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TECHNISCHE BILDUNG
Lebendige „Arbeitslehre“
Es ist vielleicht kaum zu vermuten, aber auch gegenwärtig existieren Schulfächer, für die der Lehrerbedarf nicht gedeckt ist. Dazu zählt die Unterrichtsdisziplin „Arbeitslehre“. Und das, obwohl ein hoher Stundenanteil am Gesamtunterrichtsvolumen vorhanden ist und alle Schulformen des Landes in ihrem Stundenplan das Fach ausweisen. Gründe genug, genauer nach Konzept und Schwerpunktsetzung in der entsprechenden Lehramtsausbildung an der Universität Potsdam zu fragen. „Mit der politischen Wende vollzog sich“, so Dr. Meier, Geschäftsführender Direktor des Bereiches Technische Bildung, „eine Umprofilierung der akademischen Ausbildung von der einstigen Polytechnik, orientiert am sozialistischen Industriebetrieb, hin zur Arbeitslehre“. Generell gäbe es keinen länder- übergreifenden Ansatz einer arbeitsorientierten, technisch ökonomischen sowie haushaltsbezogenen Bildung, fachliche Übereinstimmungen zwischen den einzelnen Ländern seien jedoch gegeben. Für das Land Brandenburg würden die von der Kultusministerkonferenz der alten Bundesländer 1987 zur Erprobung gegebenen „Materialien zum Lemfeld Arbeitslehre“ als Orientierungsgrund-
Erschienen
Im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg ist ein Verzeichnis der Hochschulen des Landes Brandenburg erschienen.
Das Verzeichnis ist gegliedert nach Hochschularten und enthält die Namen und Anschriften einschließlich Telefon- und Te- lefaxnummem, die Gründungsdaten der Hochschulen, ihre Fakultäten/Abteilungen und Studiengänge im Wintersemester 1993/94.
Das Verzeichnis kostet 4,00 DM und kann beim Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg, Dezernat Z4, PF 6010 52, 14410 Potsdam bestellt werden.
läge genutzt. Die dort ausgewie- Die Studenten erfahren dabei senen Gegenstandsbereiche den konkreten Bezug zu den Er- Technik, Wirtschaft. Haushalt fordemissen der späteren Be- und Beruf gelten als Schwer- rufspraxis in der Schule. Dies punktbereiche. geschieht auch im Sinne des
Mit diesen Feldern verknüpft, Potsdamer Modells der Lehrer- so Dr. Meier, würden Themen bildung, das mit seiner inte-
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Seit zwei Jahren gehört zur Ausstattung des Fachbereiches Technische Bildung auch eine Küche. Hier absolvieren die Studentinnen ihr Praktikum auf dem Gebiet Hauswirtschaft/ Grundlagen der Ernährungslehre. Foto: Rüffert
der Ökologie und der Informa- grierten und stufenübergreifen- tik. Dies führe, im Unterschied den Ausbildung einer Profes- zu anderen Bundesländern, zu sionalisierung des Lehrerberufs einem integrativen Ansatz in schon während des Studiums der Lehre. Es erfolge vorder- anstrebt. Im Lehramtsstudium gründig keine Besinnung auf bieten sich aus der Sicht der einzelne Fachwissenschaften. Potsdamer Lehrkräfte vor allem Vielmehr würden im besonde- in den Bereichen Technik und ren in der Anfangsphase der Wirtschaft Möglichkeiten der Ausbildung integrative Lehr- Vertiefung. Dies scheint ver- veranstaltungen angeboten. ständlich auf Grund der Bedeu
tung der Gegenstandsfelder. Zudem werden beide Schwerpunkte als Fächer in den Gymnasien offeriert.
Projektorientierte Studienanteile, so der Wissenschaftler, seien vor allem in den abschließenden Semestern zu finden. Die Studenten nutzen hier die Chance, bereits erworbenes Wissen in die Praxis umsetzen zu können. Mit viel Engagement und der notwendigen Besessenheit widmen sie sich bestimmten Problemen aus ihrem alltäglichen Umfeld. Jüngstes Beispiel ist die Entwicklung einer Kaftfahr- zeugsperre.
Die Grundlagen für ein erfolgreiches Handeln in der späteren Berufspraxis werden durch ein solches Studienkonzept sicher gelegt. In den jeweiligen Schulen wird sich zeigen müssen, inwieweit es sich in der Zukunft bewährt.
Übrigens: Im zuständigen Bundesverband GATWU (Gesellschaft für Arbeit, Technik, Wirtschaft im Unterricht) hat Herr Dr. Meier auf mehreren Verbandssitzungen das in Potsdam Angestrebte vorgestellt. Die Reaktion war positiv. Man bescheinigte ihm und seinen Mitstreitern, ein sehr progressives Konzept erarbeitet zu haben.
Petra Görlich
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