen Zusammenarbeit; 8 Jahre Präsident der Kommis­sion für die internationale Koor­dinierung von Satellitentechni­ken für Geodäsie und Geodyna­mik der Internationalen Asso­

Kooperationsmöglichkeiten erörtert

Als Gast an unserer Universität weilte am 12. Mai Prof. Luigi Vittorio Graf Ferraris, ehemali­ger Botschafter Italiens in Deutschland. Graf Ferraris, der eine breite Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern an­strebt, erörterte mit dem stell­vertretenden Gründungsrektor Herrn Prof. Dr. Gerhard Kemp­ter Möglichkeiten wissenschaft­licher Kooperation und des Austausches von Studenten. Er

bot an, über bereits bestehende Kontakte und Projekte des Fach­bereiches hinaus bei der Zusam­menarbeit mit italienischen Uni­versitäten behilflich zu sein. Sein Interesse galt auch dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Stu­dien, über dessen Vorhaben er sich von; Prof. Dr. Julius: H. Schoeps unterrichten ließ.

(siehe auch S. 9)

ziation für Geodäsie; seit 1991 Präsident der Sektion für hoch­entwickelte Raumfahrttechni­ken; Vertreter in einer Reihe von Gremien der europäischen und deutschen Raumfahrt, sowie deutscher und internationaler Einrichtungen der Geodäsie und Forschungsförderung; bisher über 150 Publikationen und Mitherausgeber von Monogra­fien; seit 1992 Direktor des AufgabenbereichesRezente Kinematik und Dynamik der Erde im GeoForschungsZen­trum Potsdam.

Buchaus­_ stellung

An Studenten, Lehrkräfte und Bibliothekare wendet sich eine Buchausstellung am 24. Mai im Babelsberger Universitätskom­plex August-Bebel-Straße 89. Vertreter der Loughborough University of Technology stel­len von 10.00 bis 16.00 Uhr im Lichthof englischsprachige Bü­cher aus den Bereichen Soziolo­gie, Politikwissenschaft, Wirt­schaftswissenschaft und Angli­stik sowie zu Frauenfragen vor.

Publikation der GEW

Hochschule im Umbruch Zwischenbilanz Ost

Orientierungen und Expertenwissen zum Handeln Herausgegeben von Hilde Schramm im Auftrag der GEW, erschienen im Januar 1993 im BASISDRUCK Verlag O-1058 Berlin

zum Preis von 24,- DM

Die über 70 Autoren und Auto­rinnen stammen fast zu gleichen Teilen aus Ost und West. Etwa die Hälfte sind Frauen. Die mei­sten sind in der GEW engagiert. Es schreiben Studierende, Mit­telbauangehörige, Professoren, Mitarbeiter in Hochschulver­waltungen, Fachleute aus Mini­sterien, Forschungseinrichtun­gen, Wissenschaftsorganisatio­nen, der Gewerkschaft und Lei­

ter von Hochschulen. Die Autor­Innen: haben Erfahrungen in Hochschulplanung, Hochschul­verwaltung, Hochschulreform und Hochschulpolitik. Alle ha­ben sich auf die Umstrukturie­rungsschwierigkeiten der Hoch­schulen und Forschungseinrich­tungen in den neuen Bundeslän­dern und in Ost-Berlin eingelas­sen. Die Ost-AutorInnen sind entweder Akteure der Hoch­

schulerneuerung oder Hoch­schulforscher. Das Buch infor­miert hochschulpolitisch inter­essierte Menschen in Ost- und Westdeutschland über den noch nicht abgeschlossenen Um­bruchprozeß nach der Vereini­gung. Es bietet Orientierungen an, um kompetent in diesen Prozeß eingreifen zu können.

Gerd Köhler