Nr. 5/94 - Seite 2
SENAT
Aus dem Senat berichtet
Einen der Diskussionsschwerpunkte in der 4. Senatssitzung am 3. März 1994 nahm der Tagesordnungspunkt „Haushalt 1995“ ein.
Für die Erstellung des Haushaltsentwurfs, die Verhandlungen mit dem Finanzministerium erfolgen am 19. April 1994, lagen Anträge der Bereiche, Institute und Fakultäten vor.
Hilfskräfte von ca. 8 Mio DM (Zuwachs von 4 Mio DM) angemeldet.
Die Personalausgaben für die Ausbildung der Primarstufen- lehrer in Cottbus, das Studienkolleg und das Zentrum für Menschenrechte sind in eigenen Titelgruppen ausgewiesen.
Die Ausgaben der Universität für 1995 sind mit ca. 248 Mio DM veranschlagt, was ein Zuwachs von ca. 65 Mio DM gegenüber 1994 bedeuten würde. Im Haushalt 1995 sind Zuwächse bei Planstellen für Beamte um 30 (C4- und C3-Professo- ren) sowie bei Angestellten um 111 vorgesehen.
Für Vergütungen für Lehraufträge, Gastprofessoren, Kolloquien und Unterrichtsbeauftragte werden für 1995 620 000 DM (Zuwachs von 270 000 DM) und von Bezügen der wissenschaftlichen und studentischen
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Die Ausgabe 6/94 der Universitätszeitung erscheint am 28. März 1994.
Redaktionsschluß: 15. 3. 1994
Um die Bedarfsanpassung/ Überleitung der Mitglieder des akademischen Mittelbaus fortzuführen, wurde nachfolgend abgedruckter Beschluß gefaßt: „1. Die Zuordnungsempfehlungen des Gründungssenates für die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Fachbereiche und Zentralen Betriebseinheiten auf Stellen der vom Minister bestätigten Binnenstruktur werden bestätigt, und der Rektor wird beauftragt, die Realisierung der Stellenbesetzung zu vollziehen.
2. Der Senat beauftragt die Fakultäten mit der erneuten Prüfung der Möglichkeit weiterer Zuordnungen auf freie Stellen der Binnenstruktur des jeweiligen Faches für die Mitarbeiter, die bisher keiner Stelle zugeordnet werden konnten.
3. Das Personaldezemat hat allen Mitarbeitern, denen im November 1993 angezeigt wurde, daß ein Kündigungsverfahren beim MWFK beantragt ist, den Nichtausspruch der Kündigung durch das MWFK im Bedarfsfeststellungsverfahren des Gründungssenates mitzuteilen.
4. Das Verfahren zur Besetzung der noch freien Lehrkraftstellen für das Fach Englisch im Sprachenzentrum mit Mitarbeitern, die bisher im Bereich Fremdsprachen und Fachbereich Anglistik tätig waren, wird von einer neu einzusetzenden Kommission durchgeführt. Der Rektor wird beauftragt, dem Senat die Mitglieder der Kommission vorzuschlagen.
5. Der Senat erwartet die schnellstmögliche Mittelbereit
stellung durch das Land Brandenburg für die zeitlich befristete Nachqualifizierung der im Amt befindlichen Lehrer in speziellen Mangelfächem für das Weiterbildungszentrum als Zentrale Einrichtung der Universität. Die Verhandlungen mit dem MWFK sind vom Rektor und Kanzler zu forcieren.
6. Das Personaldezemat hat mit allen wissenschaftlichen Mitarbeitern, die nicht in die Binnenstruktur der Fächer sowie Zentralen Einrichtungen eingegliedert werden konnten und zwei Jahre vor der frühestmöglichen Inanspruchnahme der Altersrente stehen, Gespräche mit dem Ziel zu führen, ein vorzeitiges Ausscheiden unter Inanspruchnahme der Abfindung aus dem Sozialtarifvertrag für den öffentlichen Dienst zu erreichen.
7. Der Rektor und der Kanzler haben unter Beteiligung des MWFK Verhandlungen mit den Universitäten und Fachhochschulen des Landes Brandenburg aufzunehmen, um zu bewirken, daß Stellenneubesetzungen erst nach Prüfung möglicher Versetzungen aus dem Personalüberhang der Universität Potsdam erfolgen.“
Weiterhin wurde Prof. Dr. Gerhard Kempter als zuständiger Prorektor für die Senatskommission für Bibliothekswesen benannt und als deren Vorsitzender von den Mitgliedern der Gruppe der Professoren im Senat gewählt.
Unter Berücksichtigung der Kontinuität der Arbeit und der engen Kooperation mit dem Rektorat unterbreiten die einzelnen Senatskommissionen Vorschläge für die jeweiligen stellvertretenden Vorsitzenden, die dem Senat zur Entscheidung vorgelegt werden.
Die Philosophische Fakultät II beabsichtigt, aus den vorhande
nen acht Fachbereichen neun Institute zu bilden. Der Arbeitsbereich Medienpädagogik soll in die Zentrale Einrichtung - Zentrum für Pädagogische Forschung und Lehrerbildung - eingebunden werden.
Dieser Vorschlag wurde vom Senat zustimmend zur Kenntnis genommen und zur weiteren Beratung in die Kommission für Entwicklungsplanung und Finanzen (EPK), wie die der anderen Fakultäten, verwiesen. Die Universität Potsdam beantragt bei der DFG die Einrichtung des Innovationskollegs (IK) „Formale Modelle kognitiver Komplexität“. Das Innovationskolleg führt Arbeitsgruppen aus Linguistik, Mathematik/Theoretischer Physik und Psychologie zusammen, die ein gemeinsames Interesse daran haben, Hypothesen über die komplexitätstheoretische, verarbeitungsbezogene Herleitung von Gesetzen über linguistische Repräsentationen und die Dis- soziierbarkeit kognitiver kognitiv-motorischer Verarbeitungsprozesse experimentell zu untersuchen. (PUZ berichtet demnächst ausführlicher.)
Dem Senat lag ein Antrag des studentischen Senatsmitgliedes Sabine Mahnert vor, der sich mit der Gewährleistung der Sicherheit von Studentinnen in den einzelnen Universitätskomplexen beschäftigt.
Anlaß sind zwei Überfälle auf Studentinnen in Babelsberg. Frau Mahnert wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit Kommilitonen eine diesbezügliche Auflistung von Problemen vorzunehmen. Daraus resultierend wird der Senat in einer der nächsten Sitzungen über einzuleitende Maßnahmen, ggf. im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung und der Verwaltung Schlösser und Gärten, beraten.
Dr. Barbara Eckardt