Heft 
(1.1.2019) 13
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Nr. 13/93 Seite 12

ZUSAMMENARBEIT

Gemeinsames Konzert der Universitäten|Magynifizenz! Dortmund und Potsdam ein großer Erfolg

Zu einem großartigen Erlebnis gestaltete sich am 17. Juli 1993 das Abschlußkonzert der 5. In­ternationalen Musikwoche CAMPUS cantat 93 der Uni­versität Dortmund als gemeinsa­me Veranstaltung mit der Uni­versität Potsdam in der nahezu ausverkauften Potsdamer Frie­denskirche. Diese bot mit ihrem schönen italienischen Ambiente und ihrer ausgezeichneten Aku­stik einen würdigen Rahmen zu Johannes Brahms erhabener KompositionEin Deutsches Requiem.

Kaum waren unter der Stabfüh­rung von Prof. Dr. Willi Gund­lach(Uni Dortmund) die letzten Akkorde des Requiems verklun­gen, belohnte brausender Beifall die Musiker des Dresdner Uni­versitätsorchesters und die Sän­gerinnen und Sänger des inter­nationalen Studentenchores der Musikwoche. Mit langanhalten­dem Applaus bedankte sich das begeisterte Publikum, unter ihm der Ministerpräsident Dr. Man­

fred Stolpe als Schirmherr der v

Veranstaltung, Honoratioren der Stadt und der beiden veran­staltenden Hochschulen sowie Mitglieder der Universitätsge­sellschaft Potsdam e. V. als Eh­rengäste, enthusiastisch für die herausragenden Leistungen des Ensembles.

Dem Konzert waren arbeitsrei­che Tage vorausgegangen. Die MusikwocheCAMPUS cantat 93, organisiert von der Univer­sität Dortmund anläßlich ihres 25jährigen Jubiläums, führte vom 09. bis zum 18. Juli mehr als 100 Studierende des Faches Musik aus 16 europäischen Städten in 10 Ländern zusam­men. Erstmals nahmen auch Musikstudentinnen und-studen­ten der Potsdamer Universität daran teil, und zwar Kathrin Finke und Susanne Fromm (Sopran), Doreen Preisendanz und Solveig Wallroth(Alt), Udo Koloska und Steffen Schulz (Tenor) sowie Karsten Schulz

(Bass). Dr. Michael Büttner aus unserem Fachbereich Musik, der auch selbst mitgesungen hat, war für die Stimmbildung des Chores verantwortlich und hat in Dortmund eine sehr gute fachli­che und in Potsdam auch organi­satorische Arbeit geleistet.

Die ersten Tage der kreativen Arbeit verbrachten die Teilneh­mer in Klausur im ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stift Frenswegen bei Nordwalde in der Grafschaft Bentheim. Wäh­rend dieser Zeit haben die jun­gen Musiker das Chorwerk ein­studiert und in täglichen Proben für das Zusammenwachsen des internationalen Chores gesorgt.

Musik der Universität Potsdam und dem Institut für Musik der Universität Dortmund bereits seit einiger Zeit eine enge fachli­che Zusammenarbeit besteht, haben beide Hochschulen ge­meinsam das Abschlußkonzert aus Anlaß der. 1000-Jahrfeier unserer Landeshauptstadt in Potsdam durchgeführt.

Im Anschluß an das glanzvolle Chorwerk wurden die Musiker, Sängerinnen und Sänger ihrer­seits mit einer stimmungsvollen und kulinarischen Sommer­nachtsparty belohnt, die die Universität Potsdam vorbereitet hatte. Der Universitätsgesell­schaft Potsdam e. V. gilt herzli­

Abschlußkonzert in der Friedenskirche. Im Vordergrund die Solisten Monika Frimmer(Sopran) und Torsten Frisch(Bari­

ton).

Ein Austausch über das Musik­leben wie auch über Studiengän­ge für Musik an den Universitä­ten der Städte, aus denen die Studierenden kamen, und ge­meinsames Musizieren in ver­schiedenen Besetzungen und Stilarten haben diese Vorberei­tungen ergänzt. Die Musikwo­che und die Konzerte ermöglich­ten somit vielseitige Begegnun­gen von jungen Menschen aus verschiedenen Ländern und wa­ren ein gelungener Beitrag zur Völkerverständigung.

Höhepunkte bildeten die öffent­lichen Konzerte am 15. Juli in der Evangelischen Universitäts­kirche in Münster und am 16. Juli im Opernhaus Dortmund. Da zwischen dem Fachbereich

Foto: Commer

cher Dank für die großzügige finanzielle Unterstützung. Zu nennen sind insbesondere die Herren Hans-Joachim Leue und Peter Egenter, Präsident bzw. Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam, Herr Dr. Jürgen Lam­pe, IHK-Pressesprecher, und Herr Klaus Heidkamp, Hauptge­schäftsführer der Unterneh­mensgruppeRoland Ernst Teltow. Sie haben erneut ein lobenswertes Beispiel für eine nützliche Zusammenarbeit mit der Universität gegeben. Der Berliner Kindl Brauerei AG Potsdam wird für die schnelle und kostenlose Bereitstellung der technischen Ausrüstung gedankt.

Dr. Rolf Rammelt

Sehr geehrter Herr Kollege, nach der glücklichen Heimkehr von unserer Unternehmung CAMPUS CANTAT möchte ich mich noch einmal ganz herz­lich bei Ihnen und der Universi­tät für die wunderbare Gast­freundschaft anläßlich unseres Besuches in Potsdam bedanken. Alle Teilnehmer waren begei­stert von dem herzlichen Emp­fang bei Ihnen und über die wunderbare Aufnahme durch Sie.

Auch mein Rektor bittet, ihn in diesen Dank an Sie ausdrücklich einzuschließen.

Ich möchte Ihnen aber auch sa­gen, daß die Potsdamer Teilneh­mer von CAMPUS CANTAT während der ganzen Musikwo­che eine ausgesprochene Berei­cherung des Ensembles waren. Sie haben der Gestaltung des Ganzen mit vielen fröhlichen Ideen sehr schöne Impulse gege­ben und waren bei allen ausge­sprochen wohlgelitten.

Eine wichtige Rolle in der tägli­chen Arbeit bis in die Vorberei­

| tung der Konzerte hinein spielte

Herr Dr. Michael Büttner aus Ihrem Fachbereich Musik. Ich möchte mich ganz besonders dafür bedanken, daß die Univer­sität seine Teilnahme ermög­lichte. Herr Büttner war mir So­wohl fachlich(als exellenter Stimmbildner) wie organisato­risch in vielen Situationen eine große Hilfe. Seine Fähigkeit, Probleme zu erkennen, zu lösen und seine bewundernswerte In­tegrationskraft trugen wesent­lich zum Gelingen von CAM­PUS CANTAT bei.

Bei CAMPUS CANTAT waren durchaus nicht nur die Dortmun­der die Gebenden, sondern eben­so die Potsdamer.

Ich würde mich freuen, Magnifi­zenz, wenn wir diese so großar­tig begonnene Zusammenarbeit - in welcher Form auch immer ­fortführen könnten.

Mit allen guten Wünschen bil ich Ihr Willi Gundlach