Nr. 16/93— Seite 6
VORGESTELLT
Amt benötigte Prüfer
Die Institution, von der hier die Rede ist, ist das Landesprüfungsamt. Für Lehrerinnen und Lehrer und diejenigen, die an der Universität einen lehrerbildenden Studiengang belegt haben, ist es in der Zwischenzeit eine nicht zu übergehende Einrichtung geworden. Grund dafür ist der laut$ 71 des Schulreformgesetzes veränderte Ablauf der Lehrerausbildung. Die nunmehr zweiphasige Ausbildung untergliedert. sich bekanntermaßen in die universitäre und die schulpraktische Phase, wobei das Hochschulstudium mit der 1. Staatsprüfung und der Vorbereitungsdienst mit der 2. Staatsprüfung enden. Letztere bescheinigt dann die Laufbahnbefähigung. Die erwähnten Prüfungen werden ausschließlich vom Landesprüfungsamt abgenommen. Notwendig dafür sind natürlich Personen, die bereit sind, als Prüfer tätig zu sein. Streckenweise haperte es an dieser Stelle. Dringend gesucht wurden Hochschulangehörige, insbesondere Hochschullehrer, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulaufsichtspersonen. Die größten Hürden hierbei sind nun genommen. Bemühungen des Amtes, Geeignete zu gewinnen, zeigen zunehmend Erfolg. Zu den bereits aufgeführten Examina kommen die berufsbegleitenden Ergänzungs- und Erweiterungsprüfungen. So sind im Jahr 1993 ‚für mehrere hundert Lehrkräfte, die an der Universität Potsdam ein Erweiterungs- bzw. Aufbaustudium absolviert haben, alle Voraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Studienabschluß geschaffen worden. Diese Studien ermöglichten den Lehrern entweder die Erlangung der Unterrichtskompetenz in neuen Fächern, wie z. B. Englisch, Fran
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zösisch, oder sie dienten der fachlichen Vertiefung in den jeweiligen Unterrichtsdisziplinen, z. B. in Mathematik, Deutsch, Chemie. Wie die gesamte Ausbildung und die Prüfungsmodalitäten, wurde auch die Einrichtung des Landesprüfungsamtes erst im Schulreformgesetz festgeschrieben. Im Herbst 1991 begann eine kleine Gruppe unter der Leitung eines erfahrenen Seniorberaters aus Nordrhein-Westfalen mit dem Aufbau des Amtes, ab April 1992 war es funktionstüchtig. Seit Dezember 1992 ist jede der insgesamt 12 Stellen vom Leiter bis zum Hausmeister auch besetzt. In dem knappen Jahr seiner Existenz nahmen die MitarbeiterInnen dort verstärkt eine Beratungsfunktion für StudentInnen, Lehrkräfte und Hochschulangehörige wahr. Verständlich, daß bei einer so kurzen Zeit des Bestehens der Einrichtung auch Probleme und Sorgen vorhanden sind. Die KollegInnen hatten beispielsweise keine lange Vorbereitungszeit für die Einarbeitung. Learning by doing war und ist eine besondere Herausforderung für sie. Funktionstüchtig, aber doch noch nicht voll wirksam, könnte man den im Moment herrschenden Zustand des sich in der Breiten Straße befindenden Amtes beschreiben. Man wartet hier auf eine endgültige Ordnung der Prüfungsverfahren. Der Grund: Einschlägige Vorschriften, wie die Lehrerprüfungs- und die Ergänzungsprüfungsordnung fehlen bzw. sind nur im Entwurf vorhanden. Dieser Zustand, so ist zu hören, soll in nicht allzuferner Zukunft beendet werden. Gefordert ist hier die ministerielle Ebene.
Petra Görlich
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Schopenhauergesellschaft zu Gast an der Universität Potsdam
Die von dem berühmten Indologen Paul Deussen, einem Jugendfreund Nietzsches, 1911 gegründete Schopenhauer-Gesellschaft gehört zu den ältesten und mitgliederstärksten philosophischen Gesellschaften Europas. Ziel der Gesellschaft ist die Anregung und Förderung von Verständnis und Studium der Philosophie Schopenhauers. Als Zeitgemäßes an Schopenhauer sieht die Gesellschaft „seine Illusionslosigkeit, seinen Realismus, der mißverständlich Pessimismus genannt wird“. Seine Ethik, die sich auf dem Urprinzip des Mitleids und der Herzensgüte gründe, halte„die Verantwortung des einzelnen gegen den Herrschaftsänspruch der Ideologien an die Massen fest, ohne sich irgendwie bekenntnismäßig oder dogmatisch festzulegen“.
Zu den Hauptaktivitäten der in Frankfurt am Main ansässigen Gesellschaft gehören die Herausgabe eines Jahrbuches sowie Tagungen, Arbeitskreis- und Vortragstätigkeit. Die wissenschaftliche Tagung dieses Jahres wird am 3. und 4. Dezember in Potsdam stattfinden und damit erstmalig in einem neuen Bundesland. In Weimar gibt es bereits eine Ortsgruppe, ebenso sind Kontakte zwischen Berlin und Potsdam aufgenommen worden. Daß auf die Universität Potsdam die Wahl fiel, ist ohne
Zweifel auch der hiesigen Anbindung des Vorstandsmitgliedes Prof. Dr. Georg Küpper in der Juristischen Fakultät geschuldet. Schopenhauers Aktualität wird im Mittelpunkt der Potsdamer Tagung stehen. Studenten sind herzlich eingeladen, sich mit den Ideen des auch als Querdenker bekannten und sich in der östlichen Philosophie, insbesondere im Buddhismus, auskennenden Philosophen vertraut zu machen. Die zwei Tage in Potsdam bieten eine Fülle von interessanten Vorträgen, die sich in die drei Komplexe „Schopenhauers Aktualität“, „Schopenhauer in der Diskussion“ sowie„Schopenhauer und die Meinung der anderen“ gliedern. Der Tokioter Gast, Prof. Dr. Yasuo Kamata, wird einen öffentlichen Vortrag zum Thema„Die Schopenhauerische Wende der Philosophie— Einführung in die Philosophie als sanfte Wissenschaft“ halten. Für Interessenten gibt es nähere Auskünfte über Prof. Dr. Georg Küpper, Lehrstuhlinhaber „Strafrecht mit_Strafprozeßrecht“, ‚Juristische Fakultät, (Universitätsgelände Babelsberg, August-Bebel-Straße 89) Tel(0331) 9,77 32789. Tagungsort: Raum 214; Veranstaltungsbeginn:‘ 3.‘ 12.1993, 15:00 Uhr
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