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ANGEBOTE
Sommerschule für Englisch in Wust
Es muß nicht‘ unbedingt eine teure Sprachreise nach England oder Amerika sein. Wer seine Sprachkenntnisse während der Sommerferien aufbessern möchte, ohne dafür einige Tausend Mark anzulegen, sollte sich auf das einheimische Angebot von Kursen und Sommerschulen orientieren, die Unterricht in hoher Qualität zu günstigen Bedingungen bieten und oft dieselben Abschlüsse ermöglichen, wie sie von ausländischen Veranstaltern angeboten werden.
In Wust bei Schönhausen, Kreis Havelberg, wird auch in diesem Jahr eine Sommerschule für Englisch abgehalten, für die, wie in den Vorjahren, erfahrene Dozenten englischer und amerikanischer Universitäten gewonnen werden konnten. Der Sprachunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene erfolgt in kleinen Klassen vormittags von 9-13 Uhr und kann nachmittags durch Computerlehrgänge ergänzt werden. Außerdem wird es an den Nachmittagen ein reichhaltiges Veranstaltungsangebot geben— Lesungen in englischer und deutscher Sprache, Vorträge über Literatur und Geschichte, Konzerte. Am August wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, das TOEFL-Examen abzulegen. Zu einem besonderen Höhepunkt wird sicher wieder die Aufführung eines von den Kursteilnehmern in eigener Regie einstudierten englischen Theaterstücks werden.
Mehr Sicherheit
13.
Die Sommerschule beginnt am 19.7. und endet.am 13. 8. Die Teilnahme kostet 200 DM; Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose zahlen 100 DM. Zweiwöchige Kurse können in der Zeit vom 19. 7.30. 7. und vom 2. 8.—13. 8. belegt werden, für die Teilnahme sind dann 100 DM bzw. 50 DM zu entrichten. Der TOEFL-Test kostet noch einmal 60 DM, die Teilnahme ist freigestellt. Unterkunft gibt es in Privatquartieren für 20 DM (einschl. Frühstück) oder im eigenen Zelt für 2 DM auf dem Zeltplatz. Fahrräder, Musikinstrumente und gute Ideen sind selbstverständlich mitzubringen. Die Schule kann bis zu 250 Teilnehmer aufnehmen.. Die Anmeldung ist noch bis zum 15. Juni möglich. Außer dem Quartierwunsch sind Angaben über den Stand der Sprachkenntnisse und eine verbindliche Erklärung über die Teilnahme am TOEFLTest erforderlich. Richten Sie Ihre Anmeldungen und Anfragen bitte an:
Kreisverwaltung Frau Renate Hochheim
Genthiner Straße 17 O-3530 Havelberg
Tel.: Havelberg 972 25 Fax: Havelberg 7 55
ACHTUNG!
Studentenwerke verwalten mehr als 7000 Wohnplätze
Zum 1. Oktober 1992 verwalteten die Studentenwerke in Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) 7 368 Wohnplätze, die mit öffentlichen Mitteln errichtet oder gefördert wurden. Das ergab eine Erhebung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg. Befragt wurden die Studentenwerke, die sich in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft des Landes befinden.
Mit 4 013 Wohnplätzen für die Hochschulstandorte Cottbus und Senftenberg verfügt das Studentenwerk Cottbus über den größten Anteil. 12 Plätze davon sind be
hindertengerecht für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Im Studentenwerk Potsdam sind 3 065 öffentlich geförderte Wohnplätze in den Hochschulorten Potsdam, Brandenburg und Wildau vorhanden, 4 davon sind für Rollstuhlfahrer geeignet. In den übrigen Hochschulorten Frankfurt (Oder) und Eberswalde stehen 290 Wohnplätze zur Verfügung. Für den größten Teil der Wohnplätze(7 078) wurden Zuschüsse aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt, 290 Plätze wurden gemeinsam von Bund und Land finanziert.
Pressemitteilung
Fortsetzung von Seite 3
Wer also mit Ernsthaftigkeit an Fremdsprachenbegegnungen in altersangemessener Form in den Klassen 3 und 4 denkt, muß ebenso ernsthaft Lehraus- und fortbildung betreiben. An der Universität Potsdam und auch an der Humboldt-Universität Berlin sind stufenübergreifende Ausbildungsgänge mit dem Lehramt Primarstufe im Angebot. Wie sieht es in der Lehrerfortbildung aus?
Wie interessant und altersangemessen mit Fremdsprachen in den Klassen 3 und 4 gearbeitet werden kann, zeigten die Vorträge von Prof. Dr. Karlheinz Hellwig(Universität Hannover) zu Geschichten und Erzählungen im Fremdsprachenunterricht und von Dr. Wilfried. Gienow(Universität Potsdam) zum Einsatz von Videos. Die fachdidaktische und methodische Diskussion zu diesen Fragen muß ebenso intensiviert werden wie die praktische Erprobung und Umsetzung unter den jeweils gegebenen Bedingungen. Einhellig appellierten die Teilnehmer an die Landesregierung— leider war kein Vertreter anwesend— konkrete Schritte zur Erweiterung
der Schulversuche zu unternehmen, die Bereitschaft zum Mittun vieler Lehrer und Eltern liegt vor. Wichtig erscheint vor allem, das Konzept für diesen Unterricht mit Eltern und Schülern, Lehrern und Experten zu beraten. Gegenwärtig wird ein Konzept vertreten, das in den alten Bundesländern als umstritten und nicht genügend ausgereift gilt und wegen seiner Planlosigkeit(sog.„Gelegenheitsunterricht“) und seiner Folgenlosigkeit — die Grundschulkenntnisse werden in Klasse 5 nicht weitergeführt — mehr und mehr in das Fadenkreuz der Kritik und Ablehnung gerät. Die Bedingungen hier erschweren seine Durchführung eher als sie es fördern. Alle Teilnehmer des Seminars von Potsdam waren sich einig, daß das Land Brandenburg rasch zu einer Erweiterung seines Fremdsprachenkonzepts für die Grundschule finden muß. Der Förderverein „Kinder lernen europäische Sprachen e. V.“ und die Universität Potsdam sagen alle mögliche Hilfe zu. Dr. Bahls FB Anglistik