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INFORMATIONEN
VWA Potsdam: Studium für Berufstätige - Semesterbeginn 7. April 1994
Nach dem Vorbild der nunmehr in über 80 Städten Deutschlands in über 85jähriger Tradition tätigen Akademien wurde mit Unterstützung der Universität Potsdam am 16. November 1993 die „Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Potsdam“ in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins gegründet. Zu den 10 Gründern aus Verwaltung und Wirtschaft gehören u. a. Vertreter des Magistrats der Landeshauptstadt Potsdam, der IHK Potsdam sowie des BISOWE des Deutschen Beamtenbundes. Als Vorstands Vorsitzender und zugleich Akademieleiter wurde Dr. Reinhard Stark, Stadtrat im Potsdamer Magistrat, gewählt. Seine Stellvertreter sind Hans Lange, Landrat des Kreises Prignitz, und Karl-Heinz Ganzleben, Geschäftsführer des Ausbildungsverbundes Teltow e. V. der IHK Potsdam. Die Studienleitung übernahm Prof. Dr. Michael Sachs, Ordinarius für
Staatsrecht mit Staatslehre und Verfassungsgeschichte an der Universität Potsdam. Vorrangige Aufgabe dieser Akademie ist es, erfolgreichen Fach- und Führungskräften aus der öffentlichen Verwaltung und der privaten Wirtschaft die Möglichkeit einer qualifizierten Fortbildung auf hochschulähnlichem Niveau neben dem Beruf im Anschluß an die Ausbildung zu geben. Den Schwerpunkt der Tätigkeit der Akademien bilden berufsbegleitende verwaltungs- und wirtschaftswissenschaftliche Diplomstudiengänge über 6 Semester. Die Studieninhalte werden von den Anforderungen geprägt, denen sich Führungskräfte heute und in Zukunft gegenübersehen. Sie benötigen außer ihrem Spezialwissen und ihren Erfahrungen zunehmend ein fachübergreifendes ökonomisches und juristisches Wissen. Schwerpunktmäßig liegen dabei die Anforderungen in der Betriebswirt
schaftslehre, insbesondere im Rechnungswesen, in der Finanz- und Personalwirtschaft, im Marketing, der Volkswirtschaftslehre sowie ausgewählter Teile des Rechts. Eine wachsende Rolle spielt auch die sinnvolle Anwendung moderner Managementtechniken, besonders der Informations- und Kommunikationstechnologien. Voraussetzungen für das berufsbegleitende Studium an der VWA ist eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufspraxis - jedoch nicht das Abitur. Der zum Betriebswirt (VWA) führende Studiengang wendet sich an in Unternehmen tätige Kaufleute und kaufmännische Angestellte sowie mit kaufmännischen Aufgaben betraute Führungskräfte. Der Studiengang zum Informatik-Betriebswirt (VWA) befähigt zur besseren Wahrnehmung von Aufgaben im Informationsmanagement. Der verwaltungswissenschaftliche Studiengang ist
besonders für Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung geeignet, die höherwertige Tätigkeit im gehobenen Dienst übernehmen wollen.
Die Lehrveranstaltungen erfolgen an 2-3 Abenden in der Woche in der Potsdamer Universität, die Informatikausbildung findet sonnabends im Bildungszentrum der IHK Potsdam statt. Dozenten sind Professoren der Juristischen Fakultät und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, der TU Berlin sowie hervorragende Praktiker.
Eine Informationsveranstaltung findet am 16. März um 18.00 Uhr statt. Nähere Informationen und Anmeldungen bei der Geschäftsstelle der VWA Potsdam, Hegelallee 6-8 (Haus 6), 14467 Potsdam, Telefon 03 31/2 89 12 44.
Dr. Pietzke Geschäftsführer
Am 9. Februar 1994 besuchte Herr Prof. Dr. Gerhard Hägele /I./ (Universität Düsseldorf), hier mit Prof. Kleinpeter, den Fachbereich Chemie unserer Universität und hielt im Großen Chemischen Kolloquium einen Vortrag zum Thema: Aminophosphorsäurederivate: Synthese, Molecular
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Modelling, Strukturanalysen, NMR, analytische und biochemische Untersuchungen.
Getreu dem Goethe-Wort „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“ gelang es dem Gast, einen weiten Bogen von der Synthese und Chemie dieser interessanten Stoffklasse bis hin zu ihrer Strukturaufklärung und molekülmechanischen Strukturbeschreibung zu schlagen. Entsprechend breit waren Informationsgehalt und -dichte des Vortrages sowie die nachfolgende Diskussion. Die Nachsitzung mit unserem Gast als einem Vertreter der Nummer eins unter den deutschen chemiebildenden Einrichtungen (laut Spiegel Ranking) ergab viele interessante Hinweise zur künftigen Gestaltung von Forschung und Lehre der Chemie in Potsdam.
Prof. Dr. E. Kleinpeter (r.)
Foto: Tribukeit