Heft 
(1.1.2019) 06
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STUDENTEN

Nr. 6/94-Seite 15

Spaß am Spiel

Unverbrauchte Ideen auf Potsdamer Studentenbühne

wird oftmals weniger mit der dem, vor allem natürlich im Land Sprache als vielmehr mit dem Brandenburg selbst, erstmals und Körper agiert. Auf gestisch perspektivisch ein Podium zu und mimisch starkes Aktions- schaffen. Bisher kann man von theater mit großer Experimen- einer funktionierenden Studen- tierfreude darf der Zuschauer tentheaterszene nicht sprechen, gespannt sein. Lediglich einzelne Kabarett-

Etwa acht Studentenbühnen wer- gruppen, so z. B. in Leipzig und den sich für fünf Tage in Pots- Magdeburg, versuchen, sich dam treffen, um ihre aktuellen langfristig zu etablieren. Inszenierungen darzubieten. Für die Universität Potsdam ist Möglichkeiten, über das Gese- es eine Chance, auf kultureller hene zu debattieren, produktive Ebene Profil zu entwickeln. Die Kritik zu üben, das Mediumschrittmacherischen" Dienste

Die Gruppe aus Landau mit ihrer letzten InszenierungToten­fluß von Harald Müller.

Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. In diesem Fall ist es das von 22. - 26. Juni diesen Jahres stattfindende 1. Internationale Potsdamer Studententheater­festivalUNIDRAM94". Ins Leben gerufen wird es von DeGater '87, dem Potsdamer Studententheater. Internationale Gäste z. B. aus Polen, Tschechien, Estland und Litau­en werden erwartet. Erst kürz­lich konnten die Veranstalter während einer Festivaltournee mit Aufenthalten in Köln und Nantes noch einmal Anregun­gen, Ideen und Impulse hinsicht­lich der Organisation des Vorha­bens aufnehmen. Vorrangig gilt dies für Franka Schwuchow und Thomas Pösl, Hauptverant- wortliche in Sachen Vorberei­tung.

DeGater '87 gibt es nun seit 7 Jahren. Entstanden ist die Grup­pe durch eine Initiative mehrerer Germanistik- und Geschichts­studenten der damaligen Pädago­gischen Hochschule. 1987 be­gannen die Gründungsmitglie­der ihr Studium. Bis heute arbei­ten die 10 jungen Leute in nahe­zu unveränderter Besetzung. Die Aufführungen lassen trotz der ausschließlich autodidaktischen Arbeitsweise in allen Bereichen (Regie, Schauspiel, Bühnenbild) zunehmend ein hohes Maß an Professionalität erkennen. Bis­lang wurden vier Inszenierun­gen erarbeitet:Bremer Freiheit" (R. W. Fassbinder/1989),Cali- gula" (A. Camus/1992),

Jelisaweta Bam" (D. Charms/ 1993). Den Beginn der gemein­samen Arbeit markierte eine sze­nische Collage über den schwe­dischen Dichter Stig Dagerman und seine ErzählungDer Mann, der nicht weinen wollte". Konzipiert ist UNIDRAM '94 als Begegnung internationaler Thea­tergruppen. Besonderen Wert legt man hierbei auf die Beteili­gung osteuropäischer Vertreter der Studententheaterszene. Hier

Theaterabzuklopfen", wird es reichlich geben. Eventuell zwei Aufführungen am Tag will man anbieten. An die zur Durchfüh­rung anschließender Diskussi­onsrunden notwendigen Dolmet­scher ist gedacht. Gegenwärtig bemüht man sich um die Teil­nahme kompetenter Gesprächs­partner. Zusagen liegen beispiels­weise von Prof. Helmut John, Lothar Trolle und Axel Schalk vor. DeGater '87 wird im übri­gen noch einmal mit der Insze­nierung derJelisaweta Bam" zu erleben sein.

Als Aufführungsort ist das Kul­tur- und Medienzentrum Wald­schloß vorgesehen. Mit seinen Spielstätten bietet es nahezu idea­le Bedingungen für Vorstellun­gen, Foren Konzerte und Disko­theken.

Wichtig ist den Organisatoren des Festivals, dem Studenten­theater in den neuen Bundeslän­

der Gruppe verdienen auch des­halb weitere Unterstützung. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Referat Theater, leistet vorbehaltlos Hil­fe. Bedeckt hält sich der Magi­strat der Stadt Potsdam2 - eine nicht ganz neue Erfahrung für alle Kulturinteressierten.

Über Verstärkung bei den viel­fältigen organisatorischen Vor­bereitungsarbeiten würden sich Franka Schwuchow und Thomas Pösl freuen. Sie wünschen sich noch Mitstreiter, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und mit Idealismus, Spaß und Engagement zum Gelingen des Festivals beitragen möchten. Gleichgesinnte mögen sich mel­den. DieTheater-Macher" sind zu erreichen unter der Telefon­nummer 9 77/2 1 83 (Fachbereich Germanistik, Golm).

Petra Görlich

Liederfest in Vorbereitung

Studenlnnen und Lehrkräf­te des Instituts für Grund­schulpädagogik i. G. der Universität Potsdam planen unter dem Dach des Kultur­kreises Petzow e. V. im Inselparadies Petzow" vom 27. bis zum 29. Mai 1994 ein Liederfest. Teilnehmen kön­nen ca. 200 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Das Motto der Veranstaltung wird sein:

Ich singe Dir mein Lieb­lingslied.

Als Gäste werden neben dem mitausrichtenden Chor der Grundschulpädagogik be­liebte, dem Kinderlied ver­pflichtete Künstler erwartet. Eine Teilförderung des Vor­habens hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Aussicht gestellt. Für das Gelingen des Pro­jektes ist jedoch weitere Unterstützung notwendig. Gesucht werden dringend Sponsoren, u. a. für die Fi­nanzierung der Künstler­honorare und eines Lieder­textwettbewerbes,

Zu erreichen sind die Orga­nisatoren des Festes unter folgender Adresse:

Universität Potsdam Lehrstuhl Schulpädagogik / Institut für

Grundschulpädagogik i. G. PF 7 21 (Golm)

PF 60 15 53

14415 Potsdam

Tel.-Nr.: (03 31)9772004.