Heft 
(1.1.2019) 04
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Nr. 4/94 - Seite 14

STUDENTEN

Erfolgreiche Arbeit des Studienkollegs

Bereits vierte Aufnahme abgeschlossen

Seit nunmehr fast 11/2 Jahren existiert als Einrichtung der Universität Potsdam das Studi­enkolleg in der Potsdamer He­gelallee. Seine Aufgabe besteht in der Vorbereitung ausländi­scher Studienbewerber für ein Hochschulstudium im Land Brandenburg.

Derzeit unterrichten hier unter der Leitung von Frau Dr. Petra Hoffmann zehn Lehrkräfte. Un­terstützt werden sie tatkräftig von Mitarbeitern anderer Fach­bereiche, die mittels Beauftra­gungen Lehrtätigkeiten über­nehmen.

Der Unterricht findet in Form von Schwerpunktkursen statt. Die Teilnahme an ihnen richtet sich nach der gewünschten Stu­dienrichtung. Entscheiden kön­nen sich die künftigen Studen­ten innerhalb folgenden Ange­bots:

T-Kurs für technische, ma­thematisch-naturwis­senschaftliche Studi­engänge

M-Kurs für Studiengänge der Medizin, Biologie, Pharmazie usw. (in diesem Sommerse­mester nicht im An­gebot)

W-Kurs für wirtschafts- und sozial wissenschaftli­che Studiengänge so­wie Jura

G-Kurs für Studiengänge der Germanistik, Gesell­schaftswissenschaf­ten und künstlerische Fachrichtungen

S-Kurs für sprachliche Studi­engänge (außer Ger­manistik; in die­sem Sommersemester nicht im Angebot) Ausschlaggebend für die Durchführung der Kurse ist die Rentabilität auf Grund vorhan­dener Interessentenzahlen.

Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Semester, an deren Ab­schluß eine Feststellungsprü­

fung steht. Ihr erfolgreiches Be­stehen berechtigt die Kollegia- ten zur Aufnahme eines Hoch­schulstudiums in Branden­burg.

Mit dem Ende des Winterseme­sters konnte die zweite Prü­fungsphase abgeschlossen wer­den. 32 bestandene Feststel­lungsprüfungen waren das Er­gebnis aller Mühen. 41 Kolle- giaten haben das erste Kolleg­semester erfolgreich absolviert und setzen nunmehr ihre Aus­bildung fort. Elf weiteren ist eine Wiederholung empfohlen worden.

Während des Aufenthaltes am Studienkolleg müssen die Kol- legiaten ein Wochenunterrichts­pensum von 32 Stunden bewäl­tigen. Kontinuierliche Lei­stungsnachweise gehören eben­so wie die am Ende eines Halb­jahres stehende Abschlußklau­sur zu den von ihnen zu erbrin­genden Belegen. BAföG gibt es für die Studierenden in spe nicht. Für ihre materielle Absi­cherung müssen sie selbst sor­gen, abgesehen von wenigen Ausnahmefällen.

Im Vergleich zum universitäts­üblichen Lehrbetrieb gibt es ver­setzte Semesterzeiträume. So begannen beispielsweise die Lehrveranstaltungen des Som­

mersemesters bereits am 14. Fe­bruar.

Pflicht für jeden Bewerber ist die Teilnahme am Aufnahme­test. Der letzte, nunmehr vierte, fand am 26. Januar dieses Jah­res statt. 124 junge Leute nah­men an ihm teil, von denen am Ende 52 ihre Zulassung erhiel­ten.

Das Studienkolleg bietet auch einen Deutsch-Vorkurs für jene an, deren Sprachbeherrschung den Anforderungen noch nicht voll entspricht. In einem Seme­ster wird die Vertiefung sprach­licher Kenntnisse und die Aus­bildung von Fähigkeiten ange­strebt, die für eine erfolgreiche Teilnahme an den späteren Lehrveranstaltungen Voraus­setzung sind. Zugelassen für ei­nen solchen Kurs sind gegen­wärtig 19 Anwärter.

Die nächste Aufnahme ins Kol­leg wird zum Wintersemester er­folgen; der notwendige Test wird voraussichtlich am 4. August 1994 stattfinden. Unterrichtsstart wäre dann parallel zum Schulbe­ginn am 22. 08. 1994. Interessenten wenden sich bitte an das Akademische Auslands­amt der für das Studium in Fra­ge kommenden brandenburgi- schen Hochschule.

Petra Görlich

BHW

Im Studienkolleg gibt es versetzte Semesterzeiträume. Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters begannen be­reits am 14. Februar.

Foto: Rüffert

Hochschulmei­sterschaften im Schwimmen

Die Deutschen Hochschulmei­sterschaften im Schwimmen fanden in diesem Jahr an der Sporthochschule in Köln statt. Sie standen durch die Teilnah­me ehemaliger und noch aktiver Leistungssportler auf sehr ho­hem sportlichen Niveau.

Die Potsdamer Universität war mit einer kleinen (10 Studen­ten), aber leistungsstarken Ver­tretung am Start. Unter den 58 gemeldeten Einrichtungen be­legte sie in der Gesamtpunkt­wertung einen hervorragenden 5. Platz und erreichte mit 11 Medaillen (3x Gold, 4x Silber, 4x Bronze) ihr bisher bestes Er­gebnis.

Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten Carsten Schulz (lx Gold, 3x Silber), Ingmar Lehmann (2x Gold), Marcel Häckel (3x Bronze) und Heide Jahn (1 x Silber) mit Leistungen, die durchweg neue Universi­tätsrekorde bedeuteten. Hervor­zuheben ist auch der dritte Platz der Männer in der Königsdiszi­plin, der 4x100 m Lagen-Staf- fel, in der sehr guten Zeit von 4:12,04 min.

Die besten Einzelergebnisse:

Carsten Schulz

200 m Rücken: 2:14,12min. - 1. Platz 100 m Rücken: 0:59,80 min. - 2. Platz 50 m Rücken: 0:27,73 min. - 2. Platz 50 m Freistil: 0:24,33 min. - 2. Platz 50 m Schmett.: 0:26,67 min. -4. Platz

Ingmar Lehmann

200 m Lagen: 2:14,93 min. - 1. Platz

400 m Lagen: 4:50,19 min. - 1. Platz

Marcel Häckel

50 m Brust: 0:30,21 min. - 3. Platz

100 m Brust: 1:07,68 min. - 3. Platz

200 m Brust: 2:30,57 min. - 3. Platz

50 m Freistil: 0:24,93 min. - 7. Platz

Heide Jahn

50 m Brust: 0:36,26 min. - 2. Platz

50 m Freistil: 0:27,63 min. - 4. Platz 100 m Freistil: 1:04,68 min. - 7. Platz

Marco Kriese

50 m Rücken: 0:28,63 min. -5. Platz

Dr. Wolfgang Thielscher