Nr. 2/94 - Seite 4
PROFESSOREN
Neue Universitätsprofessoren
Prof. Dr. habil. Klaus-Peter Berndt Professur für Umweltbildung
Jahrgang 1942, geb. in Guben, Niederlausitz; Studium der Biologie an der Universität Greifswald mit dem Schwerpunkt Zoologie, Angewandte Entomologie; Abschluß als Dipl.- Biologe; Promotion 1970 ebenda mit einem Thema zur biologischen Schädlingsbekämpfung.
Danach am Zoologischen Institut der Pädagogischen Hochschule in Potsdam mit For
schungsschwerpunkt soziale Insekten; 1979 Habilitation über Reproduktionsbiologie von Ameisen; Facultas docendi für Spezielle Zoologie und Ökologie.
1986 Dozentur für Hochschulpädagogik; hochschuldidakti- sche Forschung über „Ökologie in der Biologielehrerausbildung“; ab 1988 mit dem Schwerpunkt „Umweltbildung als universitäre Aufgabe“.
Von 1979-1989 Vorstandsmitglied der Ökologischen Gesellschaft der DDR; seit 1990 Leiter des Arbeitskreises Waldbildung des Landesvorstandes Brandenburg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Mitglied des erweiterten Vorstandes der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz; zahlreiche Original- und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen.
Prof. Dr. habil. Bodo Teichmann Professur für Umweltwissenschaften
Geb. 1932; 1951-1956 Chemiestudium an der Universität Leipzig; 1956-1958 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für organische Chemie, Universität Leipzig; 1958 Promotion; 1958-1960 Oberassistent mit Lehrauftrag am Institut für organische Chemie; 1956-1960 Teilstudium der Medizin; 1960-1983 Institut für Krebsforschung der Akademie der Wissenschaften Berlin-Buch, Oberassistent, Abteilungsleiter, stellvertretender Bereichsdirektor; 1966 Habilitation an der
Humboldt-Universität Berlin; 1978 Professor für Experimentelle Onkologie an der AdW, Fachwissenschaftler für Toxikologische Chemie/Medizinische Toxikologie; 1983-1990 Zentralinstitut für Molekularbiologie der AdW, Bereichsdirektor und Abteilungsleiter bis 1985, seitdem bis 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, seitdem bis März 1991 Mitarbeiter des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, Berlin-Buch; Juni 1990-August 1991 Leiter des Ressorts Arbeit,
Gesundheit und Soziales und 2. Stellvertreter der Regierungsbevollmächtigten des Bezirkes Frankfurt/Oder; ab September 1992 mit der Wahrnehmung einer Professur für Umweltwissenschaften an der Universität Potsdam beauftragt; seit Oktober 1990 Mitglied des Landtages des Landes Brandenburg; Studien- und Arbeitsaufenthalte u. a. in Moskau, Genf, Tokio, Freiburg; zahlreiche Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Publikationsorganen.
Fotos: Tribukeit
Prof. Dr. habil. Lutz Zülicke Professur für Theoretische Chemie
Geb. 1936; Studium der Physik an der Universität Leipzig, Diplom 1960 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Molekülspektroskopie; zunächst wissenschaftlicher Assistent in der Forschungsgruppe Theoretische Chemie, Leipzig, dann ab 1962 im Institut (später Zentralinstitut) für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin; 1965 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Leipzig; 1974 Promotion B an der Humboldt- Universität Berlin, beides mit
Dissertationen theoretisch-chemischer Thematik; 1976/77 Studienaufenthalt im Institut für chemische Physik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Moskau; 1977 Facultas docendi für Molekülphysik an der Universität Leipzig; Vorlesungen an der Humboldt-Universität Berlin; mehrere nationale und internationale wissenschaftliche Ehrungen und Auszeichnungen; 1978 Professur für physikalische und theoretische Chemie an der Akademie der Wissenschaften; 1990/91
Geschäftsführender Direktor des Zentralinstituts für physikalische Chemie; Forschungsschwerpunkte: Theorie von
Moleküleigenschaften und -Wechselwirkungen (quantenchemische und molekularstatistische Methoden), Theorie chemischer Elementarprozesse; 80 wissenschaftliche Publikationen, darunter vier Bücher; rund 130 wissenschaftliche Vorträge und Poster; Mitarbeit in Herausgebergremien mehrerer internationaler Fachzeitschriften.