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(1.1.2019) 16
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FORSCHUNG

Nr. 16/93 Seite 7

Wachsender Stellenwert von Ernährung und Gesundheit

Deutsches Institut für Ernährungsforschung stellt Jahresbericht 1992 vor

rung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue Ziele; Ein­richtung der Stoffwechselsta­tion als Forschungsklinik; bau­liche Erneuerung des Institutes bei Aufrechterhaltung der lau­fenden Arbeit.

Mit großer Freude blicke er zu­rück, aber nicht nur mit unge­trübter Freude voraus, so der Vorsitzende des Wissenschaft­lichen Komitees des Kuratori­ums, Prof. Dr. Hannes B. Stähe­lin aus Basel. Er hoffe, daß die wichtigen Investitionen für die Zukunft, die erst in einigen Jah­ren Früchte tragen werden, nicht kurzfristigen Spareffekten zum Opfer fallen.

Im Präsidium(v. I. n. r.): Prof. Dr. med. Christian A. Barth, Wis­senschaftlicher Direktor, Ministerialdirigent Klaus Faber, Vor­sitzender des Kuratoriums, Prof. Dr. Hannes B. Stähelin, Vor­sitzender des Wissenschaftlichen Komitees des Kuratoriums, Dr. Josef Puchta, Administrativer Direktor

für

Foto: Tribukeit

Jährlich entstehen Kosten in Höhe von 60 Mrd. DM im deut­schen Gesundheitswesen, um ernährungsbedingte Krankhei­ten diagnostizieren und behan­deln zu können. Die ca. 190 Mitarbeiter(davon 70-Wissen­schaftler) des Deutschen Insti­tutes für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke(DIfE) ha­ben sich das Ziel gesetzt, weite­re Grundlagen zur Verhütung dieser Krankheiten zu schaffen. Im Ergebnis dieser Bemühun­gen sollen der Bevölkerung wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung und Ernährung vermittelt werden.

Kürzlich wurde der Jahresbe­richt 1992 der Öffentlichkeit übergeben und damit Rechen­schaft gelegt: über. die«For­schungsarbeit des am 19. Sep­tember 1992 offiziell eröffneten Institutes. Am 1. Januar 1992 nahm es als Mitglied der Ar­beitsgemeinschaft Forschungs­einrichtungen Blaue Liste (AG-BL), hervorgegangen aus dem Zentralinsitut für Ernäh­

rung der AdW, seine Arbeit auf. Von den damaligen For­schungsschwerpunkten Lebens­mittelkunde und Lebensmittel­forschung erfolgte die Neuaus­richtung der Arbeit vor allem auf präventiv-medizinische In­halte die Erforschung des Zu­sammenhangs zwischen Ernäh­rung und Entstehung von chro­nisch-degenerativen KErkran­kungen und den Aufbau der wissenschaftlichen Abteilun­gen. Zur Realisierung dieser Vorhaben wurden folgende Ab­teilungen gegründet: Klinische Ernährung; Ernährungsphysio­logie; Präventiv-medizinische Lebensmittelforschung; Epide­mologie und Ernährungsverhal­ten; Ernährungstoxikologie; Gastrointestinale Mikrobiolo­gie; Immunologie und Allergo­logie; Molekulargenetik.

Prof. Dr. med. Christian A. Barth, Wissenschaftlicher Di­rektor, nannte vier grundlegen­de, in der Zukunft zu lösende Probleme:

Halten und Gewinnen von Spit­zenwissenschaftlern, Motivie­

57. Lebensjahr verstorben.

dankt.

schädigung führte.

ten auch den Studenten.

sehr geschätzt wurde.

Nachruf

Dr. Klaus Pietsch

Am 21. September 1993 ist unser Kollege Dr. Klaus Pietsch im

Als er Ende 1992 in den Vorruhestand versetzt wurde, konnte er auf eine langjährige, stets engagierte, erfolgreiche Lehrtätig­keit im Wissenschaftsbereich Geschichtsmethodik/Institut für Didaktik der Geschichte zurückblicken.

Nach seinem Studium an der Pädagogischen Hochschule Pots­dam war er seit 1960 Lehrer für Geschichte und Geographie in Wustermark. 1968 kehrte er als Lehrerbildner an die Hoch­schule zurück. Seine Studenten schätzten an ihm besonders sein ausgeprägtes Berufsethos. Als älterer, schon erfahrener Partner wollte er ihnen, den zukünftigen Berufskollegen, sein Wissen und Können für die Gestaltung ihres Geschichtsunter­richtes mit auf den Weg geben. Sehr viele haben es ihm ge­

Forschend widmete er sich vor allem Fragen der Weiterent­wicklung des Geschichtsunterrichts in der Abiturstufe. Daraus resultierten mehrere Lehrmaterialien für die Schulen und auch seine Promotion zum Dr. paed. im Jahre 1983.

Das Engagement für seine Arbeit wurde auch durch einen tra­gischen Unfall nicht beeinträchtigt, den er in Erfüllung dienst­licher Aufgaben 1974 erlitt und der zu körperlicher Schwerbe­

Seine reichen Erfahrungen stellte Klaus Pietsch bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben allen zur Verfü­gung; als Studienfachberater des FB Geschichtswissenschaf­

Wir trauern um unseren Kollegen Dr. Klaus Pietsch, der nicht nur von seinen Kollegen, sondern auch von seinen Studenten

Eine nutzbringende Koopera­tion entwickelt sich zwischen dem Institut und der Universität Potsdam. Seit zwei Jahren wird ein Studiengang Ernährungs­wissenschaft angeboten. In die­sem Semester bewarben sich für 20 Studienplätze 70 Interessier­te. Im Wintersemester 1993/94 steht die RingvorlesungEr­nährung und Dritte Welt auf dem Programm. 7 gemeinsame Berufungen, Forschungsprojek­te und die Ausbildung des Nachwuchses sind weitere Be­lege für die konstruktive Zu­sammenarbeit.

Dr. Barbara Eckardt

Seine ehemaligen Kollegen