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VORGESTELLT
Eine gute Adresse
Institut für Sportmedizin und Prävention mit umfassenden Aufgaben
Wer kennt sie nicht - die nicht nachlassen wollenden Rückenschmerzen. Hinderlich oft bei Tätigkeiten im Beruf, Haushalt oder in der Freizeit. Eine gute Adresse für die Behandlung der Beschwerden sowie zum Ergreifen vorbeugender Maßnahmen ist das Institut für Sportmedizin und Prävention der Universität Potsdam. Gelegen ist es im Komplex I der Alma mater, Am Neuen Palais 10.
Die wissenschaftliche Einrichtung wurde als Institut für Sportmedizin und Gesundheitserziehung 1990 gegründet. Hervor ging sie aus dem entsprechenden Wissenschaftsbereich „Sportmedizin“ der Pädagogischen Hochschule „Karl Liebknecht“- Vorgängereinrichtung der Branden- burgischen Landeshochschule und späteren Universität Potsdam.
Die drei Säulen des Instituts
Lehre, Forschung und sportmedizinische Betreuung sind die tragenden Bestandteile des Instituts. Ausgebildet werden hier Sportlehrer und Sportwissenschaftler. Mit den neuen Ausbildungsinhalten und -formen hat sich der Umfang der abzusichem- den Lehre bedeutend erhöht. Forschungen gibt es vor allem zum Halte- und Bewegungsapparat bzw. Muskelskelettsystem. Die Wissenschaftler streben nach frühzeitiger Erkennung von Erkrankungen und der Empfehlung geeigneter Maßnahmen zu deren Vorbeugung. Grundlage ihres Tuns ist die Tatsache einer stetig wachsenden Anzahl von Menschen, die mit Beschwerden im genannten Bereich leben. Ergebnis der Forschungsleistungen sind auch zahlreiche zu dieser Thematik betreute Dissertationen, etwa zur Hälfte von Medizinern angefertigt.
Die medizinische Betreuung erstreckt sich über einen breiten Patientenkreis. Neben Potsda
mern finden sich immer häufiger mit Überweisungen ausgestattete, ärztlichen Rat suchende Erkrankte aus anderen Bundesländern ein.
Das Institut besitzt die Berechtigung, medizinische Weiterbildung durchzuführen. Hier können sich Ärzte Kenntnisse aneignen, deren Nachweis zur Zusatzbezeichnung Chirotherapie oder Sportmedizin führt. Als Teilausbildung wird auch die Umschulung von Masseuren zu Physiotherapeuten angeboten. Eine Weiterbildungsberechtigung für Sportmasseure und Masseure besteht ebenfalls.
Die personelle Besetzung
Geleitet wird das Institut für Sportmedizin und Prävention von Herrn Prof. Gemot Badtke, der im übrigen bereits im vierten Jahr eine Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum wahrnimmt. Er vertritt dort den Lehrkomplex „Arthromuskuläre Diagnostik“.
In Potsdam stehen ihm insgesamt 10 Kolleginnen zur Seite: 4 wissenschaftliche Mitarbeiter, 2 Schwestern, 1 medizinisch-technische Assistentin, 1 Sekretärin sowie 2 Physiotherapeutinnen.
Der Gegenstand
Das zentrale Objekt der wissenschaftlichen Arbeit war von Beginn an der Bewegungsapparat. Um seine Funktion mit hinreichender Genauigkeit beurteilen zu können, sind hochmoderne, sensible Geräte vonnöten. Zu DDR-Zeiten hatten die Wissenschaftler häufig mit den ihnen im gerätetechnischen Bereich gesetzten Grenzen zu kämpfen. „Wir waren angehalten, mehr oder weniger manuell mit dem zu arbeiten, was zur Verfügung stand. Das war eine Tugend, aus der Not geboren, die uns heute zugute kommt“, so Oberassistent Dr. Bittmann. Die Symbiose aus manuellen Fertigkeiten und
Ganganalyse mit Hilfe der Computer - Dynographie: Druckverteilungsmessung unter den Fußsohlen während des Gehens auf dem Laufband
moderner Technik (dem „Aufschwung Ost“ entstammend) bezeichnet er als ideal.
Die Potsdamer Körperschule
In erster Linie aus den wissenschaftlichen Arbeiten Dr. Bittmanns entstand die Potsdamer Körperschule. Sie basiert auf einem komplexen Konzept zur Vermeidung von Erkrankungen am Bewegungsapparat bzw. zur Beeinflussung bereits eingetretener Funktionsstörungen. „Wir betreuen nicht nur die unmittelbaren Nutzer, also den mit Beschwerden behafteten Patienten, sondern haben auch eine Strecke entwickelt, die die Hausärzte befähigt, ihren Patienten die geeigneten Maßnahmen speziell für das individuell vorliegende Leiden zu empfehlen. Die Resonanz ist erfreulich gut. Es sind viele sogenannte Rücken-, Knie- und Schulterschulen entstanden, aber diese konzentrieren sich meist auf ein Körperteil. Wir sind jedoch der Meinung, daß zu einem Knie oder einem Rücken das ganze Individuum gehört.“
Internationale
Kontakte
Technisches Herzstück des Instituts ist ein Bewegungslabor, das momentan fortgeschrittenste Untersuchungstechnik be
inhaltet. Diese ist z. T. noch in der Entwicklung, an der die Wissenschaftler partiell beteiligt sind. Am Labor machen sich z. B. auch Projekte fest, deren Beginn unmittelbar bevorsteht. „Es geht darum, für diese Technik Normwerte zu schaffen, um sie dann auch in der Breite anwendbar zu machen, also um Befunde bewerten zu können“, erläutert Dr. Bittmann. In diesem Zusammenhang gibt es Kontakte zu internationalen Partnern wie z. B. der Karls-Universität Prag, Abteilung Rehabilitation, dem Sportwissenschaftlichen Institut Prag, dem Bio-Ingenieur-Institut Mailand und der Universität Enschede.
Forschungsprojekte
Ausweis für den Anspruch der wissenschaftlichen Tätigkeit sind häufig die konzipierten Forschungsprojekte -, so auch in diesem Falle.
Zunächst zu erwähnen ist die Bearbeitung eines vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft Köln finanzierten Vorhabens. Es ist ausgerichtet auf die Untersuchung der Wirbelsäulenbelastung bei Ausdauerläufem und das Finden von Möglichkeiten, präventiv Schäden zu vermeiden.
Ebenfalls in Angriff genommen ist ein Schulprojekt, in dem