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STUDENTEN
Erfolgreiche Arbeit des Studienkollegs
Bereits vierte Aufnahme abgeschlossen
Seit nunmehr fast 11/2 Jahren existiert als Einrichtung der Universität Potsdam das Studienkolleg in der Potsdamer Hegelallee. Seine Aufgabe besteht in der Vorbereitung ausländischer Studienbewerber für ein Hochschulstudium im Land Brandenburg.
Derzeit unterrichten hier unter der Leitung von Frau Dr. Petra Hoffmann zehn Lehrkräfte. Unterstützt werden sie tatkräftig von Mitarbeitern anderer Fachbereiche, die mittels Beauftragungen Lehrtätigkeiten übernehmen.
Der Unterricht findet in Form von Schwerpunktkursen statt. Die Teilnahme an ihnen richtet sich nach der gewünschten Studienrichtung. Entscheiden können sich die künftigen Studenten innerhalb folgenden Angebots:
T-Kurs für technische, mathematisch-naturwissenschaftliche Studiengänge
M-Kurs für Studiengänge der Medizin, Biologie, Pharmazie usw. (in diesem Sommersemester nicht im Angebot)
W-Kurs für wirtschafts- und sozial wissenschaftliche Studiengänge sowie Jura
G-Kurs für Studiengänge der Germanistik, Gesellschaftswissenschaften und künstlerische Fachrichtungen
S-Kurs für sprachliche Studiengänge (außer Germanistik; in diesem Sommersemester nicht im Angebot) Ausschlaggebend für die Durchführung der Kurse ist die Rentabilität auf Grund vorhandener Interessentenzahlen.
Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Semester, an deren Abschluß eine Feststellungsprü
fung steht. Ihr erfolgreiches Bestehen berechtigt die Kollegia- ten zur Aufnahme eines Hochschulstudiums in Brandenburg.
Mit dem Ende des Wintersemesters konnte die zweite Prüfungsphase abgeschlossen werden. 32 bestandene Feststellungsprüfungen waren das Ergebnis aller Mühen. 41 Kolle- giaten haben das erste Kollegsemester erfolgreich absolviert und setzen nunmehr ihre Ausbildung fort. Elf weiteren ist eine Wiederholung empfohlen worden.
Während des Aufenthaltes am Studienkolleg müssen die Kol- legiaten ein Wochenunterrichtspensum von 32 Stunden bewältigen. Kontinuierliche Leistungsnachweise gehören ebenso wie die am Ende eines Halbjahres stehende Abschlußklausur zu den von ihnen zu erbringenden Belegen. BAföG gibt es für die Studierenden in spe nicht. Für ihre materielle Absicherung müssen sie selbst sorgen, abgesehen von wenigen Ausnahmefällen.
Im Vergleich zum universitätsüblichen Lehrbetrieb gibt es versetzte Semesterzeiträume. So begannen beispielsweise die Lehrveranstaltungen des Som
mersemesters bereits am 14. Februar.
Pflicht für jeden Bewerber ist die Teilnahme am Aufnahmetest. Der letzte, nunmehr vierte, fand am 26. Januar dieses Jahres statt. 124 junge Leute nahmen an ihm teil, von denen am Ende 52 ihre Zulassung erhielten.
Das Studienkolleg bietet auch einen Deutsch-Vorkurs für jene an, deren Sprachbeherrschung den Anforderungen noch nicht voll entspricht. In einem Semester wird die Vertiefung sprachlicher Kenntnisse und die Ausbildung von Fähigkeiten angestrebt, die für eine erfolgreiche Teilnahme an den späteren Lehrveranstaltungen Voraussetzung sind. Zugelassen für einen solchen Kurs sind gegenwärtig 19 Anwärter.
Die nächste Aufnahme ins Kolleg wird zum Wintersemester erfolgen; der notwendige Test wird voraussichtlich am 4. August 1994 stattfinden. Unterrichtsstart wäre dann parallel zum Schulbeginn am 22. 08. 1994. Interessenten wenden sich bitte an das Akademische Auslandsamt der für das Studium in Frage kommenden brandenburgi- schen Hochschule.
Petra Görlich
■BHW
Im Studienkolleg gibt es versetzte Semesterzeiträume. Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters begannen bereits am 14. Februar.
Foto: Rüffert
Hochschulmeisterschaften im Schwimmen
Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Schwimmen fanden in diesem Jahr an der Sporthochschule in Köln statt. Sie standen durch die Teilnahme ehemaliger und noch aktiver Leistungssportler auf sehr hohem sportlichen Niveau.
Die Potsdamer Universität war mit einer kleinen (10 Studenten), aber leistungsstarken Vertretung am Start. Unter den 58 gemeldeten Einrichtungen belegte sie in der Gesamtpunktwertung einen hervorragenden 5. Platz und erreichte mit 11 Medaillen (3x Gold, 4x Silber, 4x Bronze) ihr bisher bestes Ergebnis.
Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten Carsten Schulz (lx Gold, 3x Silber), Ingmar Lehmann (2x Gold), Marcel Häckel (3x Bronze) und Heide Jahn (1 x Silber) mit Leistungen, die durchweg neue Universitätsrekorde bedeuteten. Hervorzuheben ist auch der dritte Platz der Männer in der Königsdisziplin, der 4x100 m Lagen-Staf- fel, in der sehr guten Zeit von 4:12,04 min.
Die besten Einzelergebnisse:
Carsten Schulz
200 m Rücken: 2:14,12min. - 1. Platz 100 m Rücken: 0:59,80 min. - 2. Platz 50 m Rücken: 0:27,73 min. - 2. Platz 50 m Freistil: 0:24,33 min. - 2. Platz 50 m Schmett.: 0:26,67 min. -4. Platz
Ingmar Lehmann
200 m Lagen: 2:14,93 min. - 1. Platz
400 m Lagen: 4:50,19 min. - 1. Platz
Marcel Häckel
50 m Brust: 0:30,21 min. - 3. Platz
100 m Brust: 1:07,68 min. - 3. Platz
200 m Brust: 2:30,57 min. - 3. Platz
50 m Freistil: 0:24,93 min. - 7. Platz
Heide Jahn
50 m Brust: 0:36,26 min. - 2. Platz
50 m Freistil: 0:27,63 min. - 4. Platz 100 m Freistil: 1:04,68 min. - 7. Platz
Marco Kriese
50 m Rücken: 0:28,63 min. -5. Platz
Dr. Wolfgang Thielscher